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Neue Wohnformen

Unter dem Motto „#Gemeinsam Mehr“ hat Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) Anfang Mai den Bundespreis Mehrgenerationenhaus verliehen. Sechs Mehrgenerationenhäuser wurden für besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

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Am 4. Mai wurde der Bundespreis Mehrgenerationenhaus #Gemeinsam Mehr durch Lisa Paus überreicht, die die vergangenen Monat zurückgetretene Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) im Amt der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ersetzt. Der Preis würdigt „vorbildlichen Einsatz für das Miteinander“, wie es in der Überschrift der Pressemitteilung des Ministeriums heißt. Darin heißt es weiter von Paus wörtlich: „Mit dem Wettbewerb wollen wir den Mehrgenerationenhäusern und ihren haupt- und ehrenamtlich Aktiven Danke sagen. Und wir wollen der breiten Öffentlichkeit zeigen, wie kreativ und vielfältig das Engagement der Mehrgenerationenhäuser ist. Die Mehrgenerationenhäuser stehen für ein spürbares Mehr an Lebensqualität für Jung und Alt. Sie schaffen ein Mehr an Gemeinschaft und Verbundenheit in den Nachbarschaften.“ Gerade jetzt sei dieses Miteinander wichtig, betont die Ministerin vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine.

Es gab insgesamt fünf Kategorien, in denen Mehrgenerationenhäuser ausgezeichnet wurden: Demokratiestärkung, ökologische Nachhaltigkeit, Zusammenhalt, Bildung & Unterstützung und als Sonderpreis unter dem Motto „Gemeinsam stark in Pandemiezeiten“. In der Kategorie Bildung & Unterstützung sind zwei Projekte ausgezeichnet worden.

Die Übersicht über die Preisträger*innen und weitere Informationen finden Sie hier. Der Bundespreis Mehrgenerationenhaus #Gemeinsam Mehr wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Mit dem Mehrgenerationenhauspreis DemografieGestalter gab es allerdings einen Vorgängerpreis, der seit 2018 verliehen wurde. Die Liste der Gewinner*innen des letzten DemografieGestalter-Preises finden Sie hier.

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Im Rahmen des Nachbarschafts-Wettbewerbs „Klimaschutz nebenan“ können noch bis zum 15. Mai 2022 Beiträge eingereicht werden. Gesucht werden Ideen, wie Sie und andere in der Nachbarschaft zum Klimaschutz beitragen können. Ein Preisgeld soll die Umsetzung der besten Ideen ermöglichen.

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Bis zu 3.000 Euro gibt es für die Ideen, die nach einer Online-Abstimmung die meisten Stimmen bekommen. Die zehn besten Vorschläge erhalten dabei jeweils 1.000 Euro, eine Fachjury wählt aus diesen anschließend noch einmal fünf aus, die weitere 2.000 Euro erhalten sollen. Das Geld ist als Startkapital gedacht, um die Ideen bei der Umsetzung zu unterstützen. „Klimaschutz geht uns alle an. Und wie bei vielen anderen Herausforderungen sind es auch hier oft lokale Aktivitäten, die einen wichtigen Lösungsbeitrag leisten“, so Esra Kücük vom Vorstand der Allianz Umweltstiftung. Sie ist zudem Teil der Fachjury für die Ausschreibung. „Genau diese Aktivitäten oder Ideen wollen wir im Rahmen des Wettbewerbes finden und einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen. Wir freuen uns auf möglichst viele kreative Wettbewerbsbeiträge und Klimaschutz-Ideen.“

Denkbar sind beispielsweise Ideen wie gemeinsames Müllsammeln im Viertel, eine Fahrradwerkstatt oder andere „Repair-Cafés“ zur Stärkung der Nachhaltigkeit von Produkten. Weitere Anregungen und Informationen zur Teilnahme finden Sie auf der Internetseite zum Wettbewerb.

Veranstaltet wird der Wettbewerb auf Initiative der Stiftung nebenan.de.

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In einem im Februar erschienenen SPIEGEL-Interview spricht Dagmar Hirche, Vorsitzende des Vereins Wege aus der Einsamkeit e.V., über Digitalisierung, Teilhabe im Alter und ihre Forderungen.

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Schon seit Jahren setzt sich Dagmar Hirche für die Digitalisierung des Alters ein. Sie berät und unterstützt Senior*innen mit ihrem Verein Wege aus der Einsamkeit (WadE) im Umgang mit Smartphones oder Tablets, veranstaltet regelmäßige „Versilberer-Runden“ über die Videokonferenz-Plattform Zoom oder veröffentlicht Videos mit Tipps zum sicheren Umgang mit dem Internet. Dabei macht sie immer wieder klar, dass Digitalisierung eine Frage von Teilhabe ist.

In einem Interview mit dem SPIEGEL („Kostenloses WLAN für alle Altenheime“ vom 12.02.2022) sagt sie, dass seit Beginn der Pandemie zurecht viel über den Digitalisierungsbedarf an Schulen gesprochen wird. „Aber warum werden immer die alten Menschen vergessen, wenn es um Digitalisierung geht?“, merkt sie in dem Gespräch kritisch an. „Das ist Altersdiskriminierung.“ Digitalisierung dürfe nicht bei der Generation 60 plus aufhören. „Das muss bei 120 aufhören.“

Das viele ältere Menschen noch zu den „Offlinern“ gehörten, sei problematisch, es gehe schließlich um Teilhabe. Ohne E-Mails, Smartphones oder der Möglichkeit, sich beispielsweise online fürs schwimmen gehen anzumelden – wie im Lockdown teilweise vorausgesetzt wurde – ist es mittlerweile schwierig geworden. Auf die Frage, was die WadE-Vorsitzende denn fordere, antwortet Hirche: „In allen Altenheimen kostenfreies WLAN – und zwar in allen Zimmern.“ Es nütze nichts, Internet nur im Aufenthaltsraum empfangen zu können, wenn man das Zimmer nicht mehr verlassen könne. Außerdem fordert Hirche „Schulungsangebote an jeder Ecke.“ Auch wenn häufig so getan würde, sei es nicht selbstverständlich, den Umgang mit Luca-App, Corona-Warn-App oder der App CovPass auf Anhieb zu verstehen. Hirche und ihre Mitstreiter*innen bieten selbst solche Schulungen an. Die meisten, die diese Unterstützung wahrnehmen, seien zwischen 72 und 88 Jahre alt.

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Sogenannte Smart-Home-Technologien könnten den Alltag von Senior*innen erleichtern. So können beispielsweise die Steuerung des Lichts oder einiger Haushaltsgeräte per Stimmbefehl ein selbstbestimmteres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Der Digitalverband Bitkom hat dafür einen Leitfaden veröffentlicht, der in Smart-Home-Lösungen einführt.

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„In einer älter werdenden Gesellschaft, die vor wachsenden Herausforderungen steht, müssen wir die Chancen der Digitalisierung mutig ergreifen“, schreibt der Digitalverband Bitkom einleitend in dem aktuellen Leitfaden „Digitale Lösungen für das Wohnen im Alter“. „Bisher ist die Digitalisierung im häuslichen Sektor bei älteren Menschen kaum angekommen, obwohl Smart-Home-Lösungen gerade diese Altersgruppe unterstützen“, heißt es darin weiter.

Smart-Home-Systeme könnten dazu Beiträgen, dass Senior*innen länger und selbstbestimmter in der eigenen Häuslichkeit leben könnten und erst später – oder sogar gar nicht – in eine Pflegeeinrichtung ziehen müssten. Der Wegzug aus der vertrauten Umgebung werde oft als belastend empfunden.

Unter Smart-Home-Geräten werden beispielsweise Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter, Sprachassistenzsysteme oder sogenannte „intelligente Beleuchtungssysteme“, die sich beispielsweise durch Sensoren an- und ausschalten lassen. In dem Bitkom-Leitfaden werden entsprechende Systeme in Form eines Überblicks vorgestellt.

Die rund 20-seitige Broschüre enthält darüber hinaus jedoch auch Vorschläge für politische Maßnahmen. Um digitale Lösungen für das Wohnen im Alter umsetzen zu können, sei beispielsweise der flächendeckende Breitband-Ausbau eine wesentliche Grundvoraussetzung. Auch bei der Finanzierung müsse sich einiges ändern: „Mehr digitale Lösungen müssen seitens der Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt und finanziert werden“, fordert der Digitalverband.

Der Einsatz von Sprachassistenten könnte neben Erleichterungen beim Wohnen im Alter auch eine positive Rolle beim Thema Alterseinsamkeit spielen. Dazu finden Sie einen Beitrag unter diesem Link.

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2002 wurde der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen (UN) verabschiedet. Alle fünf Jahre gibt es einen Bericht zur Bewertung des Umsetzungsstandes, bei dem sich neben der Bundesregierung auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) beteiligt. Ende des vergangenen Jahres hat die BAGSO ihre Bewertung in Form einer Stellungnahme veröffentlicht.

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Zur Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans, der in Madrid verabschiedet wurde und in diesem Jahr zwanzigjähriges Jubiläum feiert, gibt es einen Nationalen Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über die Umsetzung und Situation in Deutschland. Die BAGSO hat mit einer eigenen Stellungnahme Ende des vergangenen Jahres die Sichtweise der Zivilgesellschaft ergänzt.

Einer der größten Erfolge der Seniorenpolitik der letzten zwanzig Jahre in Deutschland im Hinblick auf die Würdigung des Potentials älterer Menschen sei laut dem Bericht der Bundesregierung die nachhaltige Förderung von Mehrgenerationenhäusern. Bundesweit gebe es mittlerweile rund 530 solcher „Begegnungsorte und Anlaufstellen mit niedrigschwelligen und wohnortnahen Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangeboten, die allen Menschen offenstehen und soziale Teilhabe sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Generationen und Kulturen fördern.“

Für die Verlängerung des Arbeitslebens und der Arbeitsfähigkeit verbucht die Bundesregierung die Einführung des Pflegezeitgesetzes (PflegeZG) und des Familienpflegezeitgesetzes (FPfZG) als wichtigsten Erfolg. Bei der Sicherstellung der Würde und Selbstbestimmung im Alter hebt der Bericht zudem die Erstellung der „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ als größten Erfolg der letzten 20 Jahre hervor.

Ergänzend zu dem Nationalen Bericht hat die BAGSO als größter Dachverband der Seniorenorganisation ihre Mitgliedsverbände zum Umsetzungsstand befragt und die wichtigsten Erkenntnisse in einer 16-seitigen Stellungnahme aus Sicht der Zivilgesellschaft zusammengetragen. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft spricht von generellen Erfolgen, so seien die Bedingungen für das Älterwerden seit dem letzten Bericht 2017 z. B. im Hinblick auf gesundheitliche Prävention besser geworden. Auch seien differenziertere Altersbilder in den vergangenen Jahren zunehmend wahrgenommen worden. Allerdings gebe es auch noch reichlich Handlungsbedarf. Beispielsweise bei der Sicherung der Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe oder soziale Sicherheit im Alter. Konkrete fordert der Dachverband im Bericht:

  • Zugänge zu digitalen Medien und das Recht auf analoge Zugänge,
  • Pflege, inkl. der Hospiz- und Palliativpflege, auch im häuslichen Bereich,
  • Daseinsvorsorge in den Kommunen, auch im ländlichen Raum, und integrierte Quartiersentwicklung sowie
  • Barrierefreiheit, auch in Bezug auf die Mobilität Älterer.

Die Aspekte werden in dem Dokument jeweils weiter erläutert.


Linksammlung zu den Berichten:

Madrid international plan on action and ageing (Weltaltenplan, englisch): political-declaration-en.pdf (un.org)

Nationaler Bericht der Bundesregierung: Nationaler Bericht Bundesrepublik Deutschland (bmfsfj.de)

BAGSO-Stellungnahme: Eine Bewertung der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans in Deutschland aus Sicht der Zivilgesellschaft (BAGSO)

Über die Bedeutung des Zweiten Weltaltenplans für die Altenpolitik hat die BAGSO 2019 eine eigenständige Broschüre herausgegeben, die sie hier finden: Eine Gesellschaft für alle Lebensalter – Der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen und seine Bedeutung für die Altenpolitik (bmfsfj.de).

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In diesem Jahr wurde der jährliche GERAS-Preis der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) zum fünften Mal verliehen. Am 7. Dezember 2021 hat die Jury die drei Preisträger*innen ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden Einrichtungen gesucht, die sich in der Pandemie besonders für die Selbst- und Mitbestimmung der Bewohner*innen eingesetzt haben.

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Im Rahmen der digitalen Mitgliederversammlung der BAGSO am 7. Dezember wurde auch der jährliche GERAS-Preis verliehen, der mit insgesamt 5.000 Euro dotiert ist. Mit der im Sommer gestarteten Ausschreibung des Preises wurden Einrichtungen gesucht, die trotz der pandemiebedingten Umstände im Rahmen des Möglichen auf die Selbstbestimmung und Mitwirkung der Senior*innen gesetzt haben. „In die Entscheidung über Maßnahmen zum Infektionsschutz wurden die Bewohnerschaft und ihre Vertretungen häufig nicht einbezogen. Die Leitungen von Einrichtungen haben jedoch in unterschiedlicher Weise Spielräume zugunsten der Bewohnerinnen und Bewohner genutzt“, hieß es damals in einer Pressemitteilung zur Themenwahl der Ausschreibung. So sollten Bewohner*innen beispielsweise in die Entwicklung von Besuchskonzepten einbezogen worden seien.

Gewonnen haben das DRK-Pflegeheim Dorum, das Pflegezentrum Sundern der Alloheim Residenzen sowie das Haus Bethanien in Braunschweig. Im Pflegeheim Dorum seien die Bewohnerinnen und Bewohner zu keinem Zeitpunkt der Pandemie sozial isoliert gewesen. „Es wurden individuelle Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern geführt, durch die viele Bedürfnisse und Wünsche umgesetzt werden konnten“, heißt es in der Begründung der Jury. Neben der Bereitstellung von digitalen Technologien habe es in der Einrichtung im Landkreis Cuxhaven auch Möglichkeiten für sichere Besuche gegeben, beispielsweise durch das Aufstellen von Strandkörben oder Holzhütten.

Das Pflegezentrum Sundern im Hochsauerlandkreis zeichnete sich durch „zahlreiche Maßnahmen“ aus, die „eine Vereinsamung der Bewohnerinnen und Bewohner“ vermeiden sollten. Organisiert wurde beispielsweise ein Zirkusbesuch, digitale Kaffeetafeln mit angehörigen oder Zaungespräche mit den „Patenkindern“ des lokalen Kindergartens. Schutzmaßnahmen habe man mit den Bewohner*innen zusammen im Heimbeirat besprochen.

Am Haus Bethanien habe der Jury besonders beeindruckt, dass es monatliche Heimbeiratstreffen und einen wöchentlichen Austausch zwischen der Heimleitung und dem Beiratsvorsitzenden gegeben hätte. Das habe zu einer „Sicherstellung von Autonomie und Teilhabe der Bewohnerschaft“ beigetragen. Positiv hervor hebt die Jury in ihrer Begründung auch die „Einrichtung eines hausinternen Radios, über das die Bewohnerschaft informiert wurde und Grußbotschaften erhalten konnte.“

Unter diesem Link gelangen Sie zu den Preisträger*innen und den jeweilige Jury-Begründungen.

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Mit einer neuen Landesberatungsstelle fördert das Land Hessen künftig die Koordination von Initiativen, die sich für gemeinschaftliches Wohnen einsetzen.

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Wenn Menschen zusammen ein Wohnprojekt organisieren wollen, bedarf es einer Menge Planung von Gruppen- und Bauprozessen. Dafür braucht es Initiativen und einen Erfahrungsaustausch zwischen existierenden Projekten. Eine neu geschaffene Beratungsstelle in Hessen soll dabei helfen, entsprechende Initiativen zu unterstützen und zusammenzubringen.

„Die Landesberatungsstelle unterstützt Initiativen beim Aufbau und bei ihrer Weiterentwicklung. Als Koordinatorin für gemeinschaftliches Wohnen vernetzt sie die verschiedenen Akteur:innen, macht hessische Netzwerke und Beratungsstellen sichtbar und bietet mit diesen zusammen Veranstaltungsformate an“, heißt es selbstbeschreibend auf der sich noch im Aufbau befindenden Internetseite der Beratungsstelle. Neben der Vernetzung und den Informationsveranstaltungen biete die Beratungsstelle „fallbezogene Erstberatungen“ an.

Eingerichtet wird die Landesberatungsstelle im Auftrag des Landesministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, während das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. für deren Betrieb zuständig ist. Dem Netzwerk gehören nach eigenen Angaben über 100 Projekte aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region an, wobei der Beratungsbedarf weit über die Regionen hinausgehe: „Wir erhalten zunehmend Beratungsanfragen auch aus anderen Landesteilen Hessens“, so Birgit Kasper, Stadtplanerin und Leiterin der Koordinations- und Beratungsstelle des Vereins. „Es freut uns sehr, dass wir mit der Landesberatungsstelle das Thema in die ganz unterschiedlichen Räume Hessens mit ihren jeweils spezifischen Bedarfen tragen können“.

Das Thema gemeinschaftlicher Wohnprojekte wird auch für Senior*innen bedeutender, da es immer mehr solcher Projekte auch im höheren Alter gibt. Beispiele dafür sind neben „Senioren-WGs“ auch Formen des Mehrgenerationen-Wohnens. Hier finden Sie einige Beispiele. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Veranstaltung zu Rechtsformen gemeinschaftlicher Wohnprojekte am 24. August 2021.

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„Gemeinschaftliche Wohnprojekte – Welche Rechtsform für unser Projekt?“ lautet der Titel einer Online-Veranstaltung, die die Stiftung Trias und das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. im August anbietet.

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„Selbstbestimmt oder mit einer/m Investor/in? Gemeinwohlorientiert oder vorrangig im Interesse der Gruppe? Welche Rechtsform ist die richtige?“ – unter anderem mit diesen Fragen will sich die Veranstaltung zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten auseinandersetzen. „Elementar ist, dass die gewählte Rechtsform zu den Zielen und finanziellen Möglichkeiten der späteren Bewohnerinnen und Bewohner passt“, heißt es in der Einladung. „Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Vielfalt, stellt beliebte Rechtsformen vor und bietet Raum für Fragen und Diskussionen.“

Das Programm sieht unter anderem Beiträge zu den Themen „Selbstorganisiert wohnen – solidarisch wirtschaften. Das Mietshäusersyndikat“ oder „Die Genossenschaft (eG) – demokratisch strukturiertes Gemeinschaftseigentum“ vor, in denen entsprechende Modelle vorgestellt werden.

Die Veranstaltung kostet 70 Euro, für FORUM-Mitglieder ist allerdings ein Nachlass vorgesehen. Stattfinden wird das Seminar am 24. August in der Zeit von 10.00 - 16.15 Uhr über das Videokonferenz-Programm „Zoom“. Eine Anmeldung ist bis zum 18. August notwendig.

Bei FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. handelt es sich um einen bundesweiten Verein, der sich für selbstorganisierte und gemeinschaftliche Wohnprojekte einsetzt, Kommunen berät und Akteur*innen zusammenbringt. Die Stiftung Trias setzt sich neben gemeinschaftlichen Wohnprojekten auch für die Themen Boden und Ökologie ein und fördert daher unter anderem Wohnprojekte mit ökologischen Inhalten.  

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Viele Senior*innen gelangen früher oder später an den Punkt, an dem die bisherigen Wohnverhältnisse den Bedarfen des Alters nicht mehr gerecht werden. In einem von BISS (Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e.V.) veröffentlichten Artikel werden verschiedene Wohnformen beschrieben, die im Alter eine Rolle spielen können.

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Die eigene Wohnung bietet Sicherheit und Orientierung. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung hängt zu einem nicht geringen Teil auch mit der Frage zusammen, wo und wie jemand wohnt. „Wie aber lässt sich Selbstbestimmung und Unabhängigkeit leben, wenn Körper und Geist im Alterungsprozess Einschränkungen unterworfen sind? Welche Wohnformen gibt es, beides im größtmöglichen Maße aufrechtzuerhalten?“.

Diesen und weiteren Fragen geht Andreas Kringe in einem für BISS verfassten Artikel nach.

Oft werden sich Gedanken über mögliche künftige Wohnformen, die den Bedarfen des Älterwerdens gerecht werden, erst gemacht, wenn die eigenen Wohnverhältnisse bereits zur Herausforderung werden. Der Artikel soll dazu beitragen, vorher über verschiedene Wohnformen im Alter aufzuklären.

Neben der Möglichkeit, in Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen oder in Formen Betreuten Wohnens zu leben, wird beispielsweise das Modell der „Senioren-Wohngemeinschaft“ beschrieben: „Die Motivation dafür, in eine Senioren-WG zu ziehen, ist meist der Wunsch, im Alter nicht allein leben zu wollen“, heißt es dazu in dem aktuellen Beitrag. „Die Bewohner teilen sich ein Haus oder eine Wohnung und nutzen einen Pflegedienst für den Fall, dass einer oder mehrere Mitbewohner pflegerische Unterstützung benötigt. Diese Wohnform entsteht oft schon vor dem Renteneintrittsalter, wenn es etwa darum geht, Freizeit mit gleichgesinnten zu verbringen.“

Eine weitere Variante sei das „Mehrgenerationenwohnen“, bei dem „verschiedene Generationen unter einem Dach wohnen, ohne miteinander verwandt sein zu müssen.“ Dabei gebe es sowohl einen „persönlichen Wohnbereich“ als auch einen „gemeinsam genutzten Bereich.“

Mehr Beispiele und Informationen zu verschiedenen Wohnformen im Alter finden Sie direkt in dem BISS-Artikel.

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Um älteren Menschen ein möglichst langes Wohnen in vertrauter Umgebung zu ermöglichen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Oktober das Modellprogramm „Leben wie gewohnt“ gestartet.

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Damit Menschen auch im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können, brauche es „eine entsprechende soziale, technische und digitale Infrastruktur“, heißt es auf der Internetseite des BMFSFJ. Um beispielgebende Projekte zu fördern, hat das Bundesfamilienministerium das Modellprogramm „Leben wie gewohnt“ gestartet. Das Förderprogramm ist im Oktober 2020 angelaufen und wird bis Dezember 2023 gehen. Bewerbungen für eine Förderung im Rahmen des Modellprogramms seien ab jetzt möglich, die Anzahl der geförderten Projekte sei begrenzt.

„Die Projekte sollen zeigen, wie ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben und Wohnen im Alter möglich ist“, so das Ministerium.

Bereits in den letzten Jahren habe das Familienministerium einige Modellprogramme in diese Richtung initiiert. „Leben wie gewohnt“ solle diese Ansätze weiterführen. „Ziel des Programms ist es, Menschen auch im hohen Alter, bei Beeinträchtigungen oder Pflegebedarf so lange wie möglich im gewohnten Zuhause zu unterstützen, soziale und gesellschaftliche Teilhabe anzuregen und einer Vereinsamung entgegenzuwirken“, beschreibt das BMFSFJ die Idee des Programms. Schwerpunkte des Programms seien digitales und technikgestütztes Wohnen, inklusives und gemeinschaftliches Wohnen und Mobilität und Teilhabe.

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