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Engagement

Heute ist wieder Welt-Alzheimertag (WAT), an dem jährlich über Demenzerkrankungen aufgeklärt und auf die Situation der 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenz aufmerksam gemacht werden soll. Die „Woche der Demenz“ begleitet den WAT vom 20. bis zum 26. September.

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„Demenz – genau hinsehen!“ ist das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages und der Woche der Demenz. Unter diesem Motto will die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) als Dachverband zusammen mit anderen Engagierten am WAT und in der Woche der Demenz in Form von Veranstaltungen und Aktivitäten auf die Erkrankungen aufmerksam machen. „Damit Menschen mit Demenz teilhaben können, heißt es genau hinsehen: Langsamer reden, den Blickkontakt suchen, einfache Worte wählen, geduldig sein. Und es heißt aufmerksam sein, ob jemand im Supermarkt, im Bus, auf der Straße oder anderswo unsere Unterstützung benötigt“, heißt es von der DAlzG.

Der Welt-Alzheimertag wird seit 1994 jährlich im September begangen. „Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören“, so die Deutsche Alzheimer Gesellschaft weiter zu den Zielen des Tages und der Woche der Demenz. Weltweit haben rund 55 Millionen Menschen eine Demenzerkrankung, bis 2050 wird die Zahl Schätzungen zufolge bei rund 139 Millionen liegen.

Veranstaltungen im Rahmen des 21. September werden auch in Schleswig-Holstein angeboten. So ist beispielsweise für 14:30 Uhr in Kiel ein Vortrag von Prof. Dr. Reimer Gronemeyer geplant. Fragen wie „Wie muss das Miteinander in unserer Gesellschaft aussehen, damit jede*r teilhaben kann und im Leben bleibt? Wie verhindern wir, dass nach der Diagnose zunehmend ein Leben im Abseits droht?“ sollen dabei thematisiert werden. „Nicht nur professionelle Unterstützung, sondern das (ehrenamtliche) Engagement aller Mitmenschen des sozialen Umfelds ist zur Versorgung von Menschen mit Demenz erforderlich“, heißt es dazu weiter in der Veranstaltungsankündigung.

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Über die digitale Auftaktveranstaltung zur Vorbereitung des 13. Deutschen Seniorentages im Mai haben wir bereits berichtet. Inzwischen steht auch das Programm für den Seniorentag im November mit rund 150 Einzelveranstaltungen.

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Am 24. November wird der 13. Deutsche Seniorentag in Hannover durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Bis zum 26. November folgen dann zahlreiche Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und interaktiven Workshops. Auf einer Messe sind zudem rund 150 Austeller*innen eingeplant, die sich dort den Besucher*innen vorstellen wollen.

In einem mit über 100 Seiten sehr umfassenden Programmheft werden die Einzelveranstaltungen vorgestellt, die Sie besuchen können. Die Veranstaltungen sind in der Broschüre übersichtlich verschiedenen Themenbereichen zugeordnet. Dazu zählen unter anderem Digitalisierung und Lernen, Mobilität, Soziale Sicherheit oder Wohnen im Alter. Um aus den zahlreichen Einzelveranstaltung übersichtlicher planen zu können, welche der Veranstaltungen Sie wahrnehmen wollen, gibt es auf der Internetseite des Seniorentages die „Mein Programm“-Funktion. Damit können Sie Veranstaltungen aus der Veranstaltungsübersicht auswählen und zu „Mein Programm“ hinzufügen.

Aufgrund der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten in Verbindung mit den einzuhaltenden Abstandsregeln ist die Zahl der möglichen Teilnehmenden begrenzt. Der Verkauf der Eintrittskarten startet ab Mitte September. Eine Tageskarte kostet 15,00 Euro, das Drei-Tage-Ticket ist für 30,00 Euro erhältlich (Ermäßigungen z.B. bei größeren Gruppen möglich).

Organisiert werden die Deutschen Seniorentage von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation, unter deren Dach rund 120 Verbände und Vereine zusammengefasst sind, die sich für die Belange älterer Menschen einsetzen. Der letzte Seniorentag fand 2018 in Dortmund statt.

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Das Bündnis für Gemeinnützigkeit hat auch mit Blick auf die kommende Legislaturperiode ein Forderungspapier vorgelegt. Darin setzen sich die Dachverbände und Organisationen unter anderem für eine nachhaltige Infrastruktur und mehr Rechtssicherheit für freiwillig Engagierte ein.

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In Deutschland sind knapp 30 Millionen Menschen bürgerschaftlich engagiert. Sie stellen einen unverzichtbaren Teil des gesellschaftlichen Lebens sicher, beispielsweise in den Bereichen Kultur, Umweltschutz oder in Sportvereinen. Laut Bündnis für Gemeinnützigkeit brauche es „dringend deutlichere Signale von Politik und Verwaltung, dass diese Leistung tatsächlich anerkannt und unterstützt wird“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Zuletzt hätten unter anderem die Pandemie und die Flutkatastrophe die Unverzichtbarkeit des Ehrenamts unter Beweis gestellt.

Im Hinblick auf die anstehende 20. Legislaturperiode hat das Bündnis in einem Forderungspapier neuen Handlungsfelder definiert, mit denen die Politik dazu aufgerufen werden soll, das „hohe Potenzial bürgerschaftlichen Engagements weiter zu fördern und die Engagierten und gemeinnützigen Organisationen als Partner von Politik und Verwaltung auf Augenhöhe einzubinden.“

Konkret fordern die Verbände und Organisationen in dem mehrseitigen Forderungspapier:

  • Engagementpolitik als Querschnittspolitik mit starker Koordination weiterentwickeln
  • Vollausschuss Bürgerschaftliches Engagement in der 20. Legislaturperiode einrichten
  • Rechtsicheren, unbürokratischen, engagementförderlichen Rechtsrahmen schaffen
  • Enquete-Kommission zum Beitrag bürgerschaftlichen Engagements für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen einsetzen
  • Gesetz für eine wehrhafte Demokratie verabschieden
  • Verlässliche Unterstützung engagementfördernder Infrastrukturen
  • Förderung digitaler Kompetenzen im Engagement stärken
  • Freiwilligendienste weiterentwickeln
  • Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt – bestehende Angebote der Zivilgesellschaft gemeinsam sichern und weiterentwickeln

Alle neun Handlungsfelder werden in der Veröffentlichung näher erläutert und konkretisiert. Ebenso unterbreitet das Bündnis konkrete Formulierungsvorschläge für mögliche Gesetzesänderungen, die die Rahmenbedingungen des Ehrenamts zu verbessern sollen.

Das Bündnis für Gemeinnützigkeit ist ein Zusammenschluss verschiedener Dachverbände und Organisationen wie dem Deutschen Kulturrat oder dem Bundesverband Deutscher Stiftungen. Auch die BAGSO, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, ist Teil des Bündnisses. Das Forderungspapier wurde unter anderem an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien weitergeleitet – auch in den nach der Bundestagswahl anstehenden Koalitionsverhandlungen sollen die Positionen Berücksichtigung finden.

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In einem zweiten Bericht zur Umsetzung der Vereinbarungen, die die Bundesregierung im Zuge der Konzertierten Aktion Pflege zur Stärkung der Pflege getroffen hatten, wird Bilanz gezogen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) spricht von „echten Verbesserungen“ für die Pflegekräfte.

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In dem im August vorgelegten, 120-seitigen Bericht gibt die Bundesregierung Auskunft über den Umsetzungsstand von Maßnahmen zur Stärkung der Pflege. Dabei geht es insbesondere um die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und die Steigerung der Attraktivität der Berufe. Auf die Maßnahmen hatten sich das Bundesgesundheits-, das Bundesarbeits- und das Bundesfamilienministerium zusammen mit Partner*innen aus dem Pflegebereich im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) geeinigt. Diese wurde 2018 ins Leben gerufen und hatte 2019 ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Die Regierung stellt sich bei der bisherigen Umsetzung selbst ein gutes Zeugnis aus: „Mit der Konzertierten Aktion Pflege haben wir Bewegung in eine über lange Jahre festgefahrene Debatte gebracht und für die Pflegerinnen und Pfleger echte Verbesserungen geschaffen“, äußerte sich beispielsweise der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Veröffentlichung des Berichts. Dabei beruft er sich unter anderem auf die bundesweit einheitlichen Mindestlöhne, die ab September nächsten Jahres in der Pflege gelten. Ab diesem Zeitpunkt sollen nur noch Pflegeeinrichtungen zugelassen werden, die mindestens nach einem Pflegetarifvertrag bezahlen. „Pflege war, ist und bleibt in einer alternden Gesellschaft eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Themen. Das hat die Pandemie uns allen deutlich vor Augen geführt“, unterstreicht auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bedeutung des Themas.

Konkret habe es in dieser Legislaturperiode laut Zahlen des zweiten Umsetzungsberichts mehr Personal für die Pflege gegeben (in der Altenpflege rund 10 Prozent mehr), die Löhne seien je nach Pflegebereich im Schnitt um 9,8 bis 15,6 Prozent gestiegen und insgesamt hätten über 57.000 Menschen im Jahr 2020 mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung begonnen. Weitere Maßnahmen werden im Bericht zum Stand der Umsetzung erläutert. Ob diese ausreichen werden, um die großen Herausforderungen in der Pflege zu bewältigen, wird sich erst in der Zukunft zeigen.

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Durch die „Volunteer Awards“ (übersetzt etwa Ehrenamtspreis) sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich freiwillig in besonderer Weise für die Gesellschaft engagieren. Zu den Finalist*innen, aus denen am 4. September 2021 die Gewinner*innen bekannt gegeben werden, zählt auch die 1. Vorsitzende vom Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V.“.

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Neben dem Deutschen Engagementpreis, der auch durch das Bundesfamilienministerium gefördert wird, gibt es eine Reihe weiterer Auszeichnungen und Preise, die engagierte Menschen in den Mittelpunkt stellen. So auch bei den Volunteer Awards. „Sie helfen alten Menschen durch die Coronakrise, retten bedrohte Tierarten oder spenden Wärme für Menschen ohne Obdach“, heißt es auf der Internetseite der „Awards“. „Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig für unsere Gesellschaft. Diese besonderen Menschen verdienen besondere Anerkennung!“.

Eine Jury entscheidet über die Gewinner*innen in sechs Kategorien, die auf der Internetseite aufgelistet sind. Darunter die Kategorien „Social Innovater“ („Ein Mensch, der mit neuen Ideen und sozialen Innovationen große Wirkung für die Gesellschaft erzielt“) oder „Volunteer for Future“ („Ein Mensch, der sich in besonderer Weise für unseren Planeten und unsere Natur engagiert“). In der Kategorie „Digital Hero“ wird zudem eine Person ausgezeichnet, die „sich in der digitalen Welt auf besondere Weise und mit großer Wirkung engagiert.“ In allen Kategorien gibt es drei nominierte Finalist*innen, aus denen jeweils eine Person durch die Jury ausgewählt wird.

Unter dem Stichwort „Digital Hero“ gehört auch Dagmar Hirche zu den Nominierten. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Vereins „Wege aus der Einsamkeit e.V.“, über den wir auch auf diesem Portal häufiger berichtet hatten. Zuletzt insbesondere über den Einsatz des Vereins, ältere Menschen beim Umgang mit digitalen Medien auch in Pandemiezeiten weiterhin zu unterstützen. „Sie [Dagmar Hirche] setzt sich unermüdlich für das Recht auf digitale Teilhabe von Senior:innen ein“, heißt es in der Beschreibung, mit der sie von ihrem Team für den Preis vorgeschlagen wurde.

„Mit ihrer kompetenten, geduldigen und humorvollen Art und Weise gibt sie seit Jahren analog und seit Corona auch digital u.a. kostenfreie Schulungen für praktisches Wissen rund um Smartphone, Tablet und das Internet“, so weiter in der Begründung für ihre Nominierung. Die weiteren Finalist*innen und ihr Engagement aus den verschiedenen Kategorien werden dort ebenfalls vorgestellt.

Abgesehen von den Jury-Entscheidungen läuft seit dem 23. August auch die Abstimmung zum Publikumspreis („Volunteer of the Year 2021“), die mit der Preisverleihung am 4. September endet. Neben einem Preisgeld von 2.000 Euro für den oder die Gewinner*in des Publikumspreises als Förderung des Engagements erhalten die Gewinner*innen der Einzelkategorien unter anderem ein Video über die eigene Organisation sowie ein Gruppencoaching zum Thema Online-Teambuilding.

Die Verleihung der Auszeichnungen findet am 4. September in Berlin statt und soll als Livestream auch im Internet übertragen werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite, auf der Sie sich auch für den Newsletter anmelden können.

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Am 5. November bietet die Stiftung Mitarbeit ein Seminar an, bei dem es um Grundlagen des sogenannten Verwendungsnachweises und der Abrechnung von Projektmitteln für Initiativen, Projekte und Vereine geht. Die Veranstaltung wird digital stattfinden.

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„Der Verwendungsnachweis: (k)ein Buch mit 7 Siegeln – Projektmittel richtig abrechnen für Initiativen, Vereine und Projekte“ ist der Titel des Online-Seminars, welches für den 5. November in der Zeit von 17:00 bis 19:30 Uhr geplant ist.

Dabei sollen Grundlagen vermittelt werden, wie ein Verwendungsnachweis angefertigt werden kann und Projektmittel richtig abgerechnet werden. „Denn obwohl sich die formalen Anforderungen vieler Förderer in Details unterscheiden, lassen sich Grundprinzipien formulieren, die bei jeder Förderabrechnung zu beachten sind“, heißt es dazu von der Stiftung Mitarbeit zur Veranstaltung auf der Internetseite. Dabei geht es auch um Grundzüge der typischen Förderszenarien in Deutschland wie den Bewilligungsbedingungen oder Förderzeiträumen. „Außerdem wird beleuchtet, wie sich organisatorisch eine gute interne Förderabwicklung sicherstellen lässt und warum für die Struktur und Formulierung des inhaltlichen Berichtes auch die finanzielle Seite eine wichtige Rolle spielt.“

Anmelden können Sie sich über das Online-Anmeldeformular, es wird eine Teilnahmegebühr von 40,00 Euro erhoben. Das digitale Seminar wird über das kostenfreie Kommunikationsprogramm „Alfaview“ angeboten. Weitere Informationen zu den technischen Voraussetzungen sowie zu den Inhalten der Veranstaltung finden Sie ebenfalls auf der Internetseite der Stiftung.

Die Stiftung Mitarbeit will unter anderem durch Öffentlichkeitsarbeit, Modellvorhaben oder Starthilfezuschüsse „Menschen ermutigen, Eigeninitiative zu entwickeln und sich an der Lösung von Gemeinschaftsaufgaben zu beteiligen“, wie die Stiftung selbst auf ihrer Internetseite die Ideen und Ziele beschreibt. Dabei ginge es um eine „Demokratieentwicklung von unten“. Die Stiftung wurde 1963 gegründet und sieht sich als parteipolitisch unabhängig an.

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Der Deutsche Evangelische Frauenbund e.V. (DEF) fordert, neben dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) eine gleichwertige Kennziffer auch für Leistungen bereitzustellen, die durch Ehrenamt oder private Haushalte unentgeltlich erbracht werden.

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Im Rahmen der DEF-Tagung „Rahmenbedingungen zur Stärkung des Ehrenamtes“ im Juli 2021 fordert der Frauenbund neben dem BIP eine gleichwertige Darstellung auch für unentgeltliche Leistungen von Privathaushalten oder durch bürgerschaftliches Engagement. „Es ist höchste Zeit, die Arbeit in Privathaushalten und im bürgerschaftlichen Engagement sichtbar zu machen“, heißt es entsprechend in der Presseerklärung. Bislang würden nur marktvermittelte Leistungen in Form des Bruttoinlandsprodukts dargestellt werden, Güter und Dienstleistungen, die nicht marktvermittelt sind, blieben dabei unberücksichtigt.

Der Wohlstand einer Gesellschaft ließe sich nicht nur über Angaben wie ein BIP messen. „Es geht darum, die Lebensleistungen unabhängig von Geschlecht, Leistungsort und Bezahlung zu würdigen“, argumentiert der DEF. Konkret fordert der Verein von der Politik die Einführung eines „Privat-Haushaltsbezogenes Inlands-Produkt (PHIP)“, welches regelmäßig zusammen mit dem BIP veröffentlicht werden soll. Diese Zahl könnte zum Beispiel „aus den repräsentativen Zeitverwendungsstudien des Statistischen Bundesamtes“ berechnet werden.

In Deutschland sind nach Angaben der Bundesregierung rund 31 Millionen Menschen ehrenamtlich engagiert. Auch das Engagement Älterer stieg in den letzten Jahren an, über das Engagement hochaltriger Menschen gibt ein im März erschienenes Buch der Stiftung ProAlter einen beispielhaften Einblick.

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Mit einer neuen Landesberatungsstelle fördert das Land Hessen künftig die Koordination von Initiativen, die sich für gemeinschaftliches Wohnen einsetzen.

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Wenn Menschen zusammen ein Wohnprojekt organisieren wollen, bedarf es einer Menge Planung von Gruppen- und Bauprozessen. Dafür braucht es Initiativen und einen Erfahrungsaustausch zwischen existierenden Projekten. Eine neu geschaffene Beratungsstelle in Hessen soll dabei helfen, entsprechende Initiativen zu unterstützen und zusammenzubringen.

„Die Landesberatungsstelle unterstützt Initiativen beim Aufbau und bei ihrer Weiterentwicklung. Als Koordinatorin für gemeinschaftliches Wohnen vernetzt sie die verschiedenen Akteur:innen, macht hessische Netzwerke und Beratungsstellen sichtbar und bietet mit diesen zusammen Veranstaltungsformate an“, heißt es selbstbeschreibend auf der sich noch im Aufbau befindenden Internetseite der Beratungsstelle. Neben der Vernetzung und den Informationsveranstaltungen biete die Beratungsstelle „fallbezogene Erstberatungen“ an.

Eingerichtet wird die Landesberatungsstelle im Auftrag des Landesministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, während das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. für deren Betrieb zuständig ist. Dem Netzwerk gehören nach eigenen Angaben über 100 Projekte aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region an, wobei der Beratungsbedarf weit über die Regionen hinausgehe: „Wir erhalten zunehmend Beratungsanfragen auch aus anderen Landesteilen Hessens“, so Birgit Kasper, Stadtplanerin und Leiterin der Koordinations- und Beratungsstelle des Vereins. „Es freut uns sehr, dass wir mit der Landesberatungsstelle das Thema in die ganz unterschiedlichen Räume Hessens mit ihren jeweils spezifischen Bedarfen tragen können“.

Das Thema gemeinschaftlicher Wohnprojekte wird auch für Senior*innen bedeutender, da es immer mehr solcher Projekte auch im höheren Alter gibt. Beispiele dafür sind neben „Senioren-WGs“ auch Formen des Mehrgenerationen-Wohnens. Hier finden Sie einige Beispiele. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Veranstaltung zu Rechtsformen gemeinschaftlicher Wohnprojekte am 24. August 2021.

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Die Analyse der Beschlüsse des Altenparlaments ist Teil der wissenschaftlichen Begleitung des Landesseniorenrates Schleswig-Holstein e.V. (LSR). Die Begleitung wird durch das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft e.V. (DISW) durchgeführt. In der Analyse wurden mögliche politische Folgen der Beschlüsse der Altenparlamente aus dem Jahr 2018 aufgezeigt. Dabei wurden die Beschlüsse untersucht, welche aus Anträgen des LSR an das Altenparlament hervorgegangen sind.

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Die Vorgehensweise, Zielsetzung und Verwendung der Analyse wurden - auch zur besseren Vergleichbarkeit - im Vergleich zur Analyse des Vorjahres nicht verändert.

Ergebnisse

15 Beschlüsse des Altenparlaments 2018 wurden in der vorliegenden Ausarbeitung untersucht. Die Anzahl der untersuchten Beschlüsse hat sich zum Vorjahr reduziert. Dies liegt vor allem an der reduzierten Gesamtanzahl der eingereichten Anträge, aber auch an der Zusammenlegung einzelner Anträge.

Im Vergleich zwischen Bundes- und Landesebene lässt sich feststellen, dass auf der Landesebene deutlich häufiger Diskussionen angekündigt werden. Es könnte sich für die beteiligten Seniorenvertretungen – vor allem dem LSR – lohnen, bei den entsprechenden Akteur*innen die Ergebnisse der ankündigten Diskussionen einzuholen bzw. an den noch ausstehenden Entscheidungsprozess zu erinnern.

Landesebene

Auf der Landesebene reichten Grüne, FDP, SSW und die AfD zu allen Beschlüssen Stellungnahmen ein. Das jeweils zuständige Ministerium, die SPD und die CDU reagierten auf jeweils einen Beschluss nicht. In Ausschüssen wurde vier Beschlüsse thematisiert, im Landtag kamen inhaltlich sieben Beschlüsse zur Sprache.

Bei SPD und Grünen ist die Zustimmung im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin leicht angestiegen.

Bei SPD, Grünen und FDP ist der Anteil der neutralen Rückmeldungen gesunken. Bei CDU und SSW ist dieser Anteil leicht gestiegen.

Im Jahr 2018 haben – erstmals seit 2015 – alle im Landtag vertretenen Parteien zu beinahe allen Beschlüssen des 30. Altenparlaments Stellung genommen. Bei der AfD – welche sich im Vorjahr seltener geäußert hatte – hat sich vor allem der Anteil der kritischen Rückmeldungen erhöht.

Aus den zuständigen Ministerien kamen überwiegend kritische und neutrale Rückmeldungen. In den Ausschüssen des Landtages und im Landtag selbst konnte häufiger als in den Vorjahren eine Befassung mit den Inhalten der Beschlüsse ausgemacht werden.

Bundesebene

Auf der Bundesebene reagierten Bundestagesabgeordnete bzw. Landesgruppen der Bundestagsfraktionen von SPD, Linke und Grüne auf alle Beschlüsse des Altenparlaments. Die CDU reagierte auf sechs Beschlüsse, die FDP und AfD nahmen zu jeweils einem der Beschlüsse Stellung. Im Bundestag wurden thematisch vier Beschlüsse behandelt.

Wie in den Vorjahren haben sich SPD, Linke und Grüne am häufigsten zu den Beschlüssen des Altenparlaments geäußert. Die Linke nimmt weiterhin am häufigsten eine zustimmende Stellung zu den Beschlüssen des Altenparlamentes. Grüne und vor allem SPD nahmen häufiger eine neutralere Position ein. Das lag zum Teil daran, dass aus den Rückmeldungen nicht immer eine klare Positionierung ablesbar war.

Aus der Landesgruppe der CDU sind die Reaktionen deutlich seltener und nehmen eine eher neutrale Haltung ein. Die zustimmenden und ablehnenden Reaktionen sind im vorliegenden Berichtsjahr zurückgegangen.

FDP und AfD reagieren wie schon bei den Beschlüssen des Jahres 2017 mit Abstand am seltensten auf die Beschlüsse des Altenparlamentes. Beide Landesgruppen der Parteien haben nur – ablehnend – auf den ersten Beschluss aus den Reihen des LSR reagiert.

Im Bundestag ist weiterhin eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen. Es wird sich etwas häufiger mit Themen befasst, die im Altenparlament Schleswig-Holsteins durch den LSR eingebracht wurden.

Gesamtbericht

Der gesamte Bericht kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

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Im Rahmen des Projekts „Digitale Nachbarn“ haben Senior*innen in der rheinland-pfälzischen Stadt Zweibrücken digitale Sprachassistenten ausgehändigt bekommen, mit denen Gespräche möglich waren und der Alltag erleichtert werden sollte. Doch kann das technische Hilfsmittel wirklich Einsamkeit verringern?

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Tatsächlich fühlten sich die Senior*innen durch die Nutzung eines Sprachassistenzsystems weniger einsam. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls das Modellprojekt „Digitale Nachbarn“. In dem rund 40-seitigen Evaluationsbericht des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (Fraunhofer IESE) heißt es zu dem Projekt: „Obwohl jeder weiß, dass das Gerät nur eine Maschine ist, die sprechen kann, fühlt es sich für einige Teilnehmenden wie eine tatsächliche Person an, die die Einsamkeit verringern kann. Dies zeigt sehr deutlich, wie gut die Teilnehmenden diesen virtuellen Assistenten angenommen haben.“ Neben Fraunhofer IESE waren auch der Kreisverband Südwestpfalz des Deutschen Roten Kreuzes und dessen Landesverband Rheinland-Pfalz sowie die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz an dem Projekt beteiligt.

Die Senior*innen hatten im Frühjahr 2019 durch die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellte Sprachassistenten mit integrierter Kamera und Display bekommen, mit dem auch Videotelefonate geführt werden können. In wöchentlichen Treffen wurden die Geräte dann erklärt.

Ein solches Gerät steht in der Wohnung und kann angesprochen werden. Auf das Gesagte folgt dann die Antwort einer automatisch generierten Stimme. Da es eine Internetverbindung nutzt, kann es beispielsweise auf Fragen nach Neuigkeiten, dem zu erwartenden Wetter oder der nächsten Busverbindung antworten. Gleichzeitig kann man beispielsweise auch den Namen eingespeicherter Kontakte nennen, die man dann über das Internet mit Bild und Ton anrufen kann. Auch Erinnerungen durch das Assistenzsystem sind möglich, zum Beispiel zur Einnahme von Medikamenten oder zum Schließen der Fenster, bevor man das Haus verlässt.

Evaluiert wurde das Nutzungserlebnis durch Kaffeerunden und Einzelinterviews. Durch die sich spätestens seit Februar/März 2020 ausbreitende Corona-Pandemie musste dieses Verfahren allerdings auf Videotelefonate umgestellt werden. Der Vorteil: Diese kannten die Teilnehmenden durch das Projekt bereits.

Durch die Pandemie wurde das Projekt noch aktueller. „Natürlich wirkten sich die Sorgen um das neuartige Coronavirus auf das Gemüt der Teilnehmer negativ aus, gleichzeitig wurde aber auch stets betont, dass durch das Gerät es ihnen besser möglich ist zu ihrem sozialen Umfeld Kontakt zu halten als andere Personen aus ihrer Altersklasse, die ein solches Gerät nicht besaßen“, so der Evaluationsbericht. „Damit kann trotz erheblicher Kontaktbeschränkungen im Jahr 2020 und der hochriskanten Situation für Senioren trotzdem gesagt werden, dass die Einsamkeit der Teilnehmer verringert werden konnte.“

Bei der Beurteilung der Frage, inwieweit digitale Sprachassistenten auch über ein solches Projekt hinaus in der Breite Einsamkeitsempfinden im Alter entgegenwirken können, darf nicht vergessen werden, dass die Teilnehmer*innen des Modellprojekts begleitet wurden. Sie erhielten Unterstützung z.B. in Form einer Erklärung, wie die Geräte überhaupt funktionieren. Schwieriger könnten diese Grundvoraussetzungen bei Älteren sein, die kaum mehr über technisch ausreichend erfahrene Kontakte verfügen.

Außerdem sind auch die Kosten nicht zu vernachlässigen: Ein vergleichbares Gerät wie die, die im Projekt „Digitale Nachbarn“ zur Verfügung gestellt wurden, kostet im Handel momentan rund 130 Euro. Ohne Internetverbindung ist dieses allerdings noch nutzlos. Hinzu kommen für Personen ohne Internetanschluss also noch monatliche Kosten, je nach Anbieter und Tarif.

Auch aus datenschutzrechtlicher Perspektive sind Sprachassistenten immer wieder in der Kritik. Das damit auch die Kontrolle über sensible Daten verloren gehen könnten, sollte nicht vernachlässigt werden. Immerhin wird mit den Geräten auch ein ständig aktives Mikrofon in die eigenen vier Wände gestellt, welches in der Regel von Privatkonzernen mit eigenen Marktinteressen bereitgestellt wird.

Es bleibt also festzuhalten, dass heutige Sprachassistenzsysteme sicherlich keine Lösung für Einsamkeit im Alter darstellen können, zumal diese auch nicht die eigentliche Einsamkeit, sondern nur das Einsamkeitsgefühl reduzieren können. Dennoch – und das hat das rheinland-pfälzische Modellprojekt eindrücklich gezeigt – können entsprechende technische Hilfsmittel im Alltag älterer Menschen einen erheblichen positiven Beitrag leisten.

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