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Lebenslanges Lernen

Der Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V.“ veranstaltet regelmäßige, digitale „Versilberer-Runden“, über die wir in unserer Reihe „Beispielsweise…“ bereits berichtet hatten. Bei einem der Treffen war eine Vorsorgeanwältin zu Gast, die Veranstaltung ist auch auf Abruf verfügbar.

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„Wir versilbern das Netz!“ ist das Motto, unter dem Wege aus der Einsamkeit ihre sogenannten Versilberer-Runden veranstaltet. Diese finden regelmäßig über das Videokonferenz-Programm „Zoom“ mit verschiedensten Inhalten wie gemeinsames Kochen, Tanzen oder eben Veranstaltungen zu bestimmten Themen.

Bei dem Treffen am 29. Juni 2021 ging es um das Thema „Vorsorgevollmacht & Co“. Laut dem Verein ein Thema, über das es vielen schwer falle, zu reden, Jung und Alt sich darum aber kümmern sollten. Zu Gast war dazu die Vorsorgeanwältin Anne Woywod, die in rund anderthalb Stunden Inhalt und Zwecke von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen oder Betreuungsverfügungen erklärt und Fragen der Teilnehmenden dazu beantwortet.

Die Veranstaltung, die von der Vorsitzenden des Vereins Wege aus der Einsamkeit, Dagmar Hirche, moderiert wurde, wurde mitgeschnitten und als Video veröffentlicht. Ansehen können Sie den Videomitschnitt direkt hier in diesem Beitrag:

https://youtu.be/IF4fyv88Svs

Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Vereins – insbesondere die regemäßigen Versilberer-Runden – finden Sie auf der Internetseite wegeausdereinsamkeit.de. Dort ist neben den gelisteten Terminen auch ein Video abrufbar, in welchem Dagmar Hirche die Nutzung des Programms „Zoom“ erklärt.

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Der Volkshochschul-Verband hat eine neue App (Anwendung für Smartphones) veröffentlicht, die Datenkompetenz leicht erlernbar machen will. Schirmherrin des Projekts „Stadt | Land | DatenFluss“ ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

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„Was leisten Daten, wie funktioniert die Technik dahinter und was hat das alles mit mir zu tun?“ – Das sind die Fragen, die die App Stadt | Land | DatenFluss beantworten will. Das Ganze ist eher spielerisch aufbereitet. Statt einfach nur Informationen zu präsentieren, können Nutzer*innen des Programms auf einer animierten Karte Schwerpunkte wählen, Level durchlaufen und Übungen abschließen. Das Ziel ist die Vermittlung von mehr Datenkompetenz.

„Neue Technologien bedeuten neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen. Das gilt natürlich auch in der digitalen Welt. Um sich hier sicher zu fühlen, sind digitale Kompetenzen gefragt - vor allem Datenkompetenz“, wird die Schirmherrin und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu der App auf der Internetseite des Projekts zitiert. „Ob Kommunikation oder Konsum, ob E-Health oder E-Mobility - mit einem Mehr an Vernetzung sind auch mehr Daten im Umlauf, darunter sensible persönliche Daten. Umso wichtiger ist es, Daten souverän und sicher nutzen und teilen zu können“, so Merkel weiter. Die App trage dazu bei, die eigene Datenkompetenz zu stärken. „So macht Lernen Freude.“

Vorgestellt wird die App auch in einem kurzen Video, welches Sie sich hier anschauen können, um einen ersten Eindruck über die Anwendung zu erhalten:

[embed]https://youtu.be/hEPLXOJ8oHE[/embed]

Wer lieber am Computer statt am Smartphone lernt, kann auch die Webversion von Stadt | Land | DatenFluss nutzen.

Die App ist kostenlos und kann im PlayStore bzw. AppStore heruntergeladen werden.

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Im Rahmen der Initiative „DigitalPakt Alter“ fördert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) mit einem neuen Förderprogramm 100 Projekte, die älteren Menschen einen „digitalen Erfahrungsort“ zur Verfügung stellen.

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Bis zu 3.000 Euro sollen Akteure erhalten, die „niedrigschwellige Lern- und Übungsangebote für ältere Menschen“ ohne oder mit geringen Erfahrungen bei der Anwendung digitaler Medien bereitstellen. Diese „digitalen Erfahrungsorte“ sollen (idealerweise mit einer Mischung aus Haupt- und Ehrenamtlichen) telefonisch und in Anlaufstellen vor Ort erreichbar sein. Für die Vermittlung digitaler Kompetenzen sei qualifiziertes Personal gefordert.

Für eine Förderung können sich Akteursgruppen bewerben, die entsprechende Angebote für ältere Menschen bereitstellen. „Sie stellen eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu anderen Formen digitaler Bildung dar, benötigen für nachhaltiges Bestehen aber lokale Vernetzung, finanzielle Förderung und Weiterqualifizierung“, beschreibt die BAGSO die Initiativen, die für eine Förderung in Frage kämen. Die Projekte sollten einen niedrigschwelligen Zugang haben, als Beispiel werden „Senioren-Internet-Initiativen“ genannt. Eine Bewerbung ist über ein entsprechendes Bewerbungsformular noch bis zum 8. Juni möglich.

Die DigitalPakt Alter-Initiative ist als Kooperation zwischen BAGSO, Partnerorganisationen und Bundesfamilienministerium längerfristig angelegt. Ziel der BAGSO und den Kooperationspartner*innen ist nach eigenen Angaben die „Stärkung der digitalen Teilhabe kooperativ und sektorenübergreifend“ voranzubringen. Einen „DigitalPakt Alter“ – analog zum bereits existierenden DigitalPakt Schule - hatte die BAGSO bereits zur Veröffentlichung des Achten Altersbericht gefordert.

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Welchen Umgang mit Sexualität haben ältere schwule Männer und vor welchen Herausforderungen stehen diese? Dieser Frage widmen sich Dr. Heiko Gerlach, Diplom Pflegewirt und Altenpfleger, und der Gesundheitswissenschaftler Christian Szillat.

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Über die sexuellen Bedürfnisse schwuler Männer gäbe es nur wenige Forschungsdaten so Gerlach und Szillat am Anfang ihres Essays. Es scheine zudem, als ob die Tabuisierung des Themas Sexualität im Alter auch bei schwulen Männern fortwirke, gleichzeitig fänden aber auch Emanzipationsbemühungen statt.

Die Autoren beginnen mit einer Darstellung des Themenkomplexes „Sexualität im Alter“. Entgegen bestehender Vorurteile ist Sexualität im Alter nicht unbedingt rückläufig und ihr kann ein hoher Stellenwert zu kommen. Die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr und die Intensität von sexuellem Verlangen nimmt zwar ab, aber das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Zuneigung bleibt. Körperliche Alterungsprozesse und der Gesundheitszustand einer Person haben Einfluss auf das sexuelle Verhalten und auf das Erleben von Sexualität.

Die Biografien schwuler Senioren sind durch staatliche Verfolgung und gesellschaftliche Stigmatisierungen und Diskriminierungen geprägt. Einige, so die Autoren, hätten einen offenen Umgang mit ihrer schwulen Identität und finden auch im Alter Wege, ihre sexuellen Bedürfnisse umzusetzen bzw. an veränderte Bedingungen anzupassen. Andere, die bisher einen verschlossenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität gelebt haben, verinnerlichen eher Vorstellungen von einer defizitären Alterssexualität.

Gesundheitsbedingte sexuelle Probleme und Dysfunktionen können Identitätskrisen auslösen. Auch Attraktivitätsnormen der schwulen Szene können sich auf das Selbstbild älterer schwuler Männer auswirken. Einige schwule Männer versuchen den altersbedingten körperlichen Veränderungen durch bestimmte Maßnahmen entgegenzuwirken. Anderen gelänge es eher, ein Altersselbstbild aufzubauen, in welchem körperlichen Veränderungen gelassener entgegengesehen werde, schreiben Gerlach und Szillat. Alternative Beziehungsmodelle als das der monogamen Zweierbeziehung werden bei schwulen Senioren häufiger gelebt als bei heterosexuellen älteren Menschen. So öffnen zum Beispiel schwule Paare mit der Dauer ihrer Partnerschaft diese eher für Sexualkontakte außerhalb der Beziehung.

Gerlach und Szillat gehen im Weiteren auf die verschiedenen Umgänge pflegebedürftiger schwuler Senioren mit ihrer Sexualität ein. Diese unterscheiden sich teilweise je nach Persönlichkeit und Biografie deutlich voneinander.

Zum Ende des Essays konstatieren die beiden, dass die Gesellschaft in Sachen der Alterssexualität zwar grundsätzlich liberaler geworden sei. Dennoch fehlten vor allem bei Beratungsstellen oder in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen eine akzeptierende und respektvolle Haltung gegenüber sexuellen Wünschen und Problemen im Alter.

Es besteht auf jeden Fall noch weiterer Forschungsbedarf. Um mehr über die sexuellen Bedürfnisse und Wünsche von älteren schwulen Männern zu erfahren, sei es notwendig, diese Altersgruppen in allgemeinen Studien miteinzubeziehen oder auch eigene Erhebungen durchzuführen, konstatieren die Autoren.

Das Essay kann hier heruntergeladen werden. Es wurde von der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren in Auftrag gegebenen.

Mehr zu Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt können Sie auf unserem Portal echte-vielfalt.de nachlesen.

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Eine Reihe von Verbänden und Organisationen haben sich zu dem Bündnis „Digital für alle“ zusammengeschlossen. Insbesondere Menschen mit einem höheren Lebensalter sind teilweise noch nicht „online“ aktiv. Das Bündnis fordert, den Erwerb digitaler Kompetenzen für alle zu ermöglichen.

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„Unser Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle zu fördern“, heißt es in einem gemeinsamen Appell des Bündnisses. „Wir sind der Überzeugung: Nur gemeinsam können wir den digitalen Wandel erfolgreich gestalten.“ Daher haben sich insgesamt 27 Organisationen zusammengetan, um für die gemeinsamen Ziele einzutreten.

Neben Sozial- und Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie, der Caritas oder der AWO gehören unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), ver.di oder der Deutsche Kulturrat zu den Bündnispartner*innen. Insbesondere vier Ziele formuliert der Zusammenschluss der Verbände und Organisationen im Hinblick auf die Digitalisiserung:

  • Digitale Spaltung überwinden
  • Digitale Kompetenzen in den Fokus rücken
  • Digitales Engagement stärken
  • Digitalisierung überall erlebbar machen

Die jeweiligen Punkte werden in dem mehrseitigen Appell ausführlich erläutert.

Über das Bündnis berichteten wir auf diesem Portal bereits vor etwa einem Jahr, da der Zusammenschluss der genannten Organisationen dort den bundesweit ersten „Digitaltag 2020“ ins Leben gerufen hatte. Nun – am 18. Juni 2021 ­– steht der Digitaltag 2021 bevor.

Mit dem jährlichen Aktionstag will die Initiative die Themen rund um Digitalisierung in die Öffentlichkeit tragen: „Gemeinsam wollen wir Einblicke geben, Digitalisierung erlebbar und damit verständlich machen. Bei der Organisation der Veranstaltungen und Aktivitäten können sich alle Interessierten einbringen – ob Privatperson, Verein, Betrieb, Unternehmen oder öffentliche Akteurinnen und Akteure.“ Eine Anmeldung ist über die Internetseite des Digitaltags möglich.

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Im Rahmen einer Studie („PSY-CARE“) ist ein neuer Ratgeber entstanden, der sich an ältere und hochaltrige Menschen mit Pflegebedarf und einer Depression sowie deren Angehörige richtet. Der Ratgeber ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Unter dem Titel „PSY-CARE Ratgeber Depression - Hilfestellungen für alte und sehr alte Menschen mit Pflegebedarf sowie deren Vertraute, Angehörige und Pflegekräfte“ ist in diesem Jahr der neue Ratgeber erschienen, der sich mit dem Thema Depression und Alter auseinandersetzt.

Der Ratgeber soll Betroffene dabei helfen, mit der Depression umzugehen. Älteren Menschen mit Pflegebedarf, Angehörigen und Pflegenden soll er zudem eine Unterstützung dabei bieten, Anhaltspunkte für Depressionen zu erkennen. „Dieser Teil ist uns sehr wichtig, denn: erst, wenn man Depression erkennt, kann man angemessene Hilfe suchen und in Anspruch nehmen“, heißt es in dem Ratgeber.

Der Ratgeber ist in erster Linie als Podcast konzipiert, also als Audiobeitrag, der unter diesem Link angehört werden kann. Der knapp einstündige Podcast ist auch in schriftlicher Form abrufbar, die sie hier öffnen können.

Herausgegeben wurde der Ratgeber mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) im Rahmen der Studie „PSY-CARE“, bei der die Wirksamkeit therapeutischer Angebote für ältere Menschen mit Pflegebedarf und einer Depression untersucht werden soll. „Der deutliche Zusammenhang zwischen Depression und beeinträchtigter Lebensqualität bei pflegebedürftigen älteren Menschen macht es zu einer wichtigen gesundheitspolitischen Aufgabe, depressive Erkrankungen zu erkennen und angemessen zu behandeln“ , heißt es in der Beschreibung des Projekts auf der Internetseite von PSY-CARE.

„Gleichzeitig sind Psychotherapeut*innen noch nicht in den Köpfen der Behandelnden sowie der Patient*innen als relevante Akteursgruppe verankert“, bemängelt das Projekt weiter. Im Rahmen der Studie sei ein Netzwerk aus 39 gerontologisch (sich wissenschaftlich mit dem Altern beschäftigend) qualifizierte Psychotherapeut*innen aufgebaut worden.

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Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt eine Neuausrichtung der Alters- und Lebensverlaufsforschung. Gegenwärtig bliebe das Forschungsfeld noch hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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Bislang habe die Alternsforschung insbesondere Projekte gefördert, die auf die Entstehung und Behandlung von im Alter verbreiteten Krankheiten bezogen war. Dieser Fokus müsse überdacht werden, es bräuchte auch sozial- und verhaltenswissenschaftliche Perspektiven.

„Eine breit aufgestellte, interdisziplinäre Alterns- und Lebensverlaufsforschung kann Antworten darauf geben, wie ein längeres Leben für einzelne und die Gesellschaft als Ganzes besser gestaltet werden kann“, heißt es in einer Pressemitteilung der Leopoldina. Eine Neuausrichtung des Forschungsfeldes hatte die Leopoldina Ende vergangenen Jahres in dem „Zukunftsreport Wissenschaft: Forschung für die gewonnenen Jahre“ gefordert.

„Menschliches Altern in seiner ganzen Vielschichtigkeit und Komplexität ist nicht nur biologisch beeinflusst, sondern entsteht aus der kontinuierlichen Wechselwirkung zwischen Organismus, Person und soziokulturellem Kontext“, heißt es in dem Report der Leopoldina. „Soll die Forschung dieser interaktiven Natur gerecht werden, sie erklären und vorhersagen können, ist die Berücksichtigung eines entsprechend breiten Disziplinenspektrums der Sozial und Wirtschafts-, Verhaltens-, Geistes-, Technik- und biomedizinischen Wissenschaften unerlässlich.“

Beispiele aus anderen Ländern würden zudem zeigen, dass zentrale Impulse durch Regierungen oder Parlamente (z.B. in Form eines Nationalen Programms) für eine entsprechende Forschungsrichtung von großer Bedeutung seien. Forschungsimpulse würden auch von einer Einrichtung Lebensverlaufs- und Alternsprofessuren ausgehen können.

Forschungsergebnisse zu Altern und Lebensverlauf sollten nach Empfehlung der Leopoldina außerdem „kontinuierlich systematisch bewertet“ werden, als Grundlage politischer Entscheidungen dienen und „für Bürgerbeteiligung und den öffentlichen Diskurs aufbereitet und zugänglich gemacht werden.“

Hier gelangen Sie zu dem rund 150-seitigen Zukunftsreport, eine Kurzfassung finden Sie hier.

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Sexualität sei heutzutage kein Tabu-Thema mehr. Anders sei dies jedoch Schlaganfällen, die das Liebesleben stark beeinflussen können. Eine neue Broschüre der Schlaganfall-Hilfe widmet sich nun diesem „Tabu-Thema“.

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Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat einen neuen Ratgeber veröffentlicht, der die Fragen aufgreife, die sich auch Menschen mit Behinderungen und ihre Partner*innen stellen. „Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Er ist ein tiefer Einschnitt in das Leben und den Alltag der Betroffenen, mit teils schwerwiegenden Folgen für die Sexualität“, heißt es in der Vorstellung der Publikation. „Lähmungen, Funktionsstörungen und psychische Veränderungen beeinflussen das Liebesleben.“

Autorin der 44-seitigen Broschüre ist die Ergotherapeutin und Sexualberaterin Lisa Spreitzer, die sich im Rahmen ihrer Recherche mit vielen Expert*innen und Betroffenen ausgetauscht habe. Der Ratgeber richtet sich an Betroffene, Partner*innen und Angehörige und beinhalte alltagspraktische Tipps, wissenschaftliche Fakten zum Thema sowie Erfahrungsberichte und Produktbeschreibungen.

In einem rund 5-minütigen Videointerview skizziert die Autorin die Hintergründe, die zur Entstehung der Broschüre geführt haben. Das Interview können Sie sich direkt hier anschauen:

[embed]https://youtu.be/-JgufqdPfAk[/embed]

Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden.

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Am 1. Oktober war der Internationale Tag der älteren Menschen, der von Organisationen und Verbänden häufig zum Anlass genommen wird, über aktuelle Themen des Alters Stellung zu beziehen. In diesem Jahr warnten Verbände unter anderem vor einem Rückschritt bei Altersbildern.

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Am diesjährigen Tag der älteren Menschen (auch Tag der älteren Generation oder Weltseniorentag) warnt der BIVA-Pflegeschutzbund vor einem Corona-bedingten Rückschritt bei Altersbildern. Jahrelange Aufklärungsarbeit habe zu differenzierteren Altersbildern geführt, in denen ältere Menschen nicht mehr nur über das definiert würden, was sie nicht mehr könnten. In der Corona-Krise seien Ältere allerdings wieder als die „Schwächsten der Gesellschaft“ und „Risikogruppe“ wahrgenommen worden.

Zwar sei es gesichert, dass ältere Menschen mit chronischen Begleiterkrankung ein höheres Erkrankungsrisiko hätten, „Menschen allein aufgrund ihres Alters als Risikogruppe zu definieren, erfüllt allerdings den Tatbestand der Altersdiskriminierung“, so der BIVA-Vorsitzende Dr. Manfred Stegger in einer Pressemitteilung. „Es ist diese paternalistische Haltung den Älteren gegenüber, die so unerträglich und unwürdig daran ist“, kritisiert Stegger deutlich. „Man schreibt den Alten vor, was sie zu tun und zu lassen haben, ohne sie mit einzubeziehen.“

Über die Zeit der Pandemie habe sich die Sichtweise etabliert, „Schwache und Alte“ zu isolieren, „damit die übrige Gesellschaft möglichst normal leben kann“. Auch in Deutschland habe man über die Köpfe der Bewohner*innen hinweg Entscheidungen zu deren Besuchsmöglichkeiten getroffen. „Was wir stattdessen brauchen ist die Solidarität der Generationen und das Ernstnehmen der Schutzbedürftigen als Partner auf Augenhöhe“, so Stegger weiter.

Auch die BAGSO, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, argumentiert in eine ähnliche Richtung. Die Reduzierung der älteren Generation auf das Bild von Hilfebedürftigen sei „angesichts der vielfältigen Lebenslagen älterer Menschen nicht zeitgemäß“, heißt es in der BAGSO-Stellungnahme zum Tag der älteren Menschen. Politik, Medien und Gesellschaft seien nun gefordert, die Vielfältigkeit der älteren Generation sichtbar zu machen. „Differenzierte Bilder vom Alter wirken Diskriminierung entgegen und haben einen positiven Einfluss auf das Selbstbild. Sie unterstützen das Miteinander der Generationen und den Zusammenhalt der Gesellschaft“, so die BAGSO weiter.

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Der steigende Anteil älterer Menschen ist mittlerweile in allen Kommunen zu spüren. Diese Entwicklung bringt viele Herausforderungen mit sich, aber die wachsende Zahl älterer Menschen birgt auch viele Chancen. Menschen, die heute aus dem Erwerbsleben ausscheiden, haben in der Regel noch eine große Spanne ihres Lebens vor sich. Viele von ihnen möchten aktiv sein, ihr Wissen und ihr Können weiter einbringen in die Gestaltung ihrer Lebenswelt, ihrer Kommune. Oft fehlt es aber an Gelegenheiten, passenden Angeboten und inspirierenden Ideen, um ältere Menschen zu aktivieren. Seniorenpolitische Workshops können diese Lücke schließen.

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Das Angebot richtet sich an Kommunen, Initiativen, Vereine, Bürger*innen und Senior*innenbeiräte.

Die Ziele von seniorenpolitischen Workshops sind:

  • die Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität für alle Menschen vor Ort – und das generationenübergreifend
  • die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Agenda der zukünftigen kommunalen Seniorenpolitik
  • Projekte, die die Seniorenpolitik betreffen, mitzugestalten
  • eine seniorenfreundliche Gemeinde mitzugestalten.

Die in der Regel eintägigen Workshops werden von erfahrenen Moderator*innen begleitet, nachdem die Rahmenbedingungen, die Auswahl der Teilnehmer*innen und die individuellen Ausgangspositionen in der jeweiligen Kommune geklärt worden sind.

Wenn Sie Interesse an der Durchführung eines seniorenpolitischen Workshops haben, können Sie mit der zuständigen Mitarbeiterin im Sozialministerium Kontakt aufnehmen.

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