Logo DISW

Neue Wohnformen

Viele Senior/innen, deren Wohnsituation nicht mehr den Bedürfnissen des Alters gerecht werden kann, sehen sich nach passenden Alternativen um. Noch kann die Nachfrage jedoch nicht gedeckt werden: Man müsse mehr barrierefreie Komplexe schaffen, in denen Senior/innen Zugang zu allem Notwendigen hätten: Zu Praxen, Einkaufsmöglichkeiten und Pflegeeinrichtungen, auch aber zu einem inklusiven Leben und Nachbarschaft im Wohngebiet.

Weiterlesen

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats Pinneberg, Dieter Wenskat, ist der Überzeugung, die Entwicklung der Senior/innen auf dem Wohnmarkt sei unterschätzt worden. Das Pinneberger Tageblatt, welches von der Problematik berichtete, holte die Meinung des Experten ein: Wenskat, der auch in der Privatisierung der Pflegeheime ein großes Problem sieht, betonte, dass erst jetzt die notwendigen Strukturen gebildet würden – obwohl die wachsende Nachfrage für Investor/innen profitabel sein könnte. Die Verantwortung dafür liege jedoch bei den Gemeinden und sollte nicht auf Profit ausgerichtet sein.

Ähnliches haben sich wohl auch einige Bürger/innen in Geesthacht gedacht: Gemeinsam planen eine Eigentümergemeinschaft und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schleswig-Holstein seniorengerechte Komfortwohnungen mit dem Betreuungskonzept „Wohnen mit Service“. Dabei wolle man eben die besonderen Bedürfnisse an das Leben im Alter berücksichtigen: „Wohnen mit Service“ biete älteren Mieter/innen Sicherheit, Begleitung, Unterstützung und Pflege, so AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck. Sie könnten kulturelle und sportliche Angebote nutzen oder an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, leben dabei selbstbestimmt, unabhängig und privat in ihren eigenen vier Wänden.

Das Projekt sei für die Senior/innen in Geesthacht ein Lichtblick, so Heinrich Siewers, Vorsitzender des AWO Ortsvereins: Schon seit fünf Jahren habe man sich für mehr altersgerechten Wohnraum eingesetzt – „nun tut sich endlich was“.

Für mehr Informationen erreichen interessierte Senior/innen oder Angehörige in Geesthacht den Auftraggeber des Projekts Thomas Jerratsch unter der Telefonnummer 04152 / 13 89 81 20 oder per E-Mail wohnen@am-elbufer.de.

Schließen


Der Mangel an Wohnraum in deutschen Großstätten besteht seit Jahren. Während Studierende, Arbeitende und besonders junge Familien in Städten wie Berlin, Hamburg und München immer mehr Miete für immer weniger Platz bezahlen, wären wohl viele Senior/innen zufriedener, wäre ihre Wohnung kleiner – im Durchschnitt um 23 Quadratmeter.

Weiterlesen

So berichtete die Berliner Morgenpost: Würde man diese Wünsche verwirklichen, ergäben sich mehr als 200.000 freie Wohnungen ab einhundert Quadratmetern alleine in Berlin – diese Zahlen stammen von einer repräsentativen Umfrage zu den Wohnbedürfnissen und -wünschen der älteren Berliner/innen, die vom Institut Arbeit und Technik (IAT) und dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS Forschung & Beratung GmbH) durchgeführt wurden. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Berliner Immobilienunternehmen Berlinovo, „um eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen zu haben, um unser bestehendes Angebot für Senioren zu optimieren und mit Projektentwicklungen zu erweitern", so der Sprecher der Berlinovo-Geschäftsführung.

Mit der Befragung von Menschen im Durchschnittsalter von 65,5 Jahren wolle man auch anderen wohnungs- und sozialwirtschaftlichen Akteuren in Berlin wertvolles Material zur Verfügung stellen: Denn nicht nur an der zu großen Größe der Wohnungen, auch an deren Zugänglichkeit scheitere es zum Teil – laut Studie bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmenden. Weil aber das Angebot an bezahlbaren kleineren, barrierefreien – beziehungsweise sogenannten barrierearmen – Wohnungen, sehr klein ist, stellt sich ein Umzug für viele ältere Personen nicht als finanziell lohnenswert oder möglich heraus.

Aus diesem Grund denke die Berlinovo an, sich in Zukunft für preiswertere Wohnungen speziell für Senior/innen zu engagieren: Denn bislang gäbe es erst circa 400 solche „SenioAktiv“-Wohnungen in Berlin, eine Zahl die der Nachfrage sicherlich nicht gerecht werden kann. Es ist dem Geschäftsführer klar, „dass es eine sportliche Herausforderung ist, gerade auch preiswerte Seniorenwohnungen neu zu bauen“, man wolle allerdings auf Erfahrungen im Bereich studentischen Wohnens bauen und so in einem ähnlichen Preissegment – um 335 Euro Monatsmiete – auch Alters-geeignete Wohnungen anbieten können.

Trotz der Schritte des Immobilienunternehmens stellt sich die Frage, ob es nicht am Staat liege die Wohnraumverteilung insbesondere in Großstädten zu optimieren: Zwar finden sich beispielsweise mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender des Immobilienunternehmens auch Politiker in der Angelegenheit wieder, allerdings als private Akteure – bei einem Thema, welches eben nicht privat, sondern für die Öffentlichkeit bundesweit relevant ist.

Schließen


Mehr Lebensqualität im Alter durch gemeinschaftliches Wohnen – das bietet eine Initiative der Seniorenarbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO Seniorenarbeit) in Hannover an. Das Wohnprojekt „Vier Gewinnt“ wurde im Zuge einer Projektausschreibung zum Thema alternative Wohnformen im Alter von der Region Hannover ausgewählt und gefördert. Seinen Namen bekommt es aufgrund der vier Standorte in Hannover und der Region. Erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter Genaueres.

Weiterlesen

Selbständigkeit in einer aktiven Nachbarschaft ist für Senior/innen, die den Wunsch haben in einem häuslichen Umfeld zu leben und ihren eigenen Alltag gestalten zu können, genau das Richtige. Denn die Möglichkeit, sich sowohl zurückziehen und Selbstbestimmung genießen zu können, wird bei dem Wohnprojekt „Vier Gewinnt“ mit dem Angebot verlässlicher Kontakte und einem unterstützenden Umfeld verbunden.

Die Standorte

  • Hannover – List-Nord Gottfried-Keller-Straße
  • Hannover – Kronsberg, Oheriedentrift 6
  • Gehrden – Großes Neddernholz
  • Bolzum (Sehnde) - Marktstraße 10

Dabei unterstützt die AWO Seniorenarbeit (zukünftige) Mieter/innen dabei, ihr Interesse an gemeinschaftlichem Wohnen und einer guten Nachbarschaft umzusetzen: So haben die einzelnen Mietparteien zwar eine eigene Wohnung, allerdings in den Hausgemeinschaften aller vier Standorte auch einen Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Es finden regelmäßig Gruppentreffen statt, bei denen vor dem Einziehen künftige Mieter/innen bei ihrem Umzug unterstützt werden. Gleichzeitig seien diese Gruppentreffen vorab ein wichtiger Schlüssel, um die zukünftige Nachbarschaft bereits im Vorfeld kennenlernen zu können.

Außerdem seien alle neugebauten Wohnungen barrierefrei und teilweise rollstuhlgerecht und damit für ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen besonders interessant. Vier Gewinnt ist ein Leuchtturmprojekt, von dessen Art es mehr geben könnte – viele alleinstehende oder verwitwete Senior/innen sind sicherlich auf der Suche nach einem solchen Wohnangebot, welches Selbstständigkeit gewährt und gleichzeitig Unterstützung anbietet.

Wenn Ihr Interesse geweckt ist, informieren Sie sich gerne genauer online bei der AWO Hannover oder melden Sie sich bei der Ansprechpartnerin des Projekts, Stephanie Böhm unter 0511 21978-173.

Schließen


Im Juni dieses Jahres hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) den vierten Infobrief zum Modellprogramm zur Weiterentwicklung neuer Wohnformen herausgebracht. Dieser Infobrief thematisiert neue Wohnformen und die technische Unterstützung.

Weiterlesen

Demnach werden neue Technologien zur Unterstützung Pflegebedürftiger in ihrer Häuslichkeit sowie qualitative und an den Nutzer/innen orientierte neue Wohnformen betrachtet und diskutiert. Diese inhaltliche Darstellung ist als eine Zwischenbilanz des bisherigen Modellprogramms, zu dem im Laufe dieses Monats ein weiterer Infobrief erscheinen wird und welches nächstes Jahr im Sommer seinen Abschluss finden wird, zu verstehen. Im Rahmen des vierten Infobriefs erhalten Sie Informationen:

  • zum Bericht der Forschungsstelle Pflegeversicherung,
  • zu neuen Wohnformen und technischer Unterstützung,
  • zum Projekt „ALPHA Technikunterstützte Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz“,
  • zum Projekt „QuoVadis: Vernetztes Wohnen im Quartier mit Demenz“ sowie
  • zum Projekt „Pflege@Quartier“.

Bericht der Forschungsstelle Pflegeversicherung

Technologien nehmen in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen und damit auch für ältere sowie pflegebedürftige Menschen durch die Eröffnung neuer Möglichkeiten der Entwicklung und Gestaltung eine wichtige Rolle ein. Beispielsweise steigern Sicherheits- und Sensorsysteme in Wohnungen die Unabhängigkeit der Nutzer/innen. Kritisiert wird jedoch die bislang nur punktuelle Integration technologische Entwicklungen in den Pflegealltag. Dies hat seine Ursache in dem Mangel an Arbeiten, die solche Technologien in den differenten pflegerischen Settings unter Berücksichtigung diverser Aspekte messen und evaluieren. Aus diesem Grund wurden die in diesem Infobrief aufgeführten Projekte für eine ausführliche Beschreibung ausgewählt.


Neue Wohnformen und technische Unterstützung

Neben der wachsenden Bedeutung von technischen Unterstützungssystemen im gesundheitlichen Bereich ist auch ein Anstieg im Bereich des Wohnens im Alter und im Hinblick auf pflegebedürftige Menschen als Nutzer/innen zu verzeichnen. Nutzer/innen neuer Wohnformen erachten technische Unterstützungssysteme zunehmend als wichtig, wobei die Affinität zu Nutzung dieser bei den hochaltrigen Personen geringer ist. Damit wird auch deutlich, dass die Akzeptanz technologischer Unterstützung neben dem konkreten Nutzen vom Alter abhängt. Zudem zeigt sich, dass die Technologien sich an den individuellen Bedarfen sowie den Zugangsmöglichkeiten im Sinne einer systematischen Aufklärung der Nutzer/innen zu orientieren haben und im Hinblick auf die Wohnungswirtschaft der Aspekt der Nachhaltigkeit erfüllt sein müsse.


Projekt „ALPHA Technikunterstützte Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz“

Das Projekt verfolgt das Ziel die Fähigkeiten und Ressourcen von Personen mit Demenz in Wohngemeinschaften aufrechtzuerhalten und zu stabilisieren. Hierbei nehmen die Aspekte:

  • der fachlichen Gestaltung des Umfelds,
  • der gesicherten Teilhabe am gesellschaftliche Leben von Bewohner/innen sowie
  • der gesteigerten Lebensqualität und Sicherheit

eine wichtige Stellung ein. Zur Unterstützung von autonomen und selbstbestimmten Strukturen sollen technische Systeme der Assistenz Anwendung finden. Zur Umsetzung dieser Ziele hat das Projekt folgende technische Assistenzsysteme zur Umgebungsgestaltung unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen eingesetzt:

  • automatische Raumbeleuchtung beim Aufstehen zur Reduktion der Sturzgefahr,
  • Bewegungsmelder und Türkontakte mit Kopplung zum Telefon des Personals zur Unterstützung in ihrem Arbeitsalltag.

Projekt „QuaVadis: Vernetztes Wohnen im Quartier mit Demenz“

Ziel des Projektes ist die Ermöglichung möglichst langanhaltender Selbstständigkeit und Sicherheit von Menschen mit leichten Kognitionseinschränkungen (vor allem Personen mit beginnender Demenz) in ihrer eigenen Wohnung und somit die Verhinderung einer vorzeitigen stationären Unterbringung. Hierzu wurde ein Betreuungs- und Sicherheitssystem, welches eine Verbindung von technischer Wohnungsausstattung und quartierbezogenem Management aufweist, eingesetzt. Dieses Versorgungskonzept berücksichtigt Aspekte der Nutzerorientierung, der leichten Bedienbarkeit und der Unauffälligkeit der technischen Geräte (z.B. Hausnotrufsystem, Türkontakt, Herdabschaltung, Bewegungsmelder, Stromsensoren usw.). Das Techniksystem werde durch die Ermöglichung der fachgerechten und situativen Reaktionen auf Notfälle und Probleme im Ergebnis als hilfreich erachtet.


Projekt „Pflege@Quartier“

Das Projekt Pflege@Quartier wurde von der GESOBAU und der AOK Nordost zur Entwicklung von innovativen Konzepten der Unterstützung pflegebedürftiger Personen, pflegender Angehöriger und beruflich Pflegenden gegründet. Fokussiert werden die Entwicklung und Umsetzungen von innovativen Lösungen, die übergeordnet die Selbstbestimmung sowie Selbstständigkeit in der Häuslichkeit erhalten und damit untergeordnet die Verbesserung der individuellen Versorgung, die Erleichterung im alltäglichen Leben, die Erhöhung des Wohlbefindens und der Sicherheit sowie die Schaffung von Möglichkeiten der Information, des Kontaktes und der Kommunikation erreichen. Hierzu sollen der Einsatz technischer Systeme und persönlicher Dienstleistungen miteinander verknüpft werden. Neben der Gewinnung von Teilnehmer/innen, der Durchführung von analytisch ausgerichteten Workshops und der Rekrutierung von Firmen zur Ausstattung der Wohnungen des Projektes bietet die entstandene Musterwohnung „Pflege@Quartier im Märkischen Viertel in Berlin interessierten Personen einmal in der Woche Raum für Sprechzeiten in Bezug auf das Konzept und Möglichkeiten der Umsetzung in der eigenen Wohnung.

Der Infobrief des GKV-Spitzenverbands steht Ihnen mit vertiefenden Informationen zu den obigen Ausführungen und weiteren Hinweisen (z.B. Kontaktdaten und Laufzeiten der Projekte) als PDF zur Verfügung.

Schließen


Bereits in der Vergangenheit haben sich FGW-Broschüren inhaltlich mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten auseinandergesetzt. Die neuere Broschüre vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. Bundesvereinigung (FGW) stellt in Anbetracht der vielen städtischen und ländlichen Initiativen zu neuen Organisationen von Wohnen und Versorgung diverse inklusiv ausgerichtete Projekte vor. Diese haben alle die Sicherstellung des Lebens in der Gemeinschaft und die Ermöglichung des selbstbestimmten Lebens für Personen mit Hilfs- und Unterstützungsbedarf, Menschen mit Behinderungen und ältere Personen zum Ziel.

Weiterlesen

Zur Erreichung dieser Ziele würden die Projekte Strukturen des gemeinsamen Handelns, die sich in gemeinsamen Freizeitaktivitäten sowie in der gegenseitigen Unterstützung im Alltag und in einem regelmäßigen Austausch unter Nachbar/innen darstellen, schaffen. Konkrete Angebote der Projekte seien integrative Programmpunkte in Bezug auf Beratung, Freizeit und Bildung sowie Nachbarschaftscafés und -treffs. Die damit erreichte Stärkung des sozialen Zusammenhalts würde durch die barrierefreien und barrierearmen Baustrukturen der Gebäude mit ihren Gemeinschaftsbereichen ermöglicht.


Quartierszentrum Café Kö in Delmenhorst

Das Quartierszentrum Café Kö als Teilhabeprojekt ist angeschlossen an die 46 barrierefreien Wohnungen, die in Delmenhorst gebaut wurden, und verbindet durch den Kantinenservice und die diversen Freizeitangebote Nachbar/innen. Mit dem Rahmenprojekt des Neubaus der Wohnungen  ist die Idee des Teilhabezentrums als sozialer Mittelpunkt des Quartiers und als Herzstück der Wohnanlage entstanden. Das Angebot des Quartierszentrums erstreckt sich über die Kantine mit drei Mahlzeiten am Tag, die Kaffeetafel, ergotherapeutische und freizeitgestaltende Angebote sowie Sportkurse. Damit sei das Quartierszentrum zu einem offenen Ort der Begegnung zwischen Nachbar/innen, zu denen auch Menschen mit Behinderungen gehören, geworden. Der Quartierstreff mit seinen Begegnungs- und Gemeinschaftsräumen (Frühstücks- und Kaffeeraum, Essensausgabe, Handarbeits- und Bewegungsraum, Beschäftigungs- und Therapieraum) diene damit der Herstellung von sozialen Kontakten und Tagesstrukturen.


Wohnhaus für Jung und Alt im Knappenroth

In Kooperation des Investors Altin Immobilienhandel mit dem Verein Gemeinsam aktiv leben im Alter (GaliA e.V.) ist im Saarbrückener Distrikt Rastpfuhl ein Energiesparhaus mit einem Gemeinschaftsraum und 31 barrierefreien Mietwohnungen entstanden. Das Leben der Bewohner/innen dieses Wohnhauses, wovon ein Drittel jüngere Menschen und zwei Drittel ältere Menschen sind, zeichnet sich durch die wechselseitige Unterstützung im Alltag und den guten Kontakt untereinander aus. Hier kommen Selbstbestimmung sowie Eigenverantwortlichkeit und gemeinschaftliches generationenübergreifendes Leben zusammen. Im Fokus der Gemeinschaft stehe die gegenseitige Hilfsbereitschaft im Alltag und bei Krankheit oder Urlaub. In welchem Ausmaß sich die Unterstützung gestaltet kann von den Bewohner/innen frei entschieden werden.

Gemeinsame Frühstücksrunden und Veranstaltungen (z.B. Gymnastik- und Yogakurse, Literatur- und Musikrunden, Filmabende) können in dem Gemeinschaftsraum mit Küche und einer Gartenterrasse, der als soziales Zentrum des Hauses gilt, ausgerichtet werden.


Lebenskulturhaus in Gefell

Das Lebenskulturhaus in Gefell sei ein Ort der Begegnung von Bürger/innen, ein Ort für Freizeit, Geselligkeit sowie Kultur und ein Ort der Vernetzung und Koordination von Unterstützung in Form von Beratung, Begegnung, Hilfen für den Haushalt oder handwerklichen Tätigkeiten für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Personen. Ziele des Lebenskulturhauses sind:

  • Förderung von Eigeninitiativen,
  • Stärkung von Engagement,
  • Belebung von Nachbarschaften,
  • Erleichterung von gegenseitigen Unterstützungssystemen,
  • Ermöglichung der Inklusion behinderter Menschen.

Dazu wurden die leerstehenden Räume des Michaelisstifts, die ehemals Küche und Speiseraum waren, barrierefrei umgebaut. Die Begegnungs- und Gemeinschaftsräume des Lebenskulturhauses setzen sich aus einem Ruheraum, einem Beschäftigungs- und Therapieraum, einem Wohn- und Aufenthaltsraum, einem Café und einer Küche zusammen.


Seniorenwohngruppe in Külz

Der von den Einwohner/innen von Külz gegründete Selbsthilfeverein hat als Schlüsselelement seiner diversen Engagements das gemeinschaftliche Wohnen im Dorfkern für sechs Bewohner/innen in Form der Seniorenwohngruppe entwickelt. Grundanliegen des gemeinschaftlichen Wohnens ist, dass jede Person im Dorf leben können soll. Entsprechend übernimmt die Dorfgemeinschaft einen großen Teil der Versorgung und Unterstützung von kranken, hilfebedürftigen oder allein lebenden Menschen. Dazu wurden sechs barrierefreie Apartments zur Miete, zwei Gemeinschaftsräume und ein Gästeapartment in einem ehemaligen Wohnhaus gebaut.


Gemeinschaftliches Wohnen im Alter in Ostritz

Das Projekt in Ostritz besteht aus zwölf kleineren Wohnungen mit selbstverwalteten Gemeinschaftsräumen und einem öffentlichen Café sowie einem Pflegestützpunkt. Damit sowie mit Ausflügen, kulturellen Veranstaltungen und einem Seniorentreff soll das Ineinandergreifen von professioneller und ehrenamtlicher Unterstützung und Hilfe gestärkt werden. Der barrierefreie und gemeinschaftliche Wohnraum richtet sich an ältere Menschen.


Lebenstraum-WG in Halle

Mit dem Umbau eines Studentenwohnheims ist im Erdgeschoss des Hauses die ambulante Wohngemeinschaft für schwerbehinderte Menschen entstanden. Der Lebenstraum-WG stehen 7 Einzelwohnräume, eine Küche, 3 behindertengerechte Bäder sowie 3 Gemeinschafts- und Aufenthaltsbereiche mit Nebenräumen zur Verfügung. Die übrigen Bewohner/innen setzen sich aus 60 Studierenden und einigen Familien zusammen. Der so entstandene inklusive Ort zeichne sich durch nachbarschaftliche Hilfe und gegenseitige Unterstützung aus, wodurch die Stärkung der Sozialkompetenzen der Mieter/innen und die Förderung der Selbstbestimmung der Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf erreicht werden.


Gemeinschafts-Wohnprojekt Rosenhaus in Varel

Das Gemeinschafts-Wohnprojekt Rosenhaus ist Teil des Programms Anlaufstellen für ältere Menschen und bietet durch den Umbau einer alten Schule barrierarmen Wohnraum mit rollstuhlgerechten Badezimmern für 14 Personen zwischen 26 und 76 Jahren sowie im Erdgeschoss angesiedelte Gemeinschaftsräume als Orte der Begegnung für die Bewohner/innen. Die gegenseitige Unterstützung und Verantwortung der Gemeinschaft sollen der Vereinsamung entgegenwirken und nachbarschaftliches Zusammenleben stärken.


Eine ausführlichere Beschreibung der Projekte sowie Kurzbeschreibungen zu weiteren Beispielprojekten aus dem Bundesgebiet stehen Ihnen in der Broschüre zur Verfügung.

Schließen


Die von der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgebrachten WISO Diskurse geben Ihnen ausführliche Informationen und beinhalten Handlungsempfehlungen hinsichtlich ihrer thematischen und politischen Fragestellungen in Form von Expertisen und Studien. Die 32seitige Ausgabe 13/2017 trägt den Titel „Zukunft der Wohnraumförderung – Gemeinwohlorientierung und Bezahlbarkeit am Wohnungsmarkt“.

Weiterlesen

Im Rahmen der einleitenden Ausführungen werden die Bedeutung des Wohnens, die Entwicklung der Wohnungsmärkte und Wohnraumversorgung in Anbetracht der veränderten Lebensmodelle der Menschen sowie die damit verbundenen Forderungen hinsichtlich einer Wohnraumförderung an die Politik skizziert. In dem Hauptteil geht es anschließend um folgende Schwerpunkte:

  • das Ungleichgewicht der Wohnungsmärkte: u.a. werden hier Gründe für die Aktualität der Wohnungsmarktsituation, für die steigenden Wohnraumkosten, für die veränderte Nachfrage, für das unzureichende Wohnungsangebot und -neubau sowie für sog. Beharrungstendenzen beschrieben und entsprechende Handlungsempfehlungen mit Blick auf die gesellschaftlichen und demografischen strukturellen Gegebenheiten formuliert,
  • die formalen Rahmenbedingungen der Wohnungspolitik: unter diesem Schwerpunkt werden die marktwirtschaftlichen Grundsätze sowie weitere diverse Einflüsse dargestellt und aus diesen nachgehend Vorschläge an die Akteure/innen abgeleitet,
  • die Wohnraumförderung als Gestaltungsinstrument der Wohnungspolitik: hier wird u.a. ausgeführt, inwiefern die Länder soziale Wohnraumförderung betreiben können, welche Bevölkerungsgruppen Zugangsschwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt erfahren und wie die Objekt- und Subjektförderung zur Wohnraumversorgung von staatlicher Seite aus beitragen,
  • die neuausgerichtete Wohnraumförderung: innerhalb dieser Ausführungen wird Auskunft über die (aktualisierten) Ziele der Wohnraumförderung sowie Grundsätze für die Neuausrichtung dieser und Möglichkeiten der Verbesserung der Wohnraumförderung (z.B. spezifische Zielgruppen, kostenbewusster und bedarfsgerechter Wohnungsbau, Stärkung der Kommunen, finanzielle Anreize) gegeben.

Abschließend werden die erwarteten Ergebnisse einer neuausgerichteten Wohnraumförderung und die damit verbundenen Voraussetzungen auf Bundesebene beschrieben.

Im Rahmen der inhaltlichen Betrachtung wird insgesamt deutlich, dass der gesellschaftliche und demografische Wandel eine Neuausrichtung der Wohnungsförderung erforderlich machen, um passgenaue Wohnungsangebote für junge und ältere Menschen bereitstellen zu können.

Die komplette Ausgabe des WISO Diskurses steht Ihnen zum Nachlesen zur Verfügung.

Schließen


Das Forum Gemeinschaftliches Wohnen (FWG) bietet noch in diesem Jahr verschiedene Fortbildungen zum Thema "Neue Wohnformen und verbindliche Nachbarschaften" in verschiedenen Orten Niedersachsens an.

Weiterlesen

Folgend geben wir Ihnen einen Überblick über die Fortbildungen mit ihren Terminen und den Veranstaltungsorten:

  • Fortbildung in Bad Grund: Den ländlichen Raum stärken: Neue Wohn- und Pflegeformen als Basis für eine nachhaltige Ortsentwicklung am 31.08.2017 von 10−16 Uhr
  • Fortbildung in Oldenburg: Gemeinschaftliche Wohnprojekte und ambulant betreute Wohngemeinschaften: Initiieren, realisieren und fördern am 28.09.2017 von 10−16 Uhr
  • 10. Fachtag Wohnen im Alter: “Neues Wohnen in alten Gebäuden” am 02.11.2017 von 10:30−16 Uhr
  • Fortbildung in Hannover: Ambulant betreute Wohngemeinschaften initiieren und umsetzen: Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten am 23.11.2017 von 10−16 Uhr

Informationen zu Anmeldung und Kosten sowie ausführliche Informationen zu den Inhalten der Fortbildungen finden Sie online. Zudem steht Ihnen ein Flyer mit den wichtigen Informationen zur Verfügung.

Schließen


Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser startete bereits einmal im Jahr 2012 und lief bis 2016. Das aktuelle Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern hat im Januar 2017 unter dem Motto „Wir leben Zukunft vor“ begonnen.

Weiterlesen

Die damalige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig feierte in Berlin mit mehr als 600 Gästen das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus 2017. Bundesweit werden rund 550 Mehrgenerationenhäuser gefördert. „Die Mehrgenerationenhäuser leisten wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft und sind aus den Städten und Gemeinden nicht mehr wegzudenken. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem neuen Bundesprogramm nicht nur das Erfahrungswissen eines Großteils der bisher geförderten Häuser erhalten, sondern sogar mehr als 100 zusätzliche Mehrgenerationenhäuser fördern können. Die große Unterstützung des Bundestages über alle Parteigrenzen hinweg zeigt: Die Kompetenz der Mehrgenerationenhäuser wird überaus geschätzt, gerade wenn es darum geht, die Kommunen zukunftsfest auszurichten“ so Schwesig.

Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus hat eine Laufzeit von vier Jahren. Das Budget beläuft sich auf insgesamt 17,5 Millionen Euro. Jedes Haus erhält - wie in den Vorläuferprogrammen - einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon zahlt der Bund 30.000 Euro; die weiteren 10.000 Euro übernehmen Kommune, Landkreis und/oder Land.

Bundesweit können rund 550 Mehrgenerationenhäuser am neuen Bundesprogramm teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums.

Schließen


Am 14.09.2017 wird in der Zeit von 11 bis 17 Uhr vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen in Berlin über Projekte neuer Wohnformen seit 2015 berichtet.  Seit 2015 haben bereits 54 Projekte an dem Modellprogramm zur Weiterentwicklung und Förderung neuer Wohnformen teilgenommen.

Weiterlesen

Im Rahmen der Veranstaltung werden erste wissenschaftliche Ergebnisse des Programms und Erfahrungen in ausgewählten Projekten vorgestellt.  Dabei liegt der thematische Schwerpunkt  auf der Nutzer/innenorientierung sowie der Wohn-, Pflege- und Versorgungsqualität in neuen Wohnformen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Verbandes.

Schließen


Die Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter (KIWA) besteht seit 10 Jahren. Anlässlich des Jubiläums wurde auch die Broschüre "Gepflegt alt werden - selbstbestimmt und privat leben" überarbeitet und veröffentlicht.

Weiterlesen

Die KIWA hat im Rahmen ihrer Feierstunde die Broschüre "Gepflegt alt werden - selbstbestimmt und privat leben. Qualitätsempfehlungen und Planungshilfen für ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften in Schleswig Holstein" veröffentlicht.

Sowohl die bundes- als auch die landesrechtlichen Rahmenbedingungen für ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert und eine vollständige Überarbeitung der Broschüre notwendig gemacht. In der überarbeiteten Broschüre konnten die vielfältigen Erfahrungen der vergangenen Jahre einfließen und die neuesten gesetzlichen Rahmenbedingungen aufgenommen werden.

Diese Broschüre geht in den einzelnen Kapiteln den Fragen zu den Grundlagen von Wohn-Pflege-Gemeinschaften, zur baulichen Planung und zu leistungs- und ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen nach. Die praxisnahen Informationen richten sich an jeden, der sich mit dieser Organisationsform von gemeinschaftlichem Wohnen auch bei steigendem Hilfe-, Unterstützungs- oder Pflegebedarf beschäftigt. Die Erfahrungen zeigen, dass sich die ambulant betreuten Wohn-Pflege-Gemeinschaften insbesondere für Menschen mit Demenz eignen.

Auf dem Weg zu einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft müssen viele Aspekte berücksichtigt werden. Die wesentlichen Bausteine für einen gelingenden Aufbau einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft werden in sechs Kapiteln beschrieben und mit zahlreichen Schaubildern verdeutlicht.

Sozialministerin Kristin Alheit gratuliert der Koordinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter zum 10-jährigen Bestehen: „Wir brauchen in Zukunft viel Kreativität und Flexibilität, um neue Wohn- und Pflegeformen für Seniorinnen und Senioren zu entwickeln“, sagte die Sozialministerin. „Die KIWA hat enorm viel bewegt. Sie war ein Schrittmacher, um in Zukunft immer mehr individuelle Lösungen zu ermöglichen und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben auch im Alter nachzukommen. Ich bin sicher, das wird auch so bleiben.“

Schließen