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Neue Medien

Hamburg sucht derzeit Ehrenamtliche, die als „Digitalmentor*innen“ älteren Menschen bei der Nutzung digitaler Endgeräte Unterstützung bieten können. Das Projekt sei auch ein Beitrag im Zusammenhang zur WHO-Strategie der altersfreundlichen Städte. Der Landesseniorenbeirat begrüßt das Projekt, kritisiert gleichzeitig aber die Befristung: Das Projekt läuft zunächst nur bis Jahresende 2022.

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100 Ehrenamtliche für mehr Digitalkompetenz

„Digitalkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für selbstständiges und selbstbestimmtes Leben“, leitet Ralf Zastrau seinen Redebeitrag auf der Hamburger Landespressekonferenz am 31. Mai ein, auf der das Projekt vorgestellt wurde. Zastrau ist Geschäftsführer des Albertinen Hauses, welches für seine Altersmedizin bekannt ist und Kooperationspartner der Stadt Hamburg bei dem Digitalmentor*innen-Projekt.

Im Rahmen des Projekts sollen Ehrenamtliche älteren Menschen im Umgang mit Smartphones und Tablets helfen und somit einen Beitrag zu mehr digitaler Teilhabe leisten. Es sei dafür nicht erforderlich, IT-Expert*in zu sein, ein sicherer Umgang mit digitalen Geräten reiche aus. 100 Ehrenamtliche werden nun gesucht, die durch einen Schulungstag auf die Aufgabe vorbereitet werden sollen. Zudem bekomme jede*r einen Materialkoffer und den Hamburger Ehrenamtsnachweis. Das Projekt wird aus Corona-Sondermitteln finanziert, vorgesehen sind 150.000 Euro.

Seniorenbeirat: Projektlaufzeit „greift viel zu kurz“

Der Landesseniorenbeirat Hamburg begrüßt das Projekt. Viele ältere Menschen hätten bereits ein Smartphone, nutzten dieses allerdings nicht oder kaum, da sie mit der Handhabung häufig überfordert seien. Insofern sei es gut, hier neue Wege zu gehen. Das mache das Digitalmentor*innen-Projekt.

Allerdings weist Karin Rogalski-Beeck, die Vorsitzende des Hamburger Landesseniorenbeirats auf der Pressekonferenz darauf hin, dass es nicht bei einer einmaligen Anleitung bleiben dürfe – das werde dem Bedarf nicht gerecht. „Es muss wiederkehrend sein, sonst sind die alten Menschen auch leicht überfordert.“ Rogalski-Beeck nutzte die Pressekonferenz darüber hinaus dafür, die vorgesehene Projektlaufzeit zu kritisieren: „Das Projekt ist befristet bis zum Jahresende 2022. Das greift aus unserer Sicht viel zu kurz“, so die Senior*innenvertreterin. „Bürgerschaft und Senat sollten bereits jetzt Überlegungen anstellen, wie die Finanzierung darüber hinaus gesichert werden kann.“

Projekt als Beitrag zur altersfreundlichen Stadt?

Das Projekt stehe laut Hamburgs zweiter Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) auch im Gesamtzusammenhang der Age-friendly Cities (altersfreundliche Städte), einer globalen Strategie, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits vor einigen Jahren ausgerufen hat. Dabei ginge es laut Fegebank, die ebenfalls Teil der Landespressekonferenz im Mai war, darum, sich mit Maßnahmen in Bereichen wie Mobilität, Quartiersentwicklung oder Gesundheit auch an den Bedürfnissen älterer Menschen zu orientieren.

„Viele große Städte haben sich dieser Bewegung schon angeschlossen und Hamburg hat sich jetzt auch auf den Weg gemacht“, so die Senatorin auf der Landespressekonferenz. „Wir wollen unser schon bestehendes Demografiekonzept noch stärker an Quartieren und Stadtteilen ausrichten und eben eine Haltung transportieren, die einfach ältere Menschen noch mehr auf dem Zettel hat als das bisher der Fall ist. Die Digitalmentorinnen und -mentoren sollen ein Schritt dazu sein, im Bereich der Digitalisierung diesen Weg zu gehen.“

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Wie auch in den vergangenen beiden Jahren veranstaltet ein Bündnis aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft und weiteren Bereichen auch in diesem Jahr wieder einen bundesweiten Digitaltag.

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„Digital für alle“ nennt sich die Initiative, die nun zum dritten Mal einen bundesweiten Digitaltag durchführen will. In dem Bündnis haben sich über 25 Organisationen zusammengeschlossen, darunter beispielsweise der Deutsche Städtetag, der Volkshochschul-Verband sowie Caritas und Diakonie. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) ist Teil der Initiative.

„Statt nur in Talkshows oder in Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten über eine wünschenswerte Zukunft zu diskutieren, möchten wir Foren eröffnen, an denen alle teilnehmen können“, beschreiben die Organisationen ihr Anliegen auf der Internetseite des Digitaltags. „Auf lokaler Ebene wird die Digitalisierung ein Teil der Lebenswirklichkeit der Menschen, hier müssen wir sie diskutieren und erlebbar machen. Dafür haben wir den Digitaltag ins Leben gerufen – ein Aktionstag, an dem sich alles rund um digitale Themen dreht!“

Zum Digitaltag sind bundesweit Aktionen geplant, sowohl online als auch vor Ort. Eine Übersicht der angemeldeten Angebote finden Sie hier, die vor Ort stattfindenden Angebote sind allerdings auch in einer interaktiven Karte veranschaulicht. Es ist weiterhin möglich, Aktionen anzumelden. Sollten Sie oder ihre Organisation Interesse haben, eine Diskussionsrunde, einen Tag der offenen Tür oder z.B. eine Smartphone-Schulung für Ältere anzubieten, können Sie das über diesen Link anmelden.

Einen Rückblick zum Digitaltag 2021 finden Sie hier.

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Im Rahmen des Projekts „Digitale Nachbarschaft“ haben Deutschland sicher im Netz e.V. und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Kooperation mit Aktion Mensch e.V. eine Handreichung zur digitalen Teilhabe veröffentlicht. Das Handbuch richtet sich insbesondere an Aktive in der Vereinsarbeit. Ziel ist, Webinhalte von Vereinen möglichst barrierearm zur Verfügung stellen zu können.

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Einleitend bedient sich die Broschüre eines Vergleichs: An vielen öffentlichen Orten würden wir zu Augenzeug*innen baulicher Maßnahmen, zum Beispiel wie Rampen gebaut werden, um Treppen als Barriere umgehen zu können. Doch die „Treppen“ im digitalen Raum gebe es auch – nur seien die Barrieren oft nicht sichtbar. „Du und Dein Verein tut gut daran, die eigenen Angebote und Arbeitsweisen auf Kriterien digitaler Teilhabe zu überprüfen“, heißt es daher in der Handreichung. „Das Vereinswesen ist so bunt und vielfältig wie seine Mitglieder selbst. Diese Vielfalt gilt es mitzudenken. Lassen wir die digitalen Treppen links liegen und verwandeln sie in Fahrstühle.“

Die Broschüre will sensibilisieren, informieren und konkrete Beispiele vorstellen, unter anderem wie Leichte Sprache benutzt werden kann. Zunächst werden Grundbegriffe des digitalen Zeitalters erklärt und die derzeitige Chancengerechtigkeit diskutiert. Im zweiten Kapitel geht es dann um Möglichkeiten barrierearmer Webinhalte. Beispiele dafür sind die Verwendung eines „Screenreaders“, der Bildschirminhalte akustisch wiedergeben kann, das Nutzen von hohen Kontrasten zur besseren Lesbarkeit oder die Vermeidung von störenden Inhalten wie automatisch startende Animationen.

„Wenngleich ein langer Weg vor Dir liegt, kannst Du Deine Vereinsarbeit bereits mit einfachen Mitteln optimieren und damit aktiv zu einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft beitragen“, ermutigen die Autor*innen die Leser*innen. „Wichtig ist es, sich immer wieder mit Menschen auszutauschen, die entweder direkt betroffen sind oder sich mit Barrieren im Netz auskennen. Jeder Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Das Handbuch kann hier kostenlos gelesen und heruntergeladen werden. Mehr aus dem Projekt Digitale Nachbarschaft erfahren Sie hier.

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Im sechsten Kurzbericht der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) geht es um digitale Teilhabe der Menschen ab 80 Jahren. Gut jede dritte Person dieser Altersgruppe nutzt demnach das Internet. Dabei sind es in der Gesamtbevölkerung 88 Prozent – Hochaltrige seien damit „digital abgehängt“.

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Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist die Internetnutzung der Menschen im hohen Alter mit 37 Prozent deutlich niedriger. Allerdings: Diejenigen, die im Alter ab 80 Jahren angeben, das Internet zu nutzen, sind mehrheitlich täglich online (57%). Das Mobiltelefon ist dabei das meistgenutzte digitale Gerät. Das Internet wird in der untersuchten Altersgruppe primär für Kommunikation und Informationssuche genutzt.

Die Internetnutzung in der Hochaltrigkeit ist sozial jedoch ungleich verteilt und hängt stark von Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Wohnsituation und kognitiver Bildung ab – „zu Ungunsten von älteren Gruppen, Frauen, Niedrigergebildeten, Einkommensschwächeren, kognitiv Beeinträchtigteren und Personen in Heimen“, wie es im 26-seitigen Bericht heißt. „Die Studie zeigt deutlich, dass die digitale Spaltung nicht nur zwischen Jung und Alt, sondern auch innerhalb der älteren Bevölkerung in unserem Land besteht. Diese Spaltung wollen wir überwinden“, so die damalige, inzwischen zurückgetretene Familien- und Senior*innenministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) in Reaktion auf den Bericht. Eine Maßnahme sei daher die Förderung von 50 neuen digitalen Erfahrungsorten im Rahmen des DigitalPakts Alter.

Die Hochaltrigkeitsstudie D80+ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über einen dreijährigen Zeitraum gefördert und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) durchgeführt. Ausgangspunkt der Studie ist unter anderem die Feststellung, dass es bislang kaum Erkenntnisse über das hohe Alter in Deutschland gegeben habe – und das vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. „Eine gute Datenlage ist jedoch notwendig“, heißt es auf der Internetseite von ceres. „Zum einen, um den besonderen Unterstützungsbedarfen im hohen Alter zukünftig besser gerecht werden zu können. Zum anderen, um Lösungsansätze für sozialpolitische Herausforderungen wie der sozialen Sicherung im Alter sowie im Hinblick auf eine Generationengerechtigkeit entwickeln zu können.“

Die Berichte können Sie hier herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Hintergrund der Studie D80+.

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Mit dem „Digital-Kompass kompakt“ hat das Projekt Digital-Kompass zusammen mit Deutschland sicher im Netz e.V. (DSiN) eine Broschüre erstellt, die über Gefahren („Fallen“) im Internet aufklärt und gibt Empfehlungen ab, worauf Nutzer*innen achten können.

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„Das Internet hilft Menschen, die nicht mehr so mobil sind, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Ob Kommunizieren oder Informieren, Einkaufen oder unterschiedliche Services nutzen – das Internet bietet viele Vorteile“, heißt es einleitend in der Broschüre. „Doch auch im Internet gibt es Fallen, die Sie durch vorsichtiges Verhalten und technische Sicherheitseinstellungen umgehen können.“

Vor diesem Hintergrund fasst der „Digital-Kompass kompakt“ sicherheitsrelevante Aspekte des Internets zusammen, die in verschiedenen Einzelpublikationen des Projekts bereits ausgemacht worden sind. Bei dem Digital-Kompass handelt es sich um ein Projekt, dass sich mit kostenfreien Angeboten an Senior*innen richtet. Neben Online-Materialien wie diese Broschüre unterstützen Internetlots*innen ältere Menschen an 100 Standorten in Deutschland auch vor Ort beim Umgang mit der digitalen Welt.

Unterschiedliche Teilbereiche der Internetnutzung können Gefahren beinhalten und werden in der Publikation übersichtlich benannt. Dabei fängt die Sicherheit bereits bei der Einrichtung ihres eigenen Computers an. So können beispielsweise Virenschutzprogramme vor Schadsoftware schützen. Bei der Nutzung öffentlichen WLANs warnen die Verfasser*innen des Leitfadens beispielsweise davor, sensible Daten in Ihre Geräte einzugeben. Kriminille, die sich im selben WLAN befinden, könnten diese (z.B. Bankdaten) für ihre Zwecke nutzen. Empfohlen wird darüber hinaus beim Herunterladen von Apps auf die angeforderten Berechtigungen zu achten, die sie vor der Nutzung erteilen müssen. So sei es zum Beispiel notwendig und plausibel, dass eine Navigations-App auf Ihren Standort zugreifen möchte. Wenn aber eine Taschenlampen-App auf den Standort, die Identität oder Ihre Kontaktliste Zugriff benötige, sei das ein Grund zur Vorsicht.

Die 24-seitige Publikation können Sie hier herunterladen. Über diesen Link erfahren Sie mehr zum Digital-Kompass.

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Der „Wahl-O-Mat“ ist durch zahlreiche Wahlen der vergangenen Jahre vielen bereits ein Begriff, auch zur diesjährigen Landtagswahl in Schleswig-Holstein kann das Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung bei der Entscheidungsfindung helfen. Den Startschuss gab eine Veranstaltung von Spitzenpolitiker*innen, die die Internetseite am 31. März online stellten.

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Am 8. Mai sind alle wahlberechtigten Schleswig-Holsteiner*innen dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Dabei stehen eine Reihe von Parteien zur Wahl. „Mit dem Wahl-O-Mat bieten wir ein niedrigschwelliges Tool an, mit dem man die Standpunkte der verschiedenen Parteien kennenlernen kann“, erklärt der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, zum Start des Internetangebots. „Es gibt eine Reihe von Politikfeldern wie Wohnen, Verkehr, Digitalisierung oder Gesundheitsversorgung, in denen die Unterschiede zwischen den Parteien deutlich werden.“

Unter www.wahl-o-mat.de können Interessierte von nun an wieder Stellung zu politischen Thesen beziehen und am Ende sehen, welche der Parteien dem eigenen Standpunkt am nächsten kommen könnten. Insgesamt gibt es 38 Thesen, zu denen Sie sich jeweils mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ verhalten können. Zur letzten Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017 wurde das Programm über 562.000 Mal genutzt. „Das zeigt, wie beliebt der Wahl-O-Mat in Schleswig-Holstein zur Vorbereitung auf eine Landtagswahl ist“, so der Landesbeauftragte für politische Bildung weiter.

Bei der Auftaktveranstaltung am 31. März 2022 waren neben dem Landesbeauftragten und Mitgliedern der Jugendredaktion des Wahl-O-Mats auch Spitzenpolitiker*innen der im Landtag vertretenen Parteien anwesend – darunter auch der derzeit amtierende Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Politiker*innen schalteten das Online-Tool online und klickten sich sodann selbst durch die 38 Thesen aus den verschiedensten Politikfeldern.

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Der Wettbewerb „Digitale Orte im Land der Ideen“ will digitalen Fortschritt, der oft mit Großstädten verbunden wird, auch auf dem Land sichtbar machen.

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„Unser Leben wird immer digitaler“, heißt es auf der Internetseite des Wettbewerbs. „Ob virtuelle Sprechstunde beim Arzt, Homeoffice, digitales Klassenzimmer oder die App für den öffentlichen Nahverkehr: Digitale Technologien und Innovationen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.“ Im Zuge des Ausbaus der Glasfaserinfrastruktur auch auf dem Land entwickele sich auch außerhalb der Großstädte digitale Innovation. In Deutschland lebten immerhin die Hälfte der Menschen in Dörfern oder Städten mit einer Größe von unter 20.000 Einwohner*innen.

Noch bis zum 4. April 2022 können sich Projekte bewerben, die eine Vorbildwirkung haben und skalierbar sind. Gesucht werden beispielsweise Rathäuser, die digitale Dienste bereitstellen, digitale Gesundheitsangebote oder „Dorf-Chats“, die vor Ort den Zusammenhalt stärken. Durch den Wettbewerb sollen digitale Lösungen auf dem Land sichtbarer gemacht werden. Die Preisverleihung findet am 9. Juni statt.

Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie im Bewerbungsleitfaden.

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Im Mai 2021 haben das Bundesseniorenministerium und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) im Rahmen des DigitalPakts Alter die Förderung von 100 digitalen Erfahrungsorten gestartet, die älteren Menschen als niedrigschwellige Lern- und Unterstützungsangebote dienen sollen. Die Förderung geht nun in die zweite Runde.

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Der neue Förderzeitraum läuft von April bis August 2022. Bis zum 18. März 2022 konnten sich noch Initiativen und Vereine bewerben, die älteren Menschen „Erfahrungsorte“ zum Einstieg in die digitale Welt bieten. Auf der Internetseite des DigitalPakts Alter heißt es, dass Akteur*innen für eine Förderung in Frage kommen, „die älteren Menschen bei ihren ersten Schritten mit digitalen Hilfsmitteln oder ins Internet beratend zur Seite stehen und nach Möglichkeit bereits in der Vermittlung digitaler Kompetenzen aktiv sind.“ Nähere Informationen zur Förderung finden Sie hier.

Neben der Fördersumme von 2.000 Euro pro Erfahrungsort stellt die BAGSO den Akteur*innen auch Materialien zur Lernbegleitung zur Verfügung. Außerdem soll es Möglichkeiten der Vernetzung, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch der geförderten Projekte durch Online-Veranstaltungen geben.

Der DigitalPakt Alter, in dessen Rahmen die digitalen Erfahrungsorte gefördert werden, wurde 2021 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der BAGSO ins Leben gerufen und ist als Bündnis von Partnerorganisationen aus Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft angelegt. Ziel ist die Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe und Engagements älterer Menschen, unter anderem durch die Unterstützung beim Erlernen digitaler Kompetenzen.

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Im Februar hat die Friedrich-Naumann-Stiftung eine Online-Veranstaltung zum Thema Digitalisierung im Alter angeboten. Die Podiumsdiskussion wurde aufgenommen und steht nun jederzeit zum Abruf zur Verfügung.

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Erst kürzlich haben wir auf ein Interview des SPIEGEL mit Dagmar Hirche vom Verein Wege aus der Einsamkeit e.V. hingewiesen, in dem einige Gedanken zum dem Thema Digitalisierung im Alter genannt worden sind. Die Vereinsvorsitzende, die Senior*innen kostenlos im Umgang mit digitalen Endgeräten schult, war auch am 09. Februar Teil des Podiums der Online-Veranstaltung. Mit ihr zusammen bildeten das Podium der digitalpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Maximilian Funke-Kaiser, Nicola Röhricht von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), die dort die Geschäftsstelle Digitalpakt Alter leitet, und Luisa Lamm von der Initiative Digital für alle, die den jährlichen Digitaltag organisiert (mehr dazu hier).

In der Veranstaltungsbeschreibung heißt es: „Immer mehr verlagert sich ins Internet, immer wichtiger wird der Zugang zum WLAN. Allerdings ist bislang höchstens ein Drittel der Alten-Einrichtungen mit WLAN ausgerüstet – und kostenlos ist es fast nirgendwo. Zudem fehlt es an Schulung und Begleitung der Senioren und Seniorinnen. Was fordern sie und ihre Verbände? Wie reagieren Wirtschaft und Politik?“.

Die Podiumsdiskussion fand online über die Videokonferenz-Plattform Zoom statt und wurde aufgezeichnet. Den Mitschnitt finden Sie auf der Internetseite der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung oder direkt hier:

https://youtu.be/8yljcNZf-Ic

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Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) stellt einen Online-Ratgeber zur Verfügung, der sich mit Besonderheiten von Theaterarbeit mit älteren Menschen auseinandersetzt.

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„Seit einigen Jahren hat sich nun der Begriff des Senior*innentheaters fest in der Theaterlandschaft etabliert und führt zu einer vermehrten Aufmerksamkeit auf Themen wie ‚Soziale Teilhabe‘, ‚Aktivität‘ und ‚Gesundheit‘ im Alter durch Kunst und Kultur“, schreibt der BDAT auf seiner Internetseite. „Durch den demografischen Wandel ist es sehr wahrscheinlich, dass die Theaterarbeit mit Senior*innen noch zunehmen wird.“ Die Kulturgeragogik habe sich daher zum Ziel gesetzt, sich in diesem Bereich zu professionalisieren und Teilhabe, Lebensqualität und Zufriedenheit im Alter zu fördern.

Vor diesem Hintergrund findet sich dort ein Online-Handout, dass nach verschiedenen Stichpunkten unterteilt ist. So finden sich dort Informationen zu „Gründung einer Theatergruppe“, „Förderung beantragen“ oder auch „Senior*innentheatergruppen in Deutschland“.

Der Bund Deutscher Amateurtheater ist Dachverband von 18 Mitgliedsverbänden und rund 2.500 angeschlossenen Theaterbühnen.  „Theater für alle“ ist Leitbild des Verbands, weswegen der BDAT bürgerschaftliches Engagement fördert und sich für kulturelle Bildung durch Amateurtheater einsetzt. Seit mehr als 25 Jahren veranstaltet er auch das Qualifizierungsprogramm „Europäisches Senior*innentheater-Forum“, das auch als Dialogplattform dienen soll. Das 33. dieser Art wird im Oktober online stattfinden. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sollen im Sommer folgen.

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