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Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) haben eine Online-Plattform programmiert, die älteren Menschen mit wenigen sozialen Kontakten Unterhaltung und Beschäftigung bieten soll. Unter dem Namen „CAREBELLS“ begann vor Kurzem die Testphase des Projekts, an der sich zehn freiwillige Senior*innen aus dem Raum Würzburg/Schweinfurt beteiligen.

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Mit Einsamkeit als weltweit verbreiteter gesellschaftlicher Herausforderung befassen sich nicht nur Wissenschaftler*innen, sondern auch zahlreiche Studierende, darunter einige der über 9.000 Studierenden der THWS. Durch eine umfangreiche Netzwerkarbeit, beispielsweise mit der Seniorenvertretung Würzburg, konnten wertvolle Informationen und Erkenntnisse gewonnen werden, um Gestaltung und Inhalte von CAREBELLS möglichst genau auf die Bedürfnisse älterer Menschen abzustimmen.

In der dreiwöchigen Testphase, die auf Wunsch jederzeit abgebrochen werden kann, erhalten die teilnehmenden Senior*innen jeweils ein Tablet, auf dem CAREBELLS installiert ist. Dieses kann frei genutzt werden. Parallel dazu werden die Teilnehmenden vor, während und nach dem Testzeitraum zur Nutzung der Plattform befragt. Die Entwickler*innen erhoffen sich durch die Eindrücke, Anmerkungen und Empfehlungen der Testpersonen wichtige Impulse zur weiteren Optimierung von CAREBELLS.

Das Programm ist barrierearm gestaltet und verfügt unter anderem über einen sprachgesteuerten Kalender mit der Möglichkeit, Termine einzutragen. Auch Videoanrufe lassen sich über CAREBELLS tätigen. Darüber hinaus enthält die Plattform einfach gehaltene Spiele, Videos zu für ältere Menschen relevanten Themen sowie einen Nachrichtenfeed, der überwiegend regionale Meldungen bündelt. Der Sprachassistent „Bella“ – vergleichbar mit ChatGPT oder Siri – bietet Senior*innen außerdem die Möglichkeit, Konversationen zu führen, die menschliche Gespräche simulieren sollen und so Gefühle von Einsamkeit verringern können.

Alle an der Entwicklung von CAREBELLS beteiligten Akteur*innen legen Wert auf einen einladenden und vertrauenswürdigen Rahmen. Das Design ist daher bewusst schlicht gehalten, und auch persönliche Daten müssen nicht zwingend angegeben werden. Ältere Menschen sollen so behutsam an die Nutzung der für sie zunächst neuen Plattform herangeführt werden.

An CAREBELLS wirkten Studierende verschiedener Studiengänge ehrenamtlich mit, darunter Soziale Arbeit, Gesundheits- und Medienmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Prof. Dr. Ulrich Gartzke von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, der das Pilotprojekt leitete, zeigt sich zufrieden und lobt das Engagement der Studierenden. Auch der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V. unterstützt die Initiative in ihrem Ziel, Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken.

Mehr über CAREBELLS erfahren Sie in der Pressemitteilung der THWS.

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In den vergangenen Tagen und Wochen hat das Deutsche Ärzteblatt wiederholt auf die prekäre Situation zahlreicher pflegebedürftiger Menschen hingewiesen. Die bestehenden Versorgungsstrukturen werden von vielen Seiten als unzureichend wahrgenommen. Gleichzeitig steht der Pflege- und Gesundheitsbereich aufgrund des demografischen Wandels vor immer größeren personellen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen.

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Der Fachkräftemangel in der Pflege trifft dabei auf eine stetig steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Deutsche Pflegerat für eine stärker familien- und personenorientierte Gestaltung der Langzeitpflege ausgesprochen und hierzu bereits ein Positionspapier veröffentlicht. Auf acht Seiten werden darin zentrale Probleme der aktuellen Pflegepraxis benannt sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung des Systems formuliert.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Anpassungen, sondern um grundlegende Veränderungen in der Organisation der Langzeitpflege. Ein wichtiges Element ist laut Deutschem Pflegerat eine stärkere Zentralisierung bestimmter Strukturen. Pflegefachpersonen sollen dadurch effektiver und zielgerichteter arbeiten können, um Patient*innen eine bedürfnisorientierte Versorgung zu ermöglichen. Damit dies gelingt, plädiert der Verband zudem für eine bessere Organisation von Ressourcen auf Landes- und Bundesebene.

Darüber hinaus sollen Pflegefachpersonen durch intensivere Netzwerkarbeit, etwa durch regelmäßige Beratungen mit weiteren Akteur*innen des Gesundheits- und Sozialwesens, entlastet werden. Auch die Weiterentwicklung digitaler Systeme im Pflegealltag soll dazu beitragen, Zeit zu sparen. Diese könne dann stärker für die direkte Betreuung von Patient*innen sowie für Gespräche mit Angehörigen genutzt werden.

Zudem solle Prävention künftig eine größere Rolle spielen. Dafür seien flächendeckende und möglichst niedrigschwellige Beratungsangebote notwendig. Gleichzeitig brauche es ausreichend qualifiziertes Personal, das frühzeitig fachliche Einschätzungen zur Pflegebedürftigkeit treffen kann und Betroffene sowie Angehörige beraten kann.

Ein weiteres Problem stellt die finanzielle Situation vieler Pflegebedürftiger dar. Schon heute ist mehr als ein Drittel aller Patient*innen in Pflegeheimen auf Sozialhilfe angewiesen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit kürzlich bestätigte. Fachleute gehen davon aus, dass diese Quote in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Besonders stark betroffen ist die stationäre Pflege, da hier hohe Eigenanteile für Pflegebedürftige anfallen.

Damit ist der Umzug in ein Pflegeheim für viele Menschen mit einem erheblichen Armutsrisiko verbunden. Um die finanzielle Belastung der Patient*innen zu reduzieren, setzt sich die DAK-Gesundheit für eine Senkung der Eigenanteile an den Pflegekosten ein. Eine solche Deckelung wird jedoch von verschiedenen Seiten kritisch gesehen. Kritiker*innen argumentieren, dass sie die soziale Pflegeversicherung zusätzlich belasten könnte und an den grundlegenden strukturellen Problemen des Systems wenig ändern würde.

Als mögliche Maßnahme zur Entlastung wird zudem immer wieder eine solidarische Pflegevollversicherung diskutiert. Mehrere Verbände haben sich zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für deren Einführung einzusetzen. In einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erläuterten sie ihren Vorschlag sowie mögliche Vorteile eines solchen Modells. Demnach könnte die Pflege langfristig auch ohne steigende Beitragssätze finanziert werden, sofern parallel eine Bürgerversicherung eingeführt würde. Die Bundesregierung reagierte bislang jedoch zurückhaltend auf diese Forderungen.

Politiker*innen, Pflegefachpersonen, Wissenschaftler*innen und Fachverbände sind sich jedoch weitgehend einig, dass umfassende Reformen im Pflegesystem notwendig sind. Nur so könne auch künftig gewährleistet werden, dass pflegebedürftige Menschen eine bezahlbare und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechende Versorgung im Alter erhalten.

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Am 5. März gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Rentenanpassung ab dem 1. Juli 2026 bekannt. Zum wiederholten Mal überschreitet diese die Vier-Prozent-Marke, sodass die Renten nahezu exakt an die gegenwärtige Lohnentwicklung in Deutschland angepasst werden. Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren erhöht sich damit um 77,85 Euro im Monat, was einem Plus von 4,24 Prozent entspricht. Diese Änderung schließt auch die Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten ein.

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Die Rentenerhöhung fällt damit höher aus, als es Expert*innen noch vor wenigen Monaten prognostiziert hatten. Das Statistische Bundesamt lieferte sämtliche für die Ermittlung der Rentenanpassung relevanten Daten, darunter die Entwicklung der Löhne sowie die Höhe der gezahlten Versicherungsbeiträge der Arbeitnehmer*innen. Hätten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr auf eine Beitragserhöhung verzichtet, wären die Renten sogar noch etwas stärker gestiegen.

Dass sich die Anpassung der Renten an der Lohnentwicklung orientiert, wird von einigen Seiten kritisch betrachtet. Kritiker*innen fordern stattdessen, die Inflationsrate stärker als Maßstab für die Rentenanpassung heranzuziehen. Nach diesem Modell würde die Rentenerhöhung ab dem dritten Quartal 2026 mit rund 2,2 Prozent allerdings deutlich niedriger ausfallen als die nun beschlossene Anpassung.

Auf Grundlage eines gemeinsamen Beschlusses der Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Rentenpakets verfügen alle Rentner*innen, die 45 Beitragsjahre vorweisen können, für die kommenden sechs Jahre über einen Anspruch auf ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens aus ihrer Erwerbstätigkeit. Mit diesem stabilen Rentenniveau sollen Rentner*innen am Wohlstand in Deutschland teilhaben, vor Altersarmut geschützt werden und im Alter finanziell abgesichert sein.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas begrüßte den Anstieg der Renten ausdrücklich. „Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben. Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben“, erklärte die SPD-Politikerin in einer Pressemitteilung.

Die Höhe der eigenen Rente lässt sich berechnen, indem die aktuelle Bruttorente mit dem Faktor 1,0424 multipliziert wird. Wer beispielsweise bisher monatlich 2.000 Euro Rente erhalten hat, bekommt ab dem 1. Juli dieses Jahres 2.084,80 Euro.

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Gesundheitliche Vorsorge und Früherkennung spielen eine wichtige Rolle für ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben im Alter. Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Krankheiten frühzeitig zu entdecken und rechtzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten. Prävention gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung.

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In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren Anspruch auf regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen im Dreijahresrhythmus. Dabei werden unter anderem Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen überprüft. Auch weitere Angebote, etwa zur Krebsfrüherkennung, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO) werden diese Möglichkeiten jedoch häufig nicht in dem Umfang genutzt, wie es aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll wäre.

Mit dem Projekt „Vorsorge und Früherkennung – Chancen für die Gesundheit“ möchte die BAGSO Service Gesellschaft dazu beitragen, das Bewusstsein für Vorsorgeangebote zu stärken und ältere Menschen über bestehende Möglichkeiten zu informieren. Ziel ist es, die Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen zu fördern und bestehende Informationslücken zu schließen. Dazu werden Informationsmaterialien entwickelt und Veranstaltungen angeboten, die sich insbesondere an ältere Menschen richten.

Das Projekt soll außerdem dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang zu verständlichen Gesundheitsinformationen zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung für Prävention sowie auf der Unterstützung älterer Menschen bei der aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit.

In einer Online-Informationsveranstaltung am 31. März 2026 wird die BAGSO Service GmbH ihr Projekt vorstellen und Raum für Austausch bieten. Interessierte können sich noch bis zum 27. März 2026 anmelden. Ansprechpartnerin ist Nicola Röhricht, telefonisch unter 0228 / 55 52 55 59 oder per E-Mail an roehricht@bagso-service.de.

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In ganz Schleswig-Holstein wurden interaktive Angebote für Menschen ab 50 Jahren angeboten, welche an einer Förderung und Weiterentwicklung ihrer Medienkompetenzen interessiert waren. Die Bedienung digitaler Endgeräte sowie ein sicherer und zeitgleich sensibilisierter Umgang mit sozialen Medien stellen in einem durch Technologie geprägten Alltag essentielle Kompetenzen dar. Wissenslücken und Skepsis diesbezüglich finden sich in allen Generation wieder.

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Ausrichter der Reihe an Veranstaltungen war Eingeloggt! Schleswig-Holstein, eine aus der Körber Stiftung heraus entstandene Initiative, deren Ziel darin besteht, älteren Menschen partizipativ, gemeinschaftlich und möglichst barrierefrei den Zugang zu digitalen Angeboten zu erleichtern, damit diese sich in virtuellen Räumen sicher und angstfrei bewegen können. Den Vorsitz hatten Grünen-Politikerin Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Cornelia Schmachtenberg (CDU), Landesministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, inne.

Im Rahmen der Eingeloggt!-Woche in Schleswig-Holstein wurden bis einschließlich Sonntag, den 22. März, 131 Aktionen für Interessierte angeboten. Unter anderem wurden Themen wie Online-Banking, Fotografie, Online-Shopping, Künstliche Intelligenz sowie das Recycling elektronischer Geräte behandelt. Berücksichtigt wurde dabei auch der Gemeinschaftssinn, um nebenbei Einsamkeit entgegenzuwirken und Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen.

Parallel dazu fanden auch außerhalb Schleswig-Holsteins entsprechende Veranstaltungen statt, beispielsweise in Hamburg, Kassel, Bielefeld, Heidelberg und Oldenburg, da Eingeloggt! in einigen weiteren Bundesländern aktiv ist.

Nicht nur öffentliche Vereine und Kommunen konnten einen Beitrag zur Veranstaltungswoche leisten – Eingeloggt! Schleswig-Holstein betont ausdrücklich, dass auch Privatpersonen willkommen seien, eigene Ideen für Projekte und Aktionen zu entwickeln und diese im Rahmen der Eingeloggt!-Woche durchzuführen.

Viele der Angebote der Aktionswoche finden auch regelmäßig statt. Eine Übersicht über alle Angebote findet sich im Programm-Flyer. Eine Liste von Anbieter*innen ist hier einsehbar.

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Deutschland weist im internationalen Vergleich eine eher geringe Kriminalitätsrate auf und zählt nicht zuletzt aufgrund seines hochentwickelten Justizsystems zu den sichersten Ländern der Welt. Dennoch werden jedes Jahr mehrere Millionen Straftaten in der Bundesrepublik angezeigt, und immer mehr Menschen geben an, sich unsicher zu fühlen. Senior*innen stellen aufgrund ihres allgemeinen Erscheinungsbildes und möglicher Informationslücken für viele Täter*innen vermeintlich leichte Opfer dar.

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Der Landesseniorenrat Schleswig-Holstein e.V., der sich seit 40 Jahren auf politischer Ebene für die Belange älterer Menschen im nördlichsten Bundesland einsetzt, hat im Rahmen einer internen Versammlung eine Vortragsveranstaltung unter dem Titel „Sicherheit innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände“ organisiert. Die Veranstaltung soll aufklären und informiert Teilnehmende über Strategien und Vorgehensweisen von Betrüger*innen, Einbrecher*innen und Taschendieb*innen. Gleichzeitig werden verschiedene Präventionsmaßnahmen vorgestellt.

Gehalten wird der Vortrag von Harald Tibus, Vorsitzender Fachgruppe Kriminalprävention des Landesseniorenrats Schleswig-Holstein e.V. Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der langjährige Sicherheitsberater eine 90-seitige Ausarbeitung, in der zahlreiche Beispiele kleinkrimineller Fälle dargestellt und verbreitete Tricks von Täter*innen erklärt werden. So wird etwa erläutert, wie Taschendiebstähle verhindert, falsche Polizeibeamt*innen oder Handwerker*innen erkannt und Betrugsversuche im Internet vermieden werden können. Weitere von Tibus behandelte Themen sind Wohnungseinbrüche, Autodiebstähle sowie der sogenannte Enkeltrick.

Nicht immer zeigen Senior*innen, die Opfer einer entsprechenden Straftat geworden sind, diese aufgrund von Scham oder mangelnder Information an, obwohl hierzu ausdrücklich geraten wird. Die Ergreifung der Täter*innen verhindert nicht nur weitere Straftaten, sondern ist für die Betroffenen häufig auch mit Erleichterung verbunden. Darüber hinaus steigt durch eine Anzeige und die damit verbundenen Ermittlungen die Wahrscheinlichkeit, gestohlene Besitztümer zurückzuerhalten.

Der Vortrag zur Sicherheit für Senior*innen findet am Donnerstag, dem 9. April, um 15.00 Uhr im Rathaussaal, Knüll 4, in 24217 Schönberg (Kreis Plön) statt. Anmeldungen sind noch bis zum 28. März per E-Mail an landesseniorenrat-s-h@t-online.de möglich.

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Fast 20 Prozent aller Senior*innen in Deutschland gelten als armutsgefährdet. Während jüngere Generationen im Durchschnitt häufiger eine finanziell stabile Situation erfahren, werden ältere Menschen mit steigender Tendenz immer häufiger zu Opfern wachsender sozialer Ungleichheit. Wie der im Dezember vergangenen Jahres veröffentlichte Siebte Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) der Bundesregierung zeigt, nimmt ein erheblicher Anteil betroffener Senior*innen die ihnen zustehende finanzielle Unterstützung nicht in Anspruch. In diesen Fällen spricht man von „verdeckter Armut“.

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Der Sozialverband VdK Deutschland beklagt in einer Meldung vom 22. Januar, dass etwa ein Drittel bis über die Hälfte aller älteren Menschen mit einem prinzipiellen Anspruch auf Sozialleistungen diese nicht in Anspruch nehmen. Ein noch höherer Anteil lässt sich bei der Grundrente feststellen, was auf eine weite Verbreitung verdeckter Armut in Deutschland schließen lässt.

Im Siebten und damit aktuellsten Armuts- und Reichtumsbericht hat sich die Bundesregierung erstmals umfassender mit dem Phänomen der verdeckten Armut befasst. Die Gründe für die Nichtinanspruchnahme finanzieller Unterstützung sind bislang kaum wissenschaftlich erforscht. Im Rahmen der Forschungen zum Bericht dienten unter anderem Interviews mit 70 Personen als Grundlage. Die Ergebnisse legen nahe, dass häufig das Zusammenspiel mehrerer Faktoren dazu führt, dass Menschen auf Sozialleistungen verzichten.

In den Befragungen und Diskussionsrunden konnten fünf zentrale Motive für den Verzicht auf die Beantragung von Sozialleistungen herausgearbeitet werden.

  • Informationsdefizite: Zahlreiche Personen gaben an, sich ihres Anspruchs auf Sozialhilfe nicht bewusst gewesen zu sein. Zudem fehle es häufig an Wissen über die Art der Leistungen sowie über deren Beantragung oder dieses beruhe auf Fehlinformationen. Besonders betroffen seien Menschen mit Migrationshintergrund und Personen ohne Internetzugang.
  • Hoher Aufwand: Der Umfang der notwendigen Schritte schreckt viele Menschen ab und lässt die finanzielle Unterstützung weniger attraktiv erscheinen. Vor allem zeitlich und organisatorisch sehen sich viele Senior*innen nicht in der Lage, den Antrag erfolgreich abzuschließen.
  • Institutionelle Hürden: Ein weiterer, mit Bürokratie verbundener Aspekt ist die Komplexität der Antragstellung, die häufig mit mehreren Behördengängen verbunden ist. Erfahrungen mit Ämtern führten bei einigen Befragten zu Unbehagen, sodass sie eine bereits begonnene Antragstellung abbrachen.
  • Einstellungen, Werte und Diskriminierungserfahrungen: Für zahlreiche Befragte ist die Antragstellung mit Scham verbunden und stellt eine psychologische Belastung dar. Verstärkt werde dies durch abfällige Bemerkungen aus dem sozialen Umfeld. Zudem berichteten einige Betroffene von respektlosem oder herablassendem Verhalten seitens Mitarbeitender in Behörden.
  • Alternativen zum Leistungsbezug: Manche Menschen greifen stattdessen auf andere Strategien zurück, um finanziell über die Runden zu kommen. Genannt wurden die Unterstützung durch Angehörige, Einkünfte aus nicht gemeldeten Nebentätigkeiten sowie eine besonders sparsame Lebensweise.

Welche politischen Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen werden und welche Reformen gefordert werden, können Sie hier nachlesen.

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Der Sozialverband VdK Deutschland fordert angesichts der hohen Zahl älterer Menschen, die ihnen zustehende Sozialleistungen nicht beantragen, umfassende Reformen im System der sozialen Sicherung. Ziel müsse es sein, Sozialhilfe so zu gestalten, dass sie alle Menschen erreicht, die darauf angewiesen sind. Besonders ältere Menschen würden häufig durch komplizierte Verfahren oder fehlende Informationen davon abgehalten, Leistungen zu beantragen.

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Der VdK plädiert deshalb für ein einheitliches, leicht verständliches und für alle zugängliches Informations- und Beratungsangebot. Insbesondere ältere Menschen benötigten häufig Unterstützung bei der Orientierung im Sozialleistungssystem. Dazu gehören verständliche Informationen über bestehende Ansprüche ebenso wie niedrigschwellige Beratungsangebote.

Darüber hinaus fordert der Verband mehr personelle Unterstützung bei der Beantragung von Sozialleistungen. Beratungsstellen und Behörden müssten so ausgestattet sein, dass sie Betroffene individuell begleiten können. Auch digitale Angebote allein seien nicht ausreichend, da gerade ältere Menschen häufig auf persönliche Beratung angewiesen seien.

Ein weiterer zentraler Punkt sei der Abbau bürokratischer Hürden. Komplexe Antragsverfahren, zahlreiche Formulare und wiederholte Behördengänge würden viele Menschen abschrecken. Der VdK fordert daher einfachere Verfahren und eine bessere Koordination zwischen den zuständigen Behörden.

Neben strukturellen Veränderungen betont der Verband auch die gesellschaftliche Dimension des Problems. Sozialleistungen seien für viele Menschen noch immer mit Scham verbunden. Eine stärkere gesellschaftliche Entstigmatisierung könne dazu beitragen, dass Betroffene Unterstützung eher in Anspruch nehmen.

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wurde erstmals im Jahr 2001 veröffentlicht und seitdem in jeder Legislaturperiode aktualisiert. Ziel des Berichts ist es, einen umfassenden Überblick über die Lebenssituation von armen und armutsgefährdeten Menschen in Deutschland zu geben und politische Handlungsbedarfe sichtbar zu machen.

Da die Ampel-Koalition im November 2024 vorzeitig aufgelöst wurde, wurde die neueste Version des Berichts durch die derzeitige Große Koalition vervollständigt.

Wie verbreitet sogenannte „verdeckte Armut“ unter Senior*innen ist und welche Gründe dazu führen, dass viele Betroffene keine Sozialleistungen beantragen, können Sie hier nachlesen.

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Unter dem Motto „Einfach mal reden“ betreibt der Verein Silbernetz e.V. seit rund zehn Jahren eine kostenlose Hotline, über die ältere Menschen mit ehrenamtlichen Gesprächspartner*innen verbunden werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Senior*innen, die von Einsamkeit betroffen sind, und ermöglicht ihnen regelmäßige, anonyme Gespräche. Nach Angaben des Vereins haben bereits tausende ältere Menschen dieses Angebot genutzt.

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Nun hat der Verein ein weiteres Angebot gestartet. Das neue Projekt mit dem Titel „Lücken schließen – Brücken bauen“ richtet sich ebenfalls an ältere Menschen, setzt den Schwerpunkt jedoch stärker auf praktische Unterstützung im Alltag. Als Infotelefon konzipiert, soll es Senior*innen in Berlin dabei helfen, schneller Orientierung und Antworten auf alltägliche Fragen zu erhalten.

Hintergrund der Initiative ist unter anderem die zunehmende Komplexität vieler Lebensbereiche. Gerade für ältere Menschen kann es schwierig sein, sich in einer zunehmend digitalisierten und schnelllebigen Gesellschaft zurechtzufinden. Nach aktuellen Angaben verfügen mehr als ein Viertel der über 60-Jährigen in Deutschland über keine eigenen Erfahrungen mit der Nutzung des Internets. Für diese Gruppe kann der Zugang zu wichtigen Informationen und Dienstleistungen dadurch erschwert sein.

Über das Infotelefon können sich ältere Menschen beispielsweise über öffentliche Einrichtungen, Arztpraxen, Geschäfte oder Banken informieren. Auch bei Fragen zur Nutzung technischer Geräte wie Smartphone, Fernseher oder Computer geben die Mitarbeitenden Auskunft. Darüber hinaus werden Hinweise zu Freizeitmöglichkeiten, Seniorentreffs, Ehrenämtern oder Vereinen vermittelt, die gesellschaftliche Teilhabe fördern können.

In bestimmten Fällen übernimmt das Infotelefon auch eine vermittelnde Funktion, etwa wenn Kontakte zu Einrichtungen des Gesundheitswesens wie Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen gesucht werden. Zudem erhalten Anrufer*innen Informationen zum Verhalten bei extremen Wetterlagen.

Das Infotelefon ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Für Berliner Senior*innen ist der Service kostenfrei unter der Telefonnummer 030 544 533 0 533 erreichbar.

Daneben besteht weiterhin die bundesweite Silbernetz-Hotline für ältere Menschen, die sich einsam fühlen und Gesprächsbedarf haben. Diese ist täglich von 8 bis 22 Uhr unter der Nummer 0800 4 70 80 90 erreichbar.

Über Silbernetz haben wir auf seniorenpolitik-aktuell bereits mehrfach berichtet.

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Zwischen Dezember 2024 und Mai 2025 wurden bundesweit mehr als 1.600 Menschen zu ihren Hoffnungen und Sorgen im Hinblick auf das Älterwerden befragt. Ziel der Studie war es, herauszufinden, mit welchen Themen sich ältere Menschen besonders beschäftigen und in welchen Bereichen sie politischen Handlungsbedarf sehen. Durchgeführt wurde die repräsentative Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) von der Geschäftsstelle Internationale Altenpolitik der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO).

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Die Teilnehmenden machten Angaben zu ihrer aktuellen Lebenssituation und dazu, in welchen politischen Bereichen sie Defizite wahrnehmen. Darüber hinaus wurden sie gebeten einzuschätzen, wie sie die gesellschaftliche und politische Entwicklung der kommenden Jahre bewerten. Neben einem Fragebogen kamen auch Interviews und Gruppendiskussionen zum Einsatz, um ein möglichst differenziertes Bild zu erhalten.

Insgesamt zeigte sich eine hohe Lebenszufriedenheit unter den Befragten. Gleichzeitig äußerten viele jedoch Sorgen über gesellschaftliche Entwicklungen. Besonders häufig wurde ein nachlassendes Gemeinschaftsgefühl im gesellschaftlichen Miteinander genannt. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden betonten zudem die Bedeutung einer stabilen freiheitlich demokratischen Grundordnung sowie von Frieden und politischer Stabilität.

Weitere Themen, die häufig angesprochen wurden, sind die finanzielle Absicherung im Alter, die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum, die fortschreitende Digitalisierung sowie die Folgen des Klimawandels. Viele Befragte äußerten zudem Sorgen über eine mögliche Verschlechterung der medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Auch internationale Krisen und militärische Konflikte beeinflussen nach Einschätzung vieler Befragter das Sicherheitsgefühl. Darüber hinaus wurden eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, das Erstarken rechtsextremer Positionen sowie wachsende soziale Ungleichheit als problematische Entwicklungen benannt.

Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass sich viele ältere Menschen von Politik und Gesellschaft ein stärkeres Engagement für soziale Gerechtigkeit, Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung wünschen. Themen wie Solidarität zwischen den Generationen, eine verlässliche soziale Sicherung und der Erhalt demokratischer Werte spielen dabei eine zentrale Rolle.

Die Ergebnisse der Befragung wurden bereits im vergangenen Sommer von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) zur Kenntnis genommen. Sie sollen in die Überarbeitung des Zweiten Weltaltenplans einfließen, der im kommenden Jahr aktualisiert werden soll. Eine Kurzmeldung zur Studie hat die BAGSO kürzlich veröffentlicht, zudem liegt eine ausführliche Auswertung der Umfrage vor.

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