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Engagiertes Leben

Gesellschaftliches Engagement fördert ein demokratisches Miteinander und kann nur durch die freiwilligen Beiträge von Millionen Bürger*innen gelingen. Angesichts diverser politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen der vergangenen Jahre gewinnt das Ehrenamt zusätzlich an Bedeutung. Menschen in prekären Situationen profitieren durch die entstehenden Angebote und Projekte.

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2025 wurden hierzulande über 20.000 gemeinnützige Aktionen allein von der Mitmach-Kampagne Engagement macht stark! durchgeführt. Sie fanden im Rahmen der alljährlichen Woche des bürgerschaftlichen Engagements im September statt – der Schwerpunkt lag dieses Mal auf dem Thema Einsamkeit, das noch immer starken gesellschaftlichen Tabus unterliegt. So bot die Stiftung nebenan.de, welche sich für Netzwerkarbeit unter Nachbar*innen einsetz, in Berlin einen vielfältigen Thementag rund um Einsamkeit an. Durch ein abwechslungsreiches und kreatives Programm, bestehend aus Vorträgen, Workshops und spielerischen Aktionen konnten Besucher*innen neue Impulse für das Kennenlernen neuer Menschen gewinnen.

Auch die Veranstaltung ConnectNow - gemeinsam nicht einsam in Hamburg hat mit unzähligen Angeboten tausende Interessierte angelockt. Hier standen hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene im Fokus – eine Altersgruppe, die ebenfalls häufig mit sozialer Isolation zu kämpfen hat. Durch Diskussionsrunden wie auch durch zahlreiche künstlerisch angehauchte Projekte bestand auch für die junge Generation die Möglichkeit um eine Sensibilisierung für das Thema Einsamkeit inklusive psychischer Gesundheit und ggf. das Schließen von Freundschaften. Organisiert und durchgeführt wurde das Programm durch die Bertelsmann-Stiftung und die BürgerStiftung Hamburg.

Dabei wurde auch wieder ein offizieller Engagement-Botschafter ernannt, der durch außergewöhnliche Verdienste für das Gemeinwohl seitens der Kampagne als Vorbild betrachtet wird. In diesem Jahr war dies Tim Kramer aus Bochum, Mitbegründer des Vereins Vereint Bochum. Angetrieben von seinen eigenen Erfahrungen mit Einsamkeit, setzt er sich zum Ziel, Menschen zusammenzuführen und dazu zu ermutigen, das Thema offen zu kommunizieren anstatt sich dafür zu schämen. In einem Interview erläutert Kramer den Kern seiner Mission: „Viele Menschen erhalten nicht die Wertschätzung, die sie verdienen. Schon kleine Gesten können die Welt verändern. Ich möchte allen mitgeben: Wir sollten besser aufeinander achten“.

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Politische Beteiligung im späteren Lebensalter ist in Deutschland insgesamt eher selten. Nur ein kleiner Teil der Menschen ab etwa 40 Jahren engagiert sich aktiv in Parteien oder Bürgerinitiativen. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen jedoch deutlich, dass nicht das Alter allein über politische Aktivität entscheidet, sondern vor allem soziale Ungleichheiten, insbesondere der Bildungsstand.

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Datengrundlage der Untersuchungen

Die Aussagen beruhen auf empirischen Analysen des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA). Grundlage ist der Deutsche Alterssurvey (DEAS), eine bundesweit repräsentative sozialwissenschaftliche Langzeitstudie. Der DEAS befragt seit den 1990er-Jahren regelmäßig mehrere Tausend Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu ihren Lebensbedingungen, Einstellungen und ihrem gesellschaftlichen Engagement.

Für die hier zusammengefassten Ergebnisse wurden Daten von Personen ab etwa 40 Jahren ausgewertet. Der Survey ermöglicht es, politische Beteiligung differenziert nach Alter, Bildung, Geschlecht, Einkommen und Region (Ost-/Westdeutschland) zu untersuchen. Dadurch lassen sich nicht nur Altersunterschiede, sondern auch soziale Ungleichheiten zuverlässig abbilden.

Bildung als zentraler Einflussfaktor

Die Auswertungen des Alterssurveys zeigen, dass der Bildungsstand den stärksten Einfluss auf politisches Engagement im Alter hat. Menschen mit höherer formaler Bildung sind deutlich häufiger Mitglied in Parteien oder aktiv in Bürgerinitiativen als Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss. Besonders im Rentenalter wird dieser Unterschied sichtbar, da gut ausgebildete Personen langfristig bessere Zugänge zu politischen Strukturen haben.

Alter und Formen der Beteiligung

Zwar steigt die Wahrscheinlichkeit einer Parteimitgliedschaft mit zunehmendem Alter leicht an, doch dieser Effekt betrifft vor allem formal gebildetere Gruppen. Jüngere Altersgruppen beteiligen sich seltener an Parteien, sind aber etwas häufiger in zeitlich begrenzten und themenbezogenen Initiativen aktiv. Der Alterssurvey erlaubt es, diese Unterschiede zwischen konventionellen (Parteien) und unkonventionellen Beteiligungsformen systematisch zu vergleichen.

Weitere soziale Unterschiede

Neben Bildung zeigen die DEAS-Daten deutliche Unterschiede nach Einkommen, Geschlecht und Region. Menschen mit höherem Einkommen engagieren sich häufiger politisch als Personen mit geringem finanziellen Spielraum. Männer sind insbesondere in Parteien stärker vertreten als Frauen. Zudem ist politische Beteiligung in Westdeutschland verbreiteter als in Ostdeutschland.

Bedeutung der Ergebnisse

Die auf dem Deutschen Alterssurvey basierenden Befunde machen deutlich, dass politische Teilhabe im Alter sozial ungleich verteilt ist. Für eine funktionierende Demokratie bedeutet dies eine Herausforderung: Politische Organisationen müssen niedrigschwellige Zugänge schaffen, um auch Menschen mit einer formal geringeren Bildung oder weniger Ressourcen einzubeziehen. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die wichtige Rolle von lebenslangem Lernen und politischer Bildung, um Beteiligungschancen über den gesamten Lebensverlauf hinweg zu verbessern.

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In einer Pressemitteilung vom 3. Dezember hat Samiah El Samadoni, die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, alle sozialrechtlichen Änderungen für das neue Jahr aufgeführt. Neben Themen wie Bürgergeld und BAföG werden einige der ab 2026 geltenden Regelungen sich auch auf Senior*innen auswirken.

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Zum Einen sind Umstrukturierungen in der sozialen Pflegeversicherung geplant. Gesetzlich Versicherte zahlen weiterhin Beiträge in Höhe von 3,6 % ein, privat Versicherte sollen dagegen aufgrund der gestiegenen Leistungsabgaben deutlich mehr als bislang in die Pflegekassen einzahlen – die genaue Höhe hängt von mehreren Faktoren ab. Das für die GPV verfügbare Darlehen der Bundesregierung wird mehr als verdoppelt und beträgt ab dem neuen Jahr somit 3,2 Milliarden Euro. Mit dieser Maßnahme wird sich das Umgehen von Leistungskürzungen erhofft.

Darüber hinaus gab es Initiativen, die Vorschriften um den verpflichtenden Beratungsbesuch für Pflegebedürftige nach §37 Abs. 3 SGB XI zu lockern, doch eine Umsetzung dessen steht noch nicht endgültig fest. Betroffen wären Leistungsberechtigte mit Pflegegrad 2 bis 5, welche bis auf das reguläre Pflegegeld keine weiteren Leistungen in Anspruch nehmen.

Ferner tritt mit Beginn des Jahres 2026 das Aktivrentegesetz in Kraft, welches immer wieder Gegenstand lebhafter politischer Debatten war. Es erlaubt Personen, welche das Renteneintrittsalter bereits erreicht haben, über den Ruhestand hinaus für bis zu 2.000 € monatlich einer Beschäftigung nachgehen zu können, ohne dass dabei Steuern anfallen. Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung sollen jedoch auch in der Aktivrente gezahlt werden. Mit der Verabschiedung des Gesetzes beabsichtigt die schwarz-rote Bundesregierung eine Stärkung der Wirtschaft.

Ab dem 1. Juli 2026 sollen die Renten um etwa 3,7% steigen, was ziemlich genau dem Wert des Vorjahres entspricht. Die genaue Höhe des Anstiegs wird von der Bundesregierung im kommenden Frühjahr bekanntgegeben, sobald die Werte der Lohnentwicklung des Vorjahres feststehen.

Auch Menschen mit Behinderungen werden die gesetzlichen Neuerungen voraussichtlich zu spüren bekommen. So wird der Behindertenpauschbetrag, der Betroffenen zusteht, um diese bei anfallenden Kosten im Rahmen ihrer Behinderung vor zusätzlichen Steuern zu bewahren, ab 2026 nur noch in elektronischer Form beantragt werden dürfen. Zudem können Menschen mit einer schweren Behinderung ab dem neuen Jahr erst mit 65 Jahren abschlagfrei in Rente gehen, was einer Verschiebung um zwei Jahre nach hinten entspricht. Das im vergangenen Sommer in Kraft getretene Barrierefreiheitsstärkungsgesetz soll ab Januar konsequenter verfolgt werden – primär sollen digitale Endgeräte sowie zugehörige Apps und Websites ab sofort flächendeckender über Barrierefreiheit verfügen und damit benutzerfreundlicher werden.

Die Pressemitteilung mit allen nennenswerten Änderungen des Sozialrechts zum Nachlesen können Sie online abrufen.

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Seit inzwischen 30 Jahren setzt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) für die gleichberechtigte Teilhabe und älterer Menschen in Deutschland ein. Das Netzwerk mit Sitz in Bonn besteht heutzutage aus bundesweit rund 500 Seniorenbüros und feiert in Kürze sein 30-jähriges Bestehen in Form der alljährlichen Fachtagung, welche dieses Jahr in Hannover stattfinden wird.

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Ziel der Seniorenbüros ist die Förderung eines zufriedenen, gesunden und selbstbestimmten Alterns, inklusive des Ehrenamtes älterer Menschen. Alle Generationen sollen zu ehrenamtlich tätiger Arbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten motiviert werden, um so die Community aktiv mitzugestalten, Begegnungen zu schaffen und zum Gemeinwesen beizutragen. Marginalisierungen und Benachteiligungen einzelner Personen(gruppen) sollen auf diese Art und Weise aufgelöst werden.

Senior*innen und deren Angehörige können die Dienste der Seniorenbüros für sämtliche mit dem Altern zusammenhängende Angelegenheiten nutzen, so etwa bei Fragen zur Pflege, zum barrierefreien Wohnen oder zur Rente. Beratungen und Fortbildungen zählen dabei genauso zu den Angeboten der Seniorenbüros wie kleinräumige Projekte für die ältere Generation, die zum Mitmachen einladen. Das Altern unter negativen Faktoren wie etwa Einsamkeit, Krankheit oder finanzieller Not soll durch die Arbeit der Seniorenbüros verhindert werden.

Zum 29. Mal lädt die BaS zu ihrer Jahresfachtagung ein. Am 25. und 26. November 2025 wird an mehreren Orten innerhalb Hannovers unter dem Motto „Gesellschaft im Wandel. Der Beitrag älterer Menschen und der Seniorenbüros“ gemeinsam mit diversen Vertreter*innen der Seniorenbüros, aber auch mit Politiker*innen und Forscher*innen über die Frage diskutiert, wie sich eine zukunftsfähige Seniorenarbeit gestalten lassen könne und welche Schritte es hierfür braucht. Dabei wird die Rolle der Seniorenbüros – auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der stetig voranschreitenden Digitalisierung – miteinbezogen.

Die Fachtagung beinhaltet mehrere Vorträge und Diskussionsrunden zu diversen Themen rund um das inklusive und partizipative Altern und Zusammenleben mit anderen Generationen. Interne wie externe Referent*innen stellen sich als Impulsgeber*innen zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie in der Programmübersicht.

Sie können sich zur Teilnahme an der Fachtagung anmelden. Die Kosten (ohne Übernachtung) belaufen sich dafür auf 180 Euro, Mitglieder der BaS zahlen 50 Euro weniger. Für die Verpflegung fallen keine zusätzlichen Kosten an.

Darüber hinaus hat die BaS alle Standorte der Seniorenbüros aufgelistet, damit Sie schnell und einfach Ihren lokalen Ansprechpartner vor Ort ausfindig machen können.

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In vielen unserer Beiträge haben wir über neue Beschlüsse des Altenparlaments von Schleswig-Holstein informiert, bisher jedoch kaum über das vergleichbare Altenparlament im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns. Das Bundesland im äußeren Nordosten Deutschlands verfügt – ebenfalls unter dem Begriff Altenparlament – über ein Projekt zur Stärkung der politischen Partizipation älterer Menschen auf Landesebene.

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Beide Altenparlamente sind nach demselben Schema aufgebaut: Vertreter*innen von Organisationen und Vereine für Senior*innen, aber auch ältere Menschen selbst werden für einen Tag in ihren jeweiligen Landtag eingeladen, um dort in den gemeinsamen Austausch mit Abgeordneten der Landtagsfraktionen zu kommen. Das übergeordnete Ziel ist in beiden Fällen die konzentriere Einbindung von Seniorenpolitik in politische Entscheidungen und Beschlüsse beider Länder – mit Blick auf die tatsächlichen Bedürfnisse und Anliegen der älteren Bevölkerung. Sogar die Aufteilung in drei Arbeitskreise lässt sich sowohl in Kiel als auch in Schwerin finden.

Schleswig-Holstein war 1989 das erste Bundesland, welches das Altenparlament initiierte, bevor Mecklenburg-Vorpommern zehn Jahre später folgte. Zudem findet das Altenparlament Schleswig-Holsteins seit seiner Gründung jährlich statt, wohingegen Mecklenburg-Vorpommern alle zwei Jahre das Altenparlament im Landtag begrüßt. Während das vergangene Altenparlament Schleswig-Holsteins erst vor wenigen Wochen tagte, ist dies in Mecklenburg-Vorpommern bereits ein knappes Jahr her. Beide Länder haben für den Herbst nächsten Jahres ihr nächstes Altenparlament vorgesehen, wobei Schleswig-Holstein stets ein halbes Jahr nach jedem Altenparlament eine weitere Sitzung anbietet, in welcher das vergangene Altenparlament sowie dessen Themen und Beschlüsse gemeinsam reflektiert werden können. In Mecklenburg-Vorpommern ist dies nicht der Fall.

Thematisch ähneln sich die Inhalte der vergangenen Altenparlamente beider Länder durchaus. So gab es sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Arbeitsgruppe, welche sich intensiv mit der Gesundheit älterer Menschen befasste. Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen spielte dabei insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern (mit 68 Einwohner*innen pro km² das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland) eine Rolle.

Zuletzt hat das schleswig-holsteinische Altenparlament Feminismus im hohen Alter und dem sicheren Weg in den Ruhestand auf seine Agenda gesetzt, wohingegen man sich in Mecklenburg-Vorpommern eher auf die Entwicklung einer altersgerechten Landesstrategie sowie den Ausbau der Infrastruktur im Sinne älterer Menschen fokussierte. Die unterschiedlichen Schwerpunkte ergeben sich durch verschiedene Anliegen der Senior*innen in den beiden Ländern.

In Schleswig-Holstein werden alle Beschlüsse des Altenparlaments in einem einzigen großen Schreiben zusammengefasst; die mehrere Beschlüsse aller Arbeitsgruppen fließen also gebündelt in einen Text ein. Anders ist dies in Mecklenburg-Vorpommern, wo jede der drei Arbeitsgruppen des Altenparlaments einen gesonderten Beschluss entwirft. Darüber hinaus besteht eine allgemeine Resolution, welche im vergangenen Altenparlament Mecklenburg-Vorpommerns zur 2023 beschlossenen Mobilitätsoffensive Stellung bezieht und weitere Forderungen formuliert. Dabei handelt es sich um die Ausweitung des ÖPNV inklusive einer seniorenfreundlicheren Gestaltung dessen. Bislang wurden dadurch 13 zusätzliche Buslinien im gesamten Bundesland eingerichtet.

Besuchen Sie das Altenparlament Schleswig-Holstein und das Altenparlament Mecklenburg-Vorpommern, um mehr zu erfahren.

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Mit dem Vorhaben „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ sollen bis zum Jahr 2028 insgesamt 50 Projekte unterstützt werden, die die Bildung und das gesellschaftliche Engagement von Menschen ab 60 Jahren fördern. Dafür stellt der Bund rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.

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Die Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat das Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ ins Leben gerufen. Das Programm starte bundesweit als erstes und einzigartiges Vorhaben, das die Potenziale älterer Menschen stärke, so Bildungsministerin Prien. Bildung soll nicht mit dem Renteneintritt enden – wer auch im Alter Neues lerne, bereichere die Gesellschaft. Die Förderung schaffe qualifizierte Lernorte, eröffne neue Bildungschancen und trage dazu bei, das Erfahrungswissen älterer Generationen zu bewahren und weiterzugeben. Besonders profitieren sollen Menschen, die bislang nur schwer Zugang zu Angeboten der Erwachsenenbildung hatten.

Das Programm beinhaltet folgende Ziele:

  • den Ausbau und die Qualitätsentwicklung von Bildungsangeboten,
  • eine inklusive und vielfältige Gestaltung dieser Angebote,
  • die Einbindung Älterer als Lernende und Wissensvermittelnde.

Lebenslanges Lernen eröffnet auch im Alter Chancen, mit den Herausforderungen von Digitalisierung, Klimawandel und Globalisierung mitzuhalten und Teil der Gesellschaft zu bleiben. So trägt das Programm dazu bei, die Teilhabe, Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen zu fördern und ihr Erfahrungswissen sowie ihre Innovations- und Engagementkraft zu nutzen.

Mit „Bildungswege für Sehbehinderte“ und „Digital fit im Alter“ zeichnet Niedersachsen erste Beispiele im Rahmen des Bell-Projekts. Die aufgezeigten Bildungsangebote sind bewusst inklusive und vielfältig gestaltet, um den unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten älterer Menschen gerecht zu werden und ihnen Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung in Bildung und Engagement zu bieten.

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Etwa jede*r fünfte Deutsche engagiert sich in einem Ehrenamt und trägt damit weit über das nötige Maß hinaus zum Gemeinwesen bei. Obwohl es sich dabei um freiwillige und zumeist unentgeltliche Tätigkeiten handelt, könnte das Ehrenamt zukünftig immer mehr an Relevanz gewinnen, wie der Blick auf die Situation der Pflege in Deutschland zeigt. Es handelt sich um eine potenzielle Möglichkeit, dem Personalmangel in Pflegeberufen entgegenzuwirken.

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Um zu ermitteln, wie eine ehrenamtliche Tätigkeit bewertet wird, beauftragen die Malteser zweimal jährlich das Befragungsinstitut YouGov zwecks des sogenannten Ehrenamtsmonitors. Diese repräsentative Umfrage soll Aufschluss über die Offenheit der Bevölkerung gegenüber der Wahrnehmung eines Ehrenamtes geben.

Vor wenigen Wochen erschienen die Umfrageergebnisse des Ehrenamtsmonitors zum neunten Mal – der Schwerpunkt lag in diesem Fall auf der Pflege und den persönlichen Einsatz für ebendiese.

77 % der gut 2.000 Befragten blicken der Entwicklung der Pflegesituation hierzulande kritisch entgegen. Dass die Politik den Ernst der Lage erkannt hat und versucht, gegenzusteuern, glaubt dagegen nur jeder Zehnte.

Jeweils 14 % der Befragten wünschen sich, im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit von Angehörigen oder einem Pflegedienst umsorgt zu werden; es folgen Senior*innen-WGs (10 %) und Pflegeeinrichtungen (5 %), doch fast die Hälfte aller Befragten sind sich diesbezüglich noch nicht sicher.

Die Umfrage offenbarte auch die individuellen Sorgen vor dem Hintergrund der eigenen Pflege. Jeweils die Hälfte der Befragten befürchtet finanzielle Schwierigkeiten und/oder den Verlust der Selbstständigkeit, sollten sie auf eine pflegerische Versorgung angewiesen sein. Auch eine sinkende Qualität der Pflege (39 %), mangelnde gesellschaftliche Partizipation und daraus resultierende Einsamkeit (37 %) sowie eine Zunahme des Personalmangels (36 %) wurden genannt.

Rund 40 % aller Befragten – darunter mehrheitlich Frauen – haben bereits eine pflegebedürftige Person betreut, welche zumeist aus dem unmittelbaren Familienkreis stammte. Die Betreuung einer nicht bekannten zu pflegenden Person lehnt gut die Hälfte der Befragten eher oder komplett ab, wogegen nur ein Drittel bereit oder eher bereit hierzu wären.

Unter den befragten Personen, welche sich auch der Pflege einer fremden Person annehmen würden, gaben zwei Drittel an, den Pflegebedürftigen Gespräche und zwischenmenschliche Aktivitäten anbieten würden. 57 % wären bereit, Patient*innen zu Ausflügen und Terminen zu begleiten. Auf Unterstützung im Haushalt und die Mitgestaltung von Freizeitangeboten für Pflegebedürftige würde sich ebenfalls über die Hälfte aller Befragten einlassen. Die häufigste Begründung für die Bereitschaft, die Pflege fremder Personen zu übernehmen, war das Bewirken guter Taten (57 %), dicht gefolgt von der Linderung von Einsamkeit (56 %) und der Hoffnung auf eine eigene pflegerische Versorgung im Alter (53 %).

Der Anteil der Befragten, welche das Pflegen fremder Personen ablehnen, sollte Gründe für diese Haltung nennen. Dabei stellte sich heraus, dass jeweils 34 % aufgrund von Zeitmangel oder Berührungsängsten das Versorgen und Betreuen fremder Menschen vermeiden möchten. Ein Viertel gab eigene gesundheitliche Beschwerden als Grund an, während 24 % der Befragten Selbstzweifel als Kriterium nannten. Etwas seltener wurden die grundsätzliche Ablehnung unbezahlter Arbeit und mangelnde Informationen erwähnt.

Zuletzt wurden mögliche Anreize erfragt, um ein Ehrenamt in der Pflege attraktiver zu gestalten. Am häufigsten wurde mit 30 % eine Aufwandsentschädigung vorgeschlagen, auf Platz zwei und drei folgen Rentenpunkte und Vergünstigungen bei Preisen. Grundsätzlich waren die genannten Anreize fast ausschließlich materieller bzw. finanzieller Natur. Gut ein Viertel sagte jedoch aus, dass keinerlei Anreize notwendig seien.

Die Umfrageergebnisse sind auf der Seite der Malteser einsehbar, so wie auch alle weiteren bisherigen Umfragen des Ehrenamtsmonitors.

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Von Einsamkeit Betroffenen mangelt es häufig an sozialen Kontakten und Möglichkeiten, bereichernde Gespräche zu führen. Genau diese Gespräche können Menschen täglich von 10 bis 22 Uhr mit registrierten anonymen Personen, den sogenannten „Plauderpartner*innen“, führen.

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Dazu können Betroffene die Nummer 0800 330 1111 anrufen. Daraufhin werden diese mit einer zufälligen „Plauderpartner*in“ verbunden. Der Austausch dauert in der Regel 10 bis 30 Minuten.

Ende Juni wurde das Plaudernetz online geschaltet. Es ist ein niedrigeschwelliges und kostenfreies Angebot, das sich an alle Menschen richtet, welche sich einsam fühlen und sich nach zwischenmenschlichem Austausch sehnen.

Die einzigen Bedingungen für einen Anruf sind Volljährigkeit und ein Interesse am Austausch mit anderen Menschen. Durch die bestehende Anonymität (den Gesprächspartner*innen wird empfohlen, nur ihren Vornamen zu nennen) gilt das „Plaudernetz“ als sehr sicher, auch zurückverfolgen lassen sich die Anrufe nicht. Alle Anrufer*innen verpflichten sich mit dem Nutzen des Angebots zu einem respektvollen Umgang miteinander, dem „Plauderton“.

Es ist auch möglich, sich ehrenamtlich als offizielle*r „Plauderpartner*in“ registrieren zu lassen – wie dies funktioniert, wird in dieser Übersicht erklärt. Sie können auch direkt das Anmeldeformular nutzen und werden dann durch die weiteren Schritte geleitet. In der Plaudernetz-App, die Sie für Ihr Engagement benötigen, können Sie angeben, zu welchen Zeiten Sie für anonyme Anrufer*innen da sein können und das Ehrenamt so in Ihren Alltag einbinden. Mit Ihrer Tätigkeit als „Plauderpartner*innen leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen Einsamkeit.

Das „Plaudernetz“ wurde von den Maltesern in Deutschland initiiert, einer katholisch geprägten caritativen Hilfsorganisation.

Das „Plaudernetz“ ist allerdings kein Ersatz für Telefonseelsorge oder andere Krisentelefone, sondern soll eher zu alltäglichen Gesprächen anregen. Für den Fall, dass Sie sich in einer persönlichen Krise befinden, nutzen Sie bitte entsprechende Angebote.

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Der Kreisseniorenbeirat setzte sich unter 50 ausgewählten Gewinnern gegen insgesamt 560 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet durch und erhält 3.000 Euro zur Durchführung eines Projektes im Rahmen des Förderprogrammes "DigitalPaktAlter".

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Ziel des Kreisseniorenbeirates Herzogtum Lauenburg ist es, Senior*innen durch begleitete Kurse zu helfen ihr Handy, ihren Laptop oder andere digitale Geräte besser zu versehen und zu nutzen. Durch individuelle Begleitung, praxisnahe Schulungen und einen persönlichen Austausch soll mehr digitale Teilhabe im Alter ermöglicht werden.

Begleitet werden die Senior*innen von ehrenamtlich engagierten Schüler*innen sowie von älteren, ebenfalls ehrenamtlich tätigen Personen, die in ihrer Freizeit die Teilnehmenden unterstützen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Erforderliche Geräte - wie Smartphones, Laptops oder Tablets mit verschiedenen Betriebssystemen - werden für die Teilnehmenden bereitgestellt. Es wird jedoch empfohlen, die eigenen Geräte mitzubringen.

Geplant sind Veranstaltungen in Ratzeburg, Mölln, Lauenburg, Geesthacht, Müssen und Steinhorst. Weitere Orte im Kreisgebiet sind möglich, sofern sich mindestens vier Personen anmelden.

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter:


Der DigitalPakt Alter ist eine Initiative, die darauf abzielt, älteren Menschen zu helfen, digitale Kompetenzen zu erwerben und ihre gesellschaftliche Teilhabe in einer digitalisierten Welt zu stärken.

Ein wichtiger Teil des DigitalPakt Alter ist das Förderprogramm zum Auf- und Ausbau von Erfahrungsorten. Bewerben können sich einmal im Jahr Akteure wie beispielsweise Senioren-Internet-Initiativen, die niedrigschwellige Lern- und Übungsangebote für ältere Menschen in Form eines Erfahrungsortes bereitstellen.

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Junge Menschen stark durch die Ausbildung zu bringen: Das ist seit gut 15 Jahren das Ziel von VerAplus – ein Angebot des Senior Expert Service (SES). Das bundesweite Mentorenprogramm steht allen offen, die bei ihren ersten Schritten in Richtung Beruf auf Schwierigkeiten stoßen. Und das sind viele: In Deutschland werden seit Jahren rund 25 Prozent aller Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Nur die Hälfte der Betroffenen findet einen neuen Ausbildungsberuf oder -betrieb.

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Coaching mit Erfolg dank Tandem-Modell

VerAplus bringt Auszubildende, die Unterstützung wünschen, mit ehrenamtlichen Fachleuten im Ruhestand zusammen – immer nach dem 1:1-Prinzip. In der Individualität liegt das Erfolgsrezept: VerAplus-Begleitungen führen nach eigenen Angaben zu über 75 Prozent zum Ziel. Bislang haben mehr als 22.000 junge Menschen von dem Angebot profitiert.

VerAplus hilft bei

  • Problemen in der Berufsschule
  • Konflikten im Ausbildungsbetrieb
  • fehlender Lernmotivation
  • der Suche nach zusätzlichen Unterstützungsangeboten

Ziele

  • erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
  • Stärkung der sozialen Kompetenz
  • Bewältigung von Prüfungsstress
  • Verbesserung der Selbstorganisation
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

Für die Fachkräfte von morgen

VerAplus richtet sich an Auszubildende in allen dualen oder schulischen Ausbildungen, auch an junge Menschen, die berufsvorbereitende Angebote und Programme wie „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ (BOF) in Anspruch nehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Förderung des Fachkräftenachwuchses im ländlichen Raum und in Pflege- und Gesundheitsberufen ein. VerAplus-Ausbildungsbegleitungen dauern zunächst ein Jahr, können bei Bedarf aber verlängert werden. Die Anmeldung erfolgt online unter vera.ses-bonn.de.

Profis im Ruhestand als Coaches

Die Mentoringaufgaben bei VerAplus werden von Profis im Ruhestand übernommen: Sie alle sind beim SES registriert, haben ein zweitägiges Vorbereitungsseminar durchlaufen und nehmen regelmäßig an Treffen zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch teil. Der SES unterstützt das ehrenamtliche Engagement mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung.

Ein direkter regionaler Kontakt kann per E-Mail hergestellt werden: Flensburg@vera.ses-bonn.de, Kiel@vera.ses-bonn.de, Luebeck@vera.ses-bonn.de oder sued-holstein@vera.ses-bonn.de

Auf der Website www.ses-bonn.de können sich Interessierte als Coach ("Expert") registrieren.

Kosten und Förderung

VerAplus-Begleitungen sind für Auszubildende, Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen kostenfrei. Partner des SES bei VerAplus sind der Bundesverband der Freien Berufe (BFB), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Über den SES

Der SES ist die größte deutsche Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder in einer beruflichen Auszeit (Weltdienst 30+). Seit 1983 unterstützt der SES den Know-how-Transfer in der Entwicklungszusammenarbeit. In Deutschland setzt er sich für den Nachwuchs in Schule und Ausbildung ein. Bundesweit kann der SES auf mehr als 13.000 Expert*innen zurückgreifen. 5.000 von ihnen stehen als VerAplus-Coaches zur Verfügung.

Kontaktmöglichkeiten

  • Senior Expert Service (SES) gGmbH, Kaiserstraße 185, 53113 Bonn
  • 0228 26090-40
  • vera@ses-bonn.de

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www.seniorenpolitik-aktuell.de
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