Im Zuge der rasanten Entwicklung von digitalen Inhalten sowie deren Erstellung und Veränderung durch künstliche Intelligenzen wird es zunehmend schwieriger, reale Inhalte von gefälschten Inhalten zu unterscheiden.
Insbesondere sogenannte „Renten-Schock“-Videos machen derzeit die Runde in den sogenannten sozialen Medien. Meist geht es dabei um angeblich von der Politik festgelegte Neuerungen und „Pflichten“, die sich insbesondere auf die finanzielle Lage von Senior*innen beziehen. Im Fokus steht dabei in der Regel die Kürzung oder „Reform“ der Rente, die in einem sogenannten „Geheimplan“ von der Regierung beschlossen wurde. Untermauert werden diese „Fakten“ dann mit emotional aufgeladenen Einzelschicksalen, die den Zuschauer*innen die Tragweite der Geschehnisse verdeutlichen sollen. Diese Videos zielen in erster Linie darauf ab, Verunsicherung und Misstrauen zu schaffen – gezielte Manipulation durch Täuschung, denn bei diesen Videos handelt sich meist um künstlich generierte Videos, denen Quellen oder Nachweise gänzlich fehlen.
Charakteristisch für diese Videos sind dabei die künstlich erzeugte Stimme, die teilweise durch falsche Betonungen oder englische Einwürfe unnatürlich erscheint. Auch die Bilder, meist zeigen sie Politiker*innen sowie die deutsche Flagge im Hintergrund, sind von einer künstlichen Intelligenz erzeugt und oft zusammenhangslos. Auf der Seite von Mimikama findet sich eine detaillierte Auflistung möglicher Charakteristika von durch KI erzeugten Videos. Mimikama nennt zudem auch Beispiele für solche Kanäle.
Durch Schlagworte wie „Alarm“ oder „Handlungsbedarf“ wird zusätzlicher Druck erzeugt. Angebliche Expert*innen sollen die Glaubwürdigkeit der Videos stützen.
Im Vordergrund steht dabei immer die Anzahl von Klicks und Aufrufen. Es geht um künstliche Panikmache, um emotionale Verunsicherung und eine damit einhergehende Reichweite. Aufklärung und Sensibilisierung gegenüber diesen Inhalten zu schaffen ist daher unabdingbar, so berichtet z. B. Focus online.
Wichtig ist, Inhalte wie diese stets zu hinterfragen, zu prüfen, ob Quellen vorhanden sind und bei aufkommenden Fragen nochmal selbst zu recherchieren. Denn hinter diesen Videos versteckt sich keine Redaktion und kein fundierter Journalismus, sondern willkürlich generierte Inhalte, die demselben Muster folgen. Bei sich wiederholenden Schlagworten wie „sofortiges Handeln“ und „Alarm“ sollten dann schon die eigenen Alarmglocken klingeln.

