Logo DISW

Service

Die häusliche Pflege ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Pflegemodell in Deutschland. Schätzungsweise werden hierzulande knapp fünf Millionen Menschen in den eigenen vier Wänden versorgt – in vielen Fällen durch Angehörige.

Weiterlesen

Pflegende Angehörige stehen dabei oft vor der Herausforderung, die Pflege mit Beruf, Familie und eigenen Verpflichtungen zu vereinbaren. Nicht selten investieren sie täglich oder wöchentlich erhebliche körperliche, mentale und zeitliche Ressourcen in die Versorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder. Die eigenen Bedürfnisse treten dabei häufig in den Hintergrund, was langfristig zu Stress, Erschöpfung und Überlastung führen kann.

Der Impulstag am 20. Juni im nordrhein-westfälischen Siegburg (rund zehn Kilometer südöstlich von Köln) widmet sich deshalb der Selbstfürsorge und Regeneration pflegender Angehöriger. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen, und soll neben dem gegenseitigen Austausch auch dabei unterstützen, persönliche Grenzen wahrzunehmen und chronischer Überlastung vorzubeugen. Veranstalter ist der Interessenverband wir pflegen NRW e.V., der den kostenlosen Impulstag als eine „wohlverdiente Pause vom Pflegealltag“ beschreibt.

Im digital verfügbaren Flyer finden sich alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung sowie das vollständige Programm. Dort wird betont, dass der Impulstag dazu anregen soll, die eigenen Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen und Ideen für einen entlastenderen Umgang mit Belastungen im Pflegealltag zu entwickeln. Im Vordergrund stehen dabei Selbstreflexion und neue Impulse für die persönliche Stressregulation.

Zu Beginn erhalten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich den Themen des Impulstags individuell anzunähern und Fragen einzubringen. So kann herausgefunden werden, welche Inhalte für die eigene Situation besonders relevant sind. Im weiteren Verlauf finden zwei jeweils gut einstündige Workshop-Runden statt. Dabei stehen die vier Themenbereiche Ressourcenstärkung, Regeneration, Bewegung und Ernährung im Mittelpunkt. Für die Verpflegung während einer Mittags- und Kaffeepause ist gesorgt.

Datum, Zeit und Ort der Veranstaltung:

Samstag, 20. Juni 2026, von 10 bis 16 Uhr
Katholisch-Soziales Institut (KSI)
Bergstraße 26
53721 Siegburg

Schließen


Natur
Dem bevorstehenden Sommer ist bereits eine Hitzewelle vorausgegangen, die mehrere Todesopfer in Westeuropa forderte. Aufgrund des Klimawandels gelten weitere Hitzeperioden in den kommenden Wochen und Monaten als wahrscheinlich. Besonders für ältere Menschen können hohe Temperaturen gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Gleichzeitig verfügen viele Wohnungen und Pflegeeinrichtungen noch immer nicht über ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Hitze, und auch das Wissen über wirksame Vorsorge ist nicht überall vorhanden.

Weiterlesen

Um stärker auf die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze aufmerksam zu machen, findet am 11. Juni der 4. Bundesweite Hitzeaktionstag statt. Mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen möchte das Bündnis für mehr Hitzeschutz und Prävention sensibilisieren. Dem Netzwerk haben sich zahlreiche Partner*innen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene angeschlossen, darunter auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO).

Unter dem Motto „Gemeinsam vorgehen gegen Extremhitze“ können in ganz Deutschland Aktionen angemeldet werden, die über die Folgen von Hitzewellen informieren und Möglichkeiten zum Schutz vor Hitze aufzeigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beiträge von Institutionen, Organisationen oder Privatpersonen stammen.

Auf der Internetseite „Mitmachen“ finden Interessierte Anregungen, Materialien und praktische Hinweise für die Planung eigener Veranstaltungen. Vorgestellt werden dort unter anderem Informationsstände, Demonstrationen und digitale Formate. Ebenso sind kreative, kulturelle oder spielerische Projekte möglich, sofern sie sich mit den Themen Hitze und Hitzeschutz befassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Beteiligung und gemeinschaftlichem Engagement.

Der seit 2023 jährlich stattfindende Hitzeaktionstag versteht sich zudem als politisches Signal. Das Bündnis fordert unter anderem mehr finanzielle und personelle Ressourcen für den Hitzeschutz, den Ausbau bestehender Maßnahmen sowie eine stärkere Einbindung von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen. Darüber hinaus wird eine flächendeckendere und frühzeitigere Warnung vor Hitzewellen gefordert. Auch der Zusammenhang zwischen Hitzeschutz und Klimawandel wird dabei thematisiert.

Grundsätzlich reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf hohe Temperaturen. Kinder, ältere Menschen sowie chronisch kranke Personen gelten jedoch als besonders gefährdet. Jana Luntz vom Deutschen Pflegerat betont: „Hitze kann tödlich sein – vor allem für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen.“ Pflegefachpersonen seien oft die Ersten, die Risiken erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen. Deshalb brauche es verbindliche Strukturen, die ihre Expertise bei der Erstellung und Umsetzung von Hitzeschutzplänen stärker berücksichtigen.

Eigene Beiträge zum Hitzeaktionstag 2026 können per E-Mail an kontakt@hitzeaktionstag.de angemeldet werden.

Schließen


Wie können ältere geflüchtete Menschen in Deutschland angemessen betreut und versorgt werden? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Fachtags „Alter gemeinsam gestalten – Seniorinnen und Senioren mit Migrationsgeschichte – Praxis- und Forschungsimpulse“, der am 25. Juni in Augsburg stattfindet.

Weiterlesen

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an wissenschaftliche Fachkräfte sowie Beschäftigte in der Senior*innenarbeit und wird von der Volkshochschule Augsburg organisiert. Der Fachtag beginnt um 09:30 Uhr mit einem Grußwort des Vorstands. Anschließend soll die aktuelle Situation älterer Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland beleuchtet werden. In einer Fishbowl-Diskussion tauschen sich die Teilnehmenden über die Bedürfnisse älterer geflüchteter Menschen aus. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Unterstützungsangebote die Betroffenen besser erreichen können.

Im zweiten Teil der Veranstaltung finden fünf parallele Workshops zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Digitalisierung, Vielfalt, Interkulturalität, der Aufbau institutioneller Netzwerke sowie der Praxistransfer möglicher Lösungsansätze. Die Workshops werden jeweils von Moderator*innen begleitet, deren Ergebnisse und Impulse anschließend in einer gemeinsamen Abschlussrunde zusammengetragen werden. Das Ende der Veranstaltung ist für 12:45 Uhr vorgesehen.

Migration ist ein dynamischer Prozess, der vor dem Hintergrund von Kriegen und Krisen in verschiedenen Regionen der Welt viele Menschen nach Deutschland führt – darunter auch ältere Menschen. Fluchterfahrungen, gesundheitliche Belastungen und sprachliche Hürden erschweren vielen Senior*innen den Alltag zusätzlich. Gleichzeitig berichten viele Menschen mit Migrationsgeschichte weiterhin von Diskriminierungserfahrungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Der Fachtag soll daher dazu beitragen, die Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe älterer geflüchteter Menschen zu stärken und neue Handlungskonzepte anzustoßen. Ziel ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern.

Eine Anmeldung ist noch bis zum 18. Juni möglich. Im Anmeldeformular soll angegeben werden, an welchem Workshop bevorzugt teilgenommen werden möchte. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Fachtag findet an folgendem Ort statt:

Augsburger Volkshochschule
Willy-Brandt-Platz 3a
86153 Augsburg
Raum 311

Schließen

 

Derzeit leben in Schleswig-Holstein über 70.000 Menschen mit Demenz – Tendenz steigend. Gerade im ländlich geprägten Norden stellt dies Betroffene, Angehörige und Fachkräfte vor große Herausforderungen. Lange Wege, fehlende Fachkräfte und ein begrenztes Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger führen vielerorts zu Versorgungslücken. Das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein versucht, diesen entgegenzuwirken. 

Weiterlesen

Als Projekt der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein versteht sich das Zentrum als zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen sowie weitere Akteur*innen im Bereich Pflege und Beratung. Es vernetzt unter anderem Ärzt*innen, Sozialarbeitende und Beratungsstellen, bietet Fortbildungen an und unterstützt dabei, Angebote für Betroffene und Angehörige auszubauen. 

Auch in diesem Jahr bietet das Kompetenzzentrum wieder zahlreiche Online- und Präsenzfortbildungen an. Das Jahresprogramm kann auf der Webseite des Zentrums als PDF heruntergeladen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, individuelle Fortbildungen, Workshops und Schulungen gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum zu planen.

Darüber hinaus organisiert das Kompetenzzentrum regelmäßig Fachtagungen. Die entsprechenden Termine sind ebenfalls online einsehbar. Beim diesjährigen Norddeutschen Fachtag Demenz, der am 17.04.2026 in Norderstedt stattfand, stand beispielsweise das Thema Demenzprävention im Mittelpunkt.

Neben den Fachveranstaltungen gibt es auch zahlreiche Angebote, die sich gezielt an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen richten. Das Spektrum reicht von kostenfreien, begleiteten Wanderungen in Kiel über Tanzangebote für Menschen ab 60 Jahren im Kreis Pinneberg bis hin zu Grundpflegekursen für Angehörige im Kreis Ostholstein, die über die Krankenkasse abgerechnet werden können. Hier können Interessierte gezielt nach Angeboten in ihrer Region und den angrenzenden Kreisen suchen.

Ergänzend dazu informiert das Kompetenzzentrum über Beratungsangebote in ganz Schleswig-Holstein. Über den digitalen Demenzwegweiser lassen sich Einrichtungen und Unterstützungsangebote im gesamten Bundesland finden. Dazu gehören beispielsweise die Musterwohnungen für Menschen mit Demenz in Norderstedt. Diese können zu festen Terminen vor Ort besichtigt werden, zusätzlich ist eine digitale 360°-Besichtigung möglich. Darüber hinaus stellt das Kompetenzzentrum verschiedene Broschüren und Informationsmaterialien zum Download bereit.

Bei Fragen oder Anmerkungen ist das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein montags bis freitags zwischen 8:30 Uhr und 12:30 Uhr telefonisch sowie per Fax oder E-Mail erreichbar. Die Kontaktdaten finden sie hier.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren, um über aktuelle Angebote und Veranstaltungen informiert zu bleiben.

Schließen


Viele Expert*innen sind sich einig, dass Einsamkeit langfristig nur wirksam bekämpft werden kann, wenn politische Institutionen aktiv an entsprechenden Maßnahmen mitwirken. Auch dem Gesundheitssektor kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da Einsamkeit für die Gesundheit ungefähr so schädlich sein kann wie regelmäßiges Rauchen. Dennoch handelt es sich häufig um ein stilles und gesellschaftlich noch immer tabuisiertes Leiden.

Weiterlesen

Um dem Thema mehr Sichtbarkeit zu verleihen und gemeinsam über Lösungsansätze zu beraten, organisiert das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) in einigen Wochen zwei Fachkonferenzen in Berlin. Beide Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ und finden im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit statt. Ziel ist es, neue Strategien und Präventionsmaßnahmen gegen Einsamkeit zu entwickeln und den fachlichen Austausch zu stärken. Die Veranstaltungen entstehen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

KNE-Konferenz „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ (Montag, 22. Juni)

Die erste Fachkonferenz findet am 22. Juni von 13:00 Uhr bis 18:15 Uhr statt. Eröffnet wird sie von Karin Prien (CDU; BMFSFJ). Die Veranstaltung bietet der sogenannten Allianz gegen Einsamkeit die Möglichkeit, ihre Ziele und Vorhaben vorzustellen. Gleichzeitig soll sie die teilnehmenden Akteur*innen zur Vernetzung anregen. Geplant sind deshalb auch Gruppenarbeiten, in denen Einsamkeit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird. Thematisiert werden unter anderem die Bereiche Bildung, Arbeit und Gesundheit. Die Gruppen werden jeweils von Mitgliedern des KNE moderiert. Anschließend sollen die gesammelten Erkenntnisse und Impulse gemeinsam diskutiert werden.

Konferenz „Kommunen gegen Einsamkeit“ (Dienstag, 23. Juni)

Die zweite Fachkonferenz beginnt am Folgetag um 10:00 Uhr und endet voraussichtlich gegen 15:30 Uhr. Im Mittelpunkt stehen diesmal kommunale Institutionen und ihre Rolle bei der Bekämpfung von Einsamkeit. Zum Auftakt sind ein Fachinput sowie eine Podiumsdiskussion geplant, die kommunale Vertreter*innen für lokalen Handlungsbedarf sensibilisieren sollen. Nach einem weiteren Beitrag der Allianz gegen Einsamkeit folgt ein Worldcafé, in dem mehrere Kommunen bereits bestehende Maßnahmen und Konzepte gegen Einsamkeit vorstellen. Vertreten sind unter anderem Frankfurt am Main, Stuttgart, Dresden und Hannover. Ziel der Konferenz ist es, den Austausch zwischen Kommunen aus ganz Deutschland zu vertiefen und praxisnahe sowie lösungsorientierte Ansätze miteinander zu teilen. Auch diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht, Interessierte können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen.

Beide Veranstaltungen finden im Konferenzzentrum Mauerstraße (Mauerstraße 27, 10117 Berlin) statt und werden von Mirjam Diekes vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) moderiert. Eine reguläre Anmeldung ist nicht mehr möglich, Interessierte können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen:

Zusätzlich wird die Veranstaltung live im Internet gestreamt. Der Livestream wird in Gebärdensprache übersetzt.

Schließen

 

Das Thema Geld ist in der Gesellschaft eines, über das ungern gesprochen wird. Besonders wenn Geldsorgen bestehen, redet kaum jemand darüber. Zu groß sind Scham und die Angst vor Verurteilung. Gerade ältere Menschen nehmen finanzielle Probleme häufig als persönliches Versagen wahr und suchen daher spät oder gar keine Unterstützung.

Weiterlesen

Gerade im Alter kann es jedoch durch den Renteneintritt, plötzliche Pflegebedürftigkeit oder höhere Gesundheitsausgaben schnell zu finanziellen Engpässen kommen. „Die Scham, staatliche Leistungen oder Hilfsangebote anzunehmen, ist jedoch gerade bei Älteren groß“, so die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) in ihrer Pressemitteilung zur Neuauflage ihres Ratgebers „Schuldenfrei im Alter“.

Der Ratgeber erschien erstmals 2014 und wird seitdem fortlaufend aktualisiert. Die neueste, fünfte Auflage vom Februar 2026, die vom Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, zeigt, wie sich Überschuldung im Alter vermeiden lässt und welche Hilfsangebote es im Falle finanzieller Schwierigkeiten gibt. Zudem informiert die Broschüre über Ansprüche auf staatliche Leistungen, Möglichkeiten der Schuldnerberatung sowie über Wege, die eigene finanzielle Situation frühzeitig zu stabilisieren. Eine Statistik des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Personen über 65 im Durchschnitt die höchste Verschuldung aufweisen und zudem schwieriger als jüngere Personen aus der Verschuldung herauskommen, da das Verhältnis von Schuldenhöhe zu Einkommen deutlich ungünstiger ist.

Angesichts steigender Lebenshaltungskosten gewinnt das Thema Altersarmut zusätzlich an Bedeutung. Fachleute betonen, dass präventive Angebote und niedrigschwellige Beratungsstrukturen entscheidend sind, um finanzielle Notlagen frühzeitig abzufedern.

Der Ratgeber kann kostenfrei über die BAGSO-Webseite heruntergeladen und bestellt werden. Auch per E-Mail (bestellungen@bagso.de) oder telefonisch (0228 2499930) kann die Broschüre bestellt werden. Damit soll möglichst vielen Betroffenen ein einfacher Zugang zu Informationen und Unterstützung ermöglicht werden.

Schließen


Sowohl ältere als auch nicht-heterosexuelle Menschen gehören zu marginalisierten Gruppen. Menschen im höheren Alter, die sich als LSBTIQ* (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*, Inter*, und/oder Queer) identifizieren, erleben daher häufig mehrfache Diskriminierung und Benachteiligung durch politische Institutionen und in der Gesellschaft insgesamt. Dieses Zusammenwirken verschiedener Formen von Diskriminierung wird als Intersektionalität bezeichnet (in diesem Fall Ageismus sowie LSBTIQ*-Feindlichkeit).

Weiterlesen

Senior*innen, die sich LSBTIQ* zugehörig fühlen, sind im Alltag oft unsichtbar. Um ihren Erfahrungen und Bedürfnissen mehr Gehör zu verschaffen und über politische Handlungsansätze zu diskutieren, findet am 4. Juni eine Fachtagung zu sexueller Vielfalt unter älteren Menschen in Dresden statt. Veranstalter ist das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Fachtag richtet sich an ein breites und diverses Teilnehmer*innenfeld. Angesprochen sind unter anderem Vertreter*innen aus Politik, Pflege und der Arbeit mit LSBTIQ*-Personen. Auch Betroffene selbst sind mit ihrer Alltagsexpertise ausdrücklich willkommen. Ziel ist der Austausch, auf dessen Grundlage gemeinsam Strategien und Konzepte entwickelt werden sollen, die die politische und gesellschaftliche Teilhabe älterer LSBTIQ*-Personen stärken.

Die Veranstaltung beginnt um 09:00 Uhr. In der ersten Hälfte gibt Prof. Dr. Ralf Lottmann einen Überblick über die aktuelle Situation der Betroffenen auf Grundlage des Neunten Altersberichts. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion mit Lottmann sowie Vertreter*innen mehrerer Interessenverbände (darunter Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland sowie die AWO). In der zweiten Hälfte sind Gruppenarbeiten geplant. Diese beschäftigen sich mit Themen wie Pflege, Wohnen im Alter und Diskriminierung – jeweils mit Blick auf LSBTIQ*-Personen im Alter. Die Fachtagung endet um 16:30 Uhr.

Auch die Vernetzung der beteiligten Akteur*innen und Institutionen spielt eine wichtige Rolle. Sie kann dazu beitragen, gemeinsame lokale, regionale und nationale Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die die Situation älterer LSBTIQ*-Personen verbessern. Neben Diskriminierung sind auch Einsamkeit, Scham und Angst vor einem Outing in dieser Gruppe weit verbreitet.

Die Anmeldung ist noch bis zum 4. Juni um 00:00 Uhr möglich. Alternativ kann auch nur jeweils eine Hälfte der Veranstaltung besucht werden. Im Anmeldeformular können Sie sich einer Arbeitsgruppe Ihrer Wahl zuordnen. Für ein Mittagessen, Barrierefreiheit sowie Dolmetscher*innen für Gebärdensprache ist gesorgt.

Die Fachtagung findet an folgendem Ort statt: Penck Hotel Dresden, Ostra-Allee 33, 01067 Dresden. 

Schließen


Kultur und Politik weisen zahlreiche Schnittmengen auf. Gesellschaftlich relevante Themen spiegeln sich häufig in künstlerischen Darstellungen wider und machen so ihre Dringlichkeit sichtbar. Gleichzeitig wird in Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte allen Menschen die uneingeschränkte Teilhabe am kulturellen Leben zugesichert. In der Praxis ist dieser Zugang jedoch nicht immer gegeben, insbesondere älteren Menschen fehlt es häufig an niedrigschwelligen Angeboten.

Weiterlesen

Umso wichtiger sind kulturelle Formate, die Senior*innen aktiv einbeziehen und ein inklusives, demokratisches Forum schaffen, das das Miteinander stärkt. Ein Beispiel hierfür ist das Generationentheaterfestival „PlusMinus60“, das vom 25. bis zum 27. September 2026 im österreichischen Ludesch (Vorarlberg) stattfinden wird. Veranstaltet wird es vom Landesverband Vorarlberg Amateurtheater, der seit rund 70 Jahren besteht.

Theatergruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind eingeladen, sich bis zum 29. Mai für einen der etwa zehn Plätze des Festivals anzumelden. Gesucht werden Inszenierungen, die Senior*innen und/oder mehrere Generationen in den Mittelpunkt stellen. Auch Beiträge zur Erinnerungskultur sind willkommen. Darüber hinaus können musikalische Beiträge eingereicht werden, sofern sie thematisch zu den Theaterstücken passen und eine Spieldauer von 30 Minuten nicht überschreiten.

Das Festivalwochenende beginnt mit einem Auftritt in dem örtlichen Pflegeheim Benevit, um den Bewohner*innen ein kulturelles Angebot zu ermöglichen. Am darauffolgenden Tag präsentieren die teilnehmenden Theatergruppen ihre Stücke öffentlich. Neben der Aufführung steht auch der Austausch zwischen den Gruppen im Mittelpunkt, der sowohl der Vernetzung als auch der gegenseitigen Inspiration dienen soll. Am letzten Tag ist ein interner Workshop geplant, an den Diskussionsrunden zur Zukunft von Senior*innentheater anschließen. Weitere Informationen zum Programm finden sich in der Ausschreibung.

Sofern erforderlich, werden Übernachtungskosten sowie Verpflegung vom Veranstalter übernommen. Die Anreise finanzieren die teilnehmenden Ensembles selbst. Das Festival findet alle zwei Jahre in Vorarlberg statt und hat zum Ziel, die Vielfalt und Kreativität von Senior*innentheater sichtbar zu machen. Es soll nicht nur unterhalten, sondern auch zum Austausch über gesellschaftliche und seniorenpolitische Themen anregen.

Schließen


Ein gesunder Lebensstil steigert nicht nur die Lebenserwartung, sondern kann auch vor Demenz schützen oder deren Auftreten zumindest verzögern. Die Zahl der demenzerkrankten Personen in Deutschland liegt derzeit bei über 1,8 Millionen, ein weiterer Anstieg wird erwartet. Da die Erkrankung insbesondere in fortgeschrittenen Stadien das Leben von Betroffenen und Angehörigen stark einschränken kann, forschen Wissenschaftler*innen weiterhin intensiv zu präventiven Maßnahmen.

Weiterlesen

Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) wird am Mittwoch, dem 22. April, zum mittlerweile achten Mal eine Bundeskonferenz ausrichten. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren“. Ziel ist es, dem Thema Demenz mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, sodass wichtige Informationen zur Vorbeugung der Erkrankung nicht nur in medizinisch-wissenschaftlichen Kreisen bekannt sind, sondern auch möglichst viele Menschen erreichen.

Die Konferenz soll Konzepte und Modelle vorstellen, die sich bislang als wirksam gegen die Entstehung von Demenz erwiesen haben, und deren Weiterentwicklung fördern. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik und Praxis gestärkt werden. Angesichts der erwarteten fachlichen Vielfalt der Teilnehmenden erhoffen sich die Veranstalter*innen einen intensiven Austausch über neue Ansätze in Prävention und Versorgung. Langfristig sollen daraus gezieltere Behandlungsstrategien für Demenzpatient*innen sowie ein Rückgang vermeidbarer Erkrankungen entstehen.

Offiziell beginnt die von der Journalistin und Fernsehmoderatorin Okka Gundel moderierte Konferenz um 9:15 Uhr. Nach einem Grußwort des BIÖG-Vorsitzenden Dr. Johannes Nießen folgen drei Impulsvorträge von Expert*innen aus dem klinischen und psychiatrischen Bereich. Anschließend treten die Vortragenden mit den Gästen in den Dialog, um zentrale Inhalte gemeinsam zu diskutieren und zu vertiefen.

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung wird das Programm in vier parallel stattfindende Foren aufgeteilt, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Demenzprävention behandeln:

  • Was gut fürs Herz ist, ist auch gut fürs Hirn – Aufklärung und Zugangswege
  • Öffentliche Gesundheit – welche Verhältnisse und Strategien braucht es, um Demenz und anderen nicht übertragbaren Erkrankungen vorzubeugen?
  • Diagnose Demenz: Anforderungen an Früherkennung und Prävention von Pflegebedürftigkeit
  • Voneinander lernen: Demenzstrategien und Good Practice in Europa

Die Konferenz endet mit einer abschließenden Diskussionsrunde, in der die Ergebnisse aus den Foren zusammengeführt werden. Gegen 16:15 Uhr wird die Veranstaltung von BIÖG-Mitglied Dr. Christoph Aluttis offiziell beendet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist barrierefrei und kostenlos. Bei der Anmeldung muss angegeben werden, an welchem der vier Foren eine Teilnahme erwünscht ist.

Die Konferenz findet am 22. April an folgender Adresse statt: Hotel Hilton Köln, Marzellenstr. 13–17, 50668 Köln.

Schließen


Am Freitag, 17.04.2026, wird von 16 bis 20 Uhr in Kiel zum Fachtag UBUNTU eingeladen. Es soll erarbeitet werden, warum Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in Vereinen der Jugendverbands- sowie Seniorenarbeit noch nicht so stark vertreten sind.

Weiterlesen

Es soll geklärt werden, ob es unbekannte Hürden bei der Beteiligung gibt und was zivilgesellschaftliche Gruppen tun können, damit die gesellschaftliche Vielfalt sich zukünftig stärker in der ehrenamtlichen Arbeit niederschlägt.

Teilnehmer*innen können mitdiskutieren, persönlichen Erfahrungen darstellen und Personen kennenlernen, die sich mit denselben Fragen beschäftigen.

Bei Interesse soll sich bis zum 15. April unter kurzlinks.de/Ubuntu angemeldet werden.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Schließen


www.seniorenpolitik-aktuell.de
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Erfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserer Redaktion zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}