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Am 17. Juni sind in Rom die Seniorenminister*innen zusammengekommen, um im Rahmen der Konferenz der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) über Solidarität und Chancengleichheit für alle Altersgruppen zu beraten.

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Die Konferenz fand am 16. und 17. Juni unter dem Motto „Kräfte für Solidarität und Chancengleichheit für den gesamten Lebensverlauf bündeln“ statt. Im Fokus stand dabei der Weltaltenplan der Vereinten Nationen. Laut Angaben des BMFSFJ und der Internetseite zur Konferenz ging es bei dem Treffen um drei Schwerpunkte:

  • Aktives und gesundes Altern im Lebensverlauf fördern
  • Langzeitpflege sichern und pflegende Angehörige entlasten
  • Mainstreaming Ageing für eine Gesellschaft aller Lebensalter

„Weltweit gibt es immer mehr ältere Menschen mit immer besserer Gesundheit. Viele sind auch im höheren Alter aktiv und engagieren sich für andere und unsere Gesellschaft“, wird Bundesseniorenministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) in einer Pressemitteilung zitiert. „Aber auch wenn die Kräfte nachlassen, möchten Ältere selbst entscheiden, wie sie leben. Wir wollen dem Recht auf Selbstbestimmung älterer Menschen gerecht werden und pflegende Angehörige entlasten.“

Das Rechte älterer Menschen nicht immer so respektiert werden würden, wie geboten, habe insbesondere die Corona-Pandemie gezeigt. Nach Paus ginge es nun jetzt darum, „international wirksame Maßnahmen anzustoßen“. Dafür müssten die Bemühungen zur Stärkung der Rechte älterer Menschen gebündelt werden. Die Ministerin kündigt für Deutschland außerdem an, die Pflege- und Familienpflegezeit weiterentwickeln zu wollen und um eine Lohnersatzleistung zu ergänzen.

Über diesen Link finden Sie die Pressemitteilung des Bundesseniorenministeriums. Zur Seite der Konferenz (englischsprachig) gelangen Sie hier.

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In den vergangenen Monaten konnten Sie auch auf diesem Portal immer wieder Ergebnisse der Hochaltrigkeitsstudie D80+ lesen. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 10.000 Personen ab 80 Jahren zu ihrer Lebenssituation befragt. Im Oktober findet die Abschlusstagung statt.

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Es ist noch einige Monate hin, zum Vormerken wurde der Termin der Abschlusstagung der Studie „Hohes Alter in Deutschland (D80+)“ jedoch bereits bekanntgegeben. Am 17. Oktober 2022 wird es in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr vor allem um die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse gehen, die die Studie in den vergangenen Jahren über das hohe Alter gewinnen konnte. Zentrale Themen sollen dabei die soziale und digitale Teilhabe sowie die Gesundheit und gelingende Lebensführung hochaltriger Menschen in Deutschland sein. Veranstaltungsort ist das Umweltforum Berlin.

Bislang war die Datenlage über das hohe Alter gering. Es gab zwar thematische sowie regionale Untersuchungen, aber kaum Daten zum gesamtdeutschen Raum. Ein Beispiel für regionale Untersuchungen ist NRW80+ als Vorläufer von D80+. Um auch bundesweit eine entsprechende Datenlage aufzubauen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine repräsentative Befragung für einen dreijährigen Projektzeitraum gefördert. Durchgeführt wurde und wird die Studie vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und ceres, dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health.

Zwischen November 2020 und April 2021 wurden mehr als 10.000 Menschen im Alter von mindestens 80 Jahren zu ihrer Lebenssituation befragt. Die aufbereiteten Ergebnisse werden seitdem regelmäßig in thematischen Kurzberichten veröffentlicht, die Sie hier in einer Übersicht finden. Zuletzt berichteten wir über den Bericht zu Alltagskompetenz und Wohnumfeld.

Weitere Infos zur Veranstaltung im Oktober folgen in Kürze auf der Internetseite von ceres.

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Ob Einkommenssituation, die digitale Teilhabe oder die soziale Eingebundenheit im hohen Alter – im Rahmen der Studie D80+ werden zahlreiche Aspekte der Hochaltrigkeit aufbereitet. Im achten Kurzbericht geht es um Alltagskompetenz und Wohnumfeld. Eine der zentralen Ergebnisse: Die Mehrheit der Über-80-Jährigen bewältigt den Alltag aus eigener Kraft.

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Knapp 61 Prozent der Hochaltrigen in Deutschland braucht keine oder fast keine Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags – das ist eines der Ergebnisse der Studie „Hohes Alter in Deutschland (D80+)“. Wie bislang werden die Ergebnisse thematisch gebündelt in Kurzberichten herausgegeben. Der im Mai erschienene, achte Bericht dieser Art trägt den Titel „Die Alltagskompetenzen und das Wohnumfeld hochaltriger Menschen in Deutschland“.

„Die Mehrheit der älteren und hochaltrigen Menschen ist fit für die Herausforderungen des Alltags“, freut sich die Bundesseniorenministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) über das Ergebnis. Allerdings: Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass insbesondere Menschen in Heimen in ihren Alltagskompetenzen eingeschränkt sind. Außerdem sind auch Unterschiede nach Bildungsgrad feststellbar. So seien Über-80-Jährige mit einem hohen Bildungsgrad in ihren täglichen Aktivitäten eigenständiger. Weniger überraschend erscheint zudem, dass die Eigenständigkeit mit dem fortschreitenden Alter statistisch abnimmt, die jüngeren Hochaltrigen also weniger Unterstützung benötigen.

Mit ihrem Wohnumfeld verbunden fühlen sich über die Hälfte der hochaltrigen Menschen in Deutschland. 53,4 Prozent geben zudem an, ihrer Nachbarschaft vollkommen zu vertrauen. Der überwiegende Teil der Menschen über 80 Jahren ist darüber hinaus der Auffassung, in ihrem Wohnumfeld gut zu Fuß unterwegs sein zu können. Problematischer scheint jedoch die Situation der baulichen Barrieren. In ihrer Wohnung oder ihrem Haus geben nur 9,1 Prozent der Befragten an, keine Barrieren zu haben. Insofern seien barrierereduzierende Eigenschaften der Wohnungen hochaltriger Menschen „noch ausbaufähig“, wie es im Kurzbericht heißt.

Das Wohnumfeld spiele im Alter eine entscheidende Rolle und ältere Menschen sollten selbstbestimmt bis ins hohe Alter in vertrauter Umgebung leben können, heißt es auch in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum Erscheinen des achten Berichts. „Wir brauchen mehr gemeinschaftliche und generationsübergreifende Wohnformen, die den Verbleib in der vertrauten Umgebung möglich machen“, so Ministerin Paus weiter. „Entscheidend dafür sind die Gestaltung der Wohnung und des Wohnumfelds, aber auch verlässliche Fürsorgestrukturen und eine gute Nachbarschaft.“

Aufbereitet und ausgewertet wurden auch für diesen Bericht Daten, die zwischen November 2020 und April 2021 schriftlich und telefonisch erhoben worden sind.

Die Hochaltrigkeitsstudie D80+ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) durchgeführt. Bislang habe es kaum Erkenntnisse über das hohe Alter in Deutschland gegeben – und das vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft – was Ausgangspunkt für die Studie war.

Die Themen der anderen Kurzberichte finden Sie auch hier in einer Artikelübersicht.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat Anfang des Monats einen über 50-seitigen Jahresrückblick zu ihren Aktivitäten im vergangenen Kalenderjahr veröffentlicht.

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Die BAGSO beschreibt sich als Dachverband zahlreicher Senior*innenorganisationen in Deutschland selbst auch immer wieder als ‚Stimme der Älteren‘. In ihrem kürzlich herausgegebenen Jahresrückblick informieren sie über Initiativen und Projekte aus dem Jahr 2021 und ihren Einsatz für die älteren Generationen zum Beispiel durch Positionspapiere. Die 56-seitige Publikation kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Im Fokus der Aktivitäten des letzten Jahres stand dabei der 13. Deutsche Seniorentag, den die BAGSO alle drei Jahre durchführt und der im vergangenen Herbst das erste Mal in seiner Geschichte digital stattgefunden hat. Grund dafür war die anhaltende Pandemie: „Sechs Tage vor Beginn mussten alle Planungen in ein digitales Veranstaltungskonzept umgewandelt werden, was unter Mitwirkung aller Beteiligten in großem Umfang gelang“, heißt es dazu im Jahresrückblick. „Insgesamt haben über 4.500 Menschen die Veranstaltungen während der drei Tage online mitverfolgt. Viele Veranstaltungen wurden aufgezeichnet und können über den DST-YouTube-Kanal weiter aufgerufen werden. Mittlerweile gibt es über 16.000 Zugriffe im Internet, Tendenz weiter steigend“, zieht die Bundesarbeitsgemeinschaft positive Bilanz.

Auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie, die zur digitalen Variante des Seniorentags führte, ist Thema der BAGSO im vergangenen Kalenderjahr gewesen. „In den letzten Jahrzehnten wurden in unserer Gesellschaft die Potenziale des Alters betont und ein differenziertes Altersbild, das sowohl die Vulnerabilität wie auch die Leistungsfähigkeit Älterer im Blick hat. Die Corona-Krise aber hat das Bild eines heterogenen Alters zerstört und negative Altersbilder reanimiert“, wird beispielsweise Jens-Peter Kruse in der Broschüre zum Thema Wandel der Altersbilder zitiert. Kruse ist Mitglied des BAGSO-Vorstands.

2021 war auch Bundestagswahl. Das hat die BAGSO mit ihren Mitgliedsverbänden zum Anlass genommen, den im Bundestag vor der Wahl vertretenen Parteien Fragen zu stellen, die sich insbesondere auf die Interessenslagen älterer Menschen beziehen. Mehr zu den Wahlprüfsteinen finden Sie auch auf der Internetseite der BAGSO.

Weitere Schwerpunktthemen waren 2021 unter anderem Politische Teilhabe, Gesundheit, Demenz sowie Klimaschutz und Generationendialog.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat im Mai ein Positionspapier unter dem Titel „Bildung im Alter – für alle ermöglichen“ veröffentlicht.

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Bildung sei ein „Schlüssel zu gleichberechtigter Teilhabe“ und „der Wunsch, Neues zu erfahren, dazuzulernen und sich weiterzubilden“ daher auch unabhängig vom Lebensalter, wie es in einleitend in der Broschüre heißt. Bildung befähige zur Mitgestaltung, fördere die Persönlichkeitsentwicklung und mindere Einsamkeit. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl älterer Menschen in Verbindung mit den einschneidenden Veränderungen wie Digitalisierung und Klimawandel sei der Bedarf an Bildung auch im Alter groß wie nie. Daher müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Bildung bis ins hohe Alter ermöglichten.

In der Publikation fordert die BAGSO zunächst, Bildung im Alter als politische Aufgabe zu verankern. Zwar gebe es in fast allen Bundesländern inzwischen Erwachsenenbildungsgesetze, nun müsste diese – und dabei auch Bildungsangebote für Ältere – finanziell angemessen gefördert werden. Im Schnitt liege der Anteil der Erwachsenenbildung am gesamten Bildungsbudget der Länder bei unter einem Prozent.

Außerdem setzt sich die BAGSO für eine „Nationale Bildungsstrategie“ ein: „Um Bildungsgerechtigkeit und gleiche Teilhabechancen im Alter zu ermöglichen, ist eine nationale Strategie für Bildung im Alter notwendig.“ Bei deren Erarbeitung sollten beispielsweise auch Senior*innenvertretungen einbezogen werden.

In der Broschüre wird zudem problematisiert, dass die Bildungsgelegenheiten bundesweit recht unterschiedlich verteilt seien. Neben einem Stadt-Land-Gefälle gebe es auch große Lücken im Norden und Osten des Landes. Es brauche daher weitere, kostengünstige und niedrigschwellige Angebote in den betreffenden Regionen – in ländlichen Gebieten seien gemeindeübergreifende Kooperationen auch an ungewöhnlichen Orten denkbar.

Weitere Aspekte und Forderungen, die in dem Positionspapier erläutert werden, sind die Förderung thematischer Vielfalt, die Erhebung von Daten zum Bildungsverhalten Älterer, die Förderung von Transfers „guter Praxis“, die Stärkung der Geragogik sowie die Verbesserung der Informationen zu Bildungsangeboten. Zu dem 12-seitigen Papier gelangen Sie unter diesem Link.

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Erwerbstätigkeiten im Ruhestand sind verbreiteter als noch Mitte der 1990er Jahre. Gleichwohl ist es immer noch eine deutliche Minderheit der Rentner*innen, die nebenbei arbeiten gehen. Die Gründe für eine Erwerbstätigkeit seien dabei unterschiedlich und nicht nur finanziell bedingt, wie eine Studie des IAB nun verdeutlicht.

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Eine Minderheit der Rentenbezieher*innen in Deutschland ist zusätzlich erwerbstätig. Nach Ergebnissen der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind das im Schnitt 7,7 Prozent der Menschen ab 65 Jahren. Allerdings lohnt sich dabei ein genauerer Blick auf die Altersgruppen innerhalb des Ruhestandsalters: 15,0 Prozent der 65- bis 69-Jährigen sind parallel zum Rentenbezug erwerbstätig, ab 75 Jahren sind es nur noch 2,0 Prozent. Differenziert nach Beschäftigungsform ist die geringfügige Beschäftigung (sog. „Minijobs“) mit 67,5 Prozent die häufigste bei den 65- bis 74-Jährigen. Der Mittelwert der Wochenarbeitsstunden liegt bei 14,5 Stunden.

Mit jeweils über 90 Prozent sind „Spaß an der Arbeit“, „Weiterhin eine Aufgabe haben“ und „Kontakt zu anderen Menschen“ die Hauptmotive für eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter. „Finanzielle Situation“ geben demnach nur 43 Prozent der arbeitenden Rentner*innen als Grund an. In der Studie wird allerdings nicht nur auf die Gründe für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit abgezielt. „Wir widmen uns auch der Frage, weshalb die meisten Rentnerinnen und Rentner keiner Erwerbstätigkeit nachgehen“, heißt es im IAB-Kurzbericht. Personen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren geben als Gründe für ihre Nicht-Erwerbstätigkeit an, „im Leben genug gearbeitet“ (83%) und/oder ausreichendes Haushaltseinkommen (81%) zu haben.

Der Bericht hält fest, dass es ganz unterschiedliche Gründe für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit gibt. Die Wahrscheinlichkeit, einer entsprechenden Tätigkeit nachzugehen, steigt mit höherem Bildungsniveau und einer Integration in den Arbeitsmarkt bis zum Renteneintritt. „Wenngleich finanzielle Motive für die Erwerbsarbeit bei Rentenbeziehenden nicht im Vordergrund stehen, sind sie doch nicht zu vernachlässigen“, heißt es allerdings einordnend in dem Bericht. „Sie werden von mehr als 40 Prozent der erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner als zusätzlicher Beweggrund genannt, überdurchschnittlich oft im unteren Einkommensbereich und von Rentnerinnen.“

Der IAB-Kurzbericht zur Studie mit dem Titel „Erwerbsarbeit im Ruhestand hat vielfältige Gründe – nicht nur finanzielle“ kann hier heruntergeladen werden.

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Am 14. Juni lädt das Kompetenznetz Einsamkeit zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Konferenz „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ ein. Ziel ist, dass Thema Einsamkeit politisch und wissenschaftlich stärker zu beleuchten und den Diskurs zu Gegenstrategien voranzutreiben.

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„Einsamkeit ist ein negatives Gefühl, das nicht erst seit der Corona-Pandemie im Leben vieler Menschen eine Rolle spielt“, heißt es einleitend in der Veranstaltungsbeschreibung auf der Internetseite des Kompetenznetz Einsamkeit. „Chronische Einsamkeit senkt die Lebensqualität und kann sich negativ sowohl auf die körperliche und psychische Gesundheit als auch auf das Denken, Verhalten und Erleben eines Menschen auswirken.“

Es handle sich demnach um ein vielschichtiges Problem, das bereits von Akteur*innen im bürgerschaftlichen Engagement, in der Sozialen Arbeit und in Forschung und Politik thematisiert werde. Die Konferenz, die von 10:00 bis 17:00 Uhr im Humboldt Carré in Berlin stattfinden soll, will das Thema Einsamkeit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und ein gemeinsames Verständnis des Begriffs entwickeln. Die Konferenz soll zur Sensibilisierung beitragen und Strategien zur Bekämpfung und Vorbeugung von Einsamkeit diskutieren.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Engagierte, an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Politiker*innen, Forschende und Vertreter*innen von Wohlfahrtsverbänden und anderen Organisationen. Mehr zur Veranstaltung sowie Informationen rund um die Anmeldung finden Sie unter diesem Link.

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Der siebte Kurzbericht der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) ist erschienen. In diesem Teil geht es um die Auswirkungen von Demenz auf Lebensqualität und Versorgung.

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Die Erkenntnisse der Befragungen, die im Rahmen der Hochaltrigkeitsstudie zwischen November 2020 und April 2021 durchgeführt worden sind, werden derzeit in regelmäßigen erscheinenden Berichten ausgewertet. Die Kurzberichte haben eine Länge von rund 20 Seiten und behandeln jeweils ein Thema. Im kürzlich publizierten siebten Bericht dieser Art geht es um das Thema Demenz. Über diesen Link gelangen Sie direkt zu der Publikation. Eine Übersicht über die anderen Themen finden Sie unter anderem hier.

18,1 Prozent der Menschen ab 80 Jahren würden laut Bericht als demenzerkrankt eingestuft werden. Eine leichte kognitive Beeinträchtigung haben 24,9 Prozent und ohne entsprechende Einschränkungen seien 57,0 Prozent der Befragten. Der Großteil der Menschen mit Demenz im hohen Alter lebe in Privathaushalten (69,6 Prozent), in Pflegeeinrichtungen seien es 18,6 Prozent.

Eine weitere Kernaussage des Berichts: Menschen mit Demenz erlebten positive Emotionen – wenngleich seltener als Menschen ohne kognitive Beeinträchtigungen. Gleichzeitig zeigten Menschen mit Demenz allerdings deutlich mehr Symptome einer Depression, verstärkt erkennbar sei dies in Pflegeheimen. Auch die Lebenszufriedenheit werde geringer bewertet. Die Demenz habe damit einen deutlichen Effekt auf diese. Darüber hinaus würden Menschen mit einer Demenz weniger Autonomie erleben als jene ohne oder mit milder Einschränkung der Kognition.

Bei der D80+-Studie handelt es sich um die bundesweite Weiterentwicklung der NRW80+-Studie, um auch für das hohe Alter im ganzen Bundesgebiet eine bessere Datenlage zu erlangen. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 10.000 Menschen zu ihrer Lebensqualität und Lebenssituation befragt.

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Im Rahmen des Projekts „Digitale Nachbarschaft“ haben Deutschland sicher im Netz e.V. und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Kooperation mit Aktion Mensch e.V. eine Handreichung zur digitalen Teilhabe veröffentlicht. Das Handbuch richtet sich insbesondere an Aktive in der Vereinsarbeit. Ziel ist, Webinhalte von Vereinen möglichst barrierearm zur Verfügung stellen zu können.

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Einleitend bedient sich die Broschüre eines Vergleichs: An vielen öffentlichen Orten würden wir zu Augenzeug*innen baulicher Maßnahmen, zum Beispiel wie Rampen gebaut werden, um Treppen als Barriere umgehen zu können. Doch die „Treppen“ im digitalen Raum gebe es auch – nur seien die Barrieren oft nicht sichtbar. „Du und Dein Verein tut gut daran, die eigenen Angebote und Arbeitsweisen auf Kriterien digitaler Teilhabe zu überprüfen“, heißt es daher in der Handreichung. „Das Vereinswesen ist so bunt und vielfältig wie seine Mitglieder selbst. Diese Vielfalt gilt es mitzudenken. Lassen wir die digitalen Treppen links liegen und verwandeln sie in Fahrstühle.“

Die Broschüre will sensibilisieren, informieren und konkrete Beispiele vorstellen, unter anderem wie Leichte Sprache benutzt werden kann. Zunächst werden Grundbegriffe des digitalen Zeitalters erklärt und die derzeitige Chancengerechtigkeit diskutiert. Im zweiten Kapitel geht es dann um Möglichkeiten barrierearmer Webinhalte. Beispiele dafür sind die Verwendung eines „Screenreaders“, der Bildschirminhalte akustisch wiedergeben kann, das Nutzen von hohen Kontrasten zur besseren Lesbarkeit oder die Vermeidung von störenden Inhalten wie automatisch startende Animationen.

„Wenngleich ein langer Weg vor Dir liegt, kannst Du Deine Vereinsarbeit bereits mit einfachen Mitteln optimieren und damit aktiv zu einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft beitragen“, ermutigen die Autor*innen die Leser*innen. „Wichtig ist es, sich immer wieder mit Menschen auszutauschen, die entweder direkt betroffen sind oder sich mit Barrieren im Netz auskennen. Jeder Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Das Handbuch kann hier kostenlos gelesen und heruntergeladen werden. Mehr aus dem Projekt Digitale Nachbarschaft erfahren Sie hier.

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Vor rund einem Jahr haben wir über die Erscheinung des Buches „Das ist alles unsere Lebenszeit“ berichtet, in dem ältere Schwule und Lesben zu ihren Erfahrungen mit der Corona-Krise interviewt wurden. Die Autorin hat noch einmal mit einigen der Interviewpartner*innen gesprochen, auch die Folgepublikation ist nun verfügbar.

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Die im Frühjahr 2021 erschiene Gesprächsreihe wurde durch den Verein rubicon veröffentlicht, der selbst schwule, lesbische und queere Menschen berät. Der Verein hat nun auch eine Folgebroschüre herausgegeben. „‚Wir haben uns verändert, die Welt hat sich verändert‘. Ältere Lesben und Schwule nach zwei Jahren Corona-Krise“ heißt die aktuelle Publikation, in der die Autorin Vera Ruhrus mit vier der ursprünglichen zehn Gesprächspartner*innen erneut gesprochen hat.

Eine der Geprächspartner*innen von damals, die nun auch wieder interviewt wurde, ist die 71-Jährige Betty. „Die Nachricht von der Omikron-Welle im Herbst 21 hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, erklärt sie nun in dem zweiten Gespräch. Betty überlege nun zweimal, ob sie derzeit in Räume gehe, in denen sich viele Menschen aufhalten. So gehe sie nicht mehr ins Kino, obwohl sie das gerne wollte. Da sei sie einer Gefahr ausgesetzt. „An allen Ecken und Enden fühle ich mich ausgebremst“, empfindet die 71-Jährige die Situation. Sie ergänzt aber auch: „Ich kann aber nicht immer nur pessimistisch in die Gegend schauen. Daher gucke ich immer wieder: Was ist momentan möglich, was ist vertretbar? Und mache es dann.“ Die Alternative – unter der eigenen „Käseglocke“ zu bleiben – gehe schließlich auch nicht.

In den Gesprächen spielen vor allem die Entwicklungen seit dem letzten Aufeinandertreffen zwischen Autorin und Interviewpartner*innen eine Rolle. Das die Pandemie so lange anhalte, damit hätte man bei den Gesprächen der ersten Runde nicht gerechnet. Vera Ruhrus erklärt im Fazit selbst, mit der damaligen Ankündigung eines Impfstoffes von einem baldigen Ende der pandemischen Situation ausgegangen zu sein. „Je häufiger eine Welle der Pandemie mit Lockdown und Teillockdown der anderen folgte, umso mehr waren auch die Widerstandskräfte und biographisch erworbenen Ressourcen der älteren Lesben und Schwulen gefragt. Die Erzählungen spiegeln dies wider“, heißt es im Fazit.

Das Buch ist kostenfrei als PDF unter diesem verfügbar.

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