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2. März 2026

Digitale Teilhabe gegen Einsamkeit in Schleswig-Holstein

Neben pflegepolitischen und strategischen Maßnahmen misst die schleswig-holsteinische Landesregierung digitalen Angeboten und zivilgesellschaftlichem Engagement eine wichtige Rolle im Kampf gegen Einsamkeit bei. Insbesondere für ältere Menschen können digitale Kommunikationsmöglichkeiten dazu beitragen, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und neue Zugänge zur gesellschaftlichen Teilhabe zu eröffnen.

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In den Regionen rund um Kiel und Dithmarschen werden Senior*innen im Rahmen von Hausbesuchen ehrenamtlich im Umgang mit dem Internet und sozialen Medien geschult. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und digitale Kompetenzen zu stärken. Das Projekt wird von der Stiftung Deutsches Hilfswerk der Deutschen Fernsehlotterie gefördert.

Da viele ältere Menschen virtuellen Angeboten zunächst skeptisch gegenüberstehen, wurde bereits 2023 ein landesweites Netzwerk zur Vernetzung digitaler Projekte gegründet. Inzwischen gehören ihm rund 40 Institutionen an, die gemeinsam an einer stärkeren Einbindung von Senior*innen in digitale Formate arbeiten. Ergänzend existieren in Schleswig-Holstein sogenannte Digitale Knotenpunkte, die technische und fachliche Zugänge zu modernen Medien ermöglichen. Zwei dieser Standorte richten sich vorrangig an ältere Menschen.

Flankiert werden diese Aktivitäten durch die Förderung zentraler Interessensvertretungen und Netzwerke. So unterstützt das Land den Landesseniorenrat, dem derzeit 110 kommunale Seniorenbeiräte angehören und der die Interessen der über 65-Jährigen politisch vertritt. Auch das landesweit aktive Netzwerk „seniorTrainerin e.V.“ sowie weitere kommunale Projekte, Wohlfahrtsverbände und Organisationen, die Maßnahmen gegen Einsamkeit umsetzen, erhalten finanzielle Unterstützung. Zudem fördert die Landesregierung diese Website als Plattform zur Verbreitung seniorenpolitisch relevanter Informationen.

Schleswig-Holstein zählt rund drei Millionen Einwohner*innen, knapp ein Viertel davon ist 65 Jahre oder älter. Damit liegt der Anteil über dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig ist ein deutlicher Anstieg von Einsamkeit zu beobachten. Insbesondere eingeschränkte Mobilität, der Verlust nahestehender Personen und fehlende digitale Kompetenzen erhöhen im Alter das Risiko sozialer Isolation.

Lesen Sie hier einen Artikel von seniorenpolitik-aktuell zu einer laufenden Studie, die sich mit dem Nutzungsverhalten von Senior*innen auf Sozialen Medien befasst.

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www.seniorenpolitik-aktuell.de
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