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Nach dem das Bundesinnen- und das Bundesfamilienministerium Ende Februar ein Diskussionspapier zu einem Demokratiefördergesetz vorgelegt hatten, sind rund 170 Stellungnahmen aus Dachverbänden, Fachorganisationen und Wissenschaftler*innen bei der Bundesregierung eingegangen. Das Beteiligungverfahren ist damit abgeschlossen, bis Ende des Jahres wolle man einen Referentenentwurf vorlegen.

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Am 4. Mai ist das Beteiligungsverfahren mit einer Fachkonferenz von Bundesfamilienministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Vertreterinnen und Vertretern von Zivilgesellschaft und Wissenschaft zu Ende gegangen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die Bundesregierung etwa 170 Stellungnahmen zu dem Vorhaben erhalten. Über die Chancen und Herausforderungen des Projekts haben die beiden Ministerinnen auf Grundlage von Fragen der zivilgesellschaftlichen Vertreter*innen diskutiert. Hier sehen Sie den presseöffentlichen Teil der Fachkonferenz:

https://youtu.be/TuDZ3w39n3c

 

Die eingegangenen Stellungnahmen – über einige haben wir kürzlich berichtet – beziehen sich auf das Diskussionspapier der beiden Ministerien zu dem geplanten Demokratiefördergesetz. Mit diesem Diskussionspapier wollte man die Verbände und Fachorganisationen mit einbeziehen. Das Beteiligungsverfahren ist nun beendet, die Vorschläge und Hinweise, die sich aus den Stellungnahmen ergeben, sollen nun ausgewertet werden und – soweit rechtlich möglich sei – in einen Gesetzentwurf einfließen.

„Für die sehr engagierte Beteiligung vieler Organisationen und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bedanke ich mich deshalb sehr herzlich“, reagiert Nancy Faeser auf die eingegangenen Debattenbeiträge. „Ihre Vorschläge werden für uns bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfs sehr hilfreich sein.“ Die Ministerien kündigten an, bis Ende des Jahres einen entsprechenden Referentenentwurf ins Kabinett einbringen zu wollen.

Mit einem Demokratiefördergesetz soll zivilgesellschaftliches Engagement gestärkt werden. Dafür wolle man unter anderem einen gesetzlichen Auftrag des Bundes für Demokratieförderung und Extremismusprävention schaffen. Das soll auch dabei helfen, eine angemessene Finanzierung entsprechender Projekte in den jeweiligen Haushaltsgesetzen sicherzustellen.

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Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) will das Engagement von Über-80-Jährigen stärker in die Öffentlichkeit rücken. Vergangenes Jahr gab es bereits einen digitalen Adventskalender, durch den ältere Aktive je Türchen vorgestellt wurden. Nun sollen auch Vereine, Organisationen und Kommunen dabei unterstützt werden, ihre „betagten Ehrenamtler*innen“ in Form eines Kalenders zu würdigen.

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Das Unterstützungsangebot des KDA und ihrer Stiftung ProAlter richtet sich an Fachkräfte, die beispielsweise in Landkreisen, Kommunen, Freiwilligendiensten oder Wohlfahrtsverbänden tätig sind und mit ehrenamtlichen Menschen ab 80 Jahren zusammenarbeiten. Nach der positiven Bilanz, die das Kuratorium aus dem digitalen Adventskalender gezogen hat, sollen nun auch die Vereine und Organisationen selbst dazu eingeladen werden, ihre hochaltrigen Ehrenamtlichen zu würdigen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Aufmerksamkeit sei solchen Kalender-Türchen sicher, so das KDA über ihre Erfahrung mit der Idee.

Wer mitwirken möchte erhalte entsprechende Unterstützung in Form einer kostenlosen individuellen Beratung und Informationen zum Aufbau eines solchen Kalenders. Interessierte werden gebeten, sich bis zum 30. Mai an die KDA-Stiftung ProAlter zu wenden. Weitere Informationen zu dem Vorhaben und Kontaktangaben finden Sie hier.

In Deutschland leben rund 6 Millionen Menschen im Alter über 80 Jahren. Viele von ihnen engagieren sich gesellschaftlich. Zum Engagement in der Hochaltrigkeit empfehlen wir auch eine Publikation der Stiftung ProAlter aus dem vergangenen Jahr.

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Im Rahmen des Projekts „Digitale Nachbarschaft“ haben Deutschland sicher im Netz e.V. und das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Kooperation mit Aktion Mensch e.V. eine Handreichung zur digitalen Teilhabe veröffentlicht. Das Handbuch richtet sich insbesondere an Aktive in der Vereinsarbeit. Ziel ist, Webinhalte von Vereinen möglichst barrierearm zur Verfügung stellen zu können.

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Einleitend bedient sich die Broschüre eines Vergleichs: An vielen öffentlichen Orten würden wir zu Augenzeug*innen baulicher Maßnahmen, zum Beispiel wie Rampen gebaut werden, um Treppen als Barriere umgehen zu können. Doch die „Treppen“ im digitalen Raum gebe es auch – nur seien die Barrieren oft nicht sichtbar. „Du und Dein Verein tut gut daran, die eigenen Angebote und Arbeitsweisen auf Kriterien digitaler Teilhabe zu überprüfen“, heißt es daher in der Handreichung. „Das Vereinswesen ist so bunt und vielfältig wie seine Mitglieder selbst. Diese Vielfalt gilt es mitzudenken. Lassen wir die digitalen Treppen links liegen und verwandeln sie in Fahrstühle.“

Die Broschüre will sensibilisieren, informieren und konkrete Beispiele vorstellen, unter anderem wie Leichte Sprache benutzt werden kann. Zunächst werden Grundbegriffe des digitalen Zeitalters erklärt und die derzeitige Chancengerechtigkeit diskutiert. Im zweiten Kapitel geht es dann um Möglichkeiten barrierearmer Webinhalte. Beispiele dafür sind die Verwendung eines „Screenreaders“, der Bildschirminhalte akustisch wiedergeben kann, das Nutzen von hohen Kontrasten zur besseren Lesbarkeit oder die Vermeidung von störenden Inhalten wie automatisch startende Animationen.

„Wenngleich ein langer Weg vor Dir liegt, kannst Du Deine Vereinsarbeit bereits mit einfachen Mitteln optimieren und damit aktiv zu einer gerechteren und inklusiveren Gesellschaft beitragen“, ermutigen die Autor*innen die Leser*innen. „Wichtig ist es, sich immer wieder mit Menschen auszutauschen, die entweder direkt betroffen sind oder sich mit Barrieren im Netz auskennen. Jeder Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Das Handbuch kann hier kostenlos gelesen und heruntergeladen werden. Mehr aus dem Projekt Digitale Nachbarschaft erfahren Sie hier.

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Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der ­Seniorenorganisationen (BAGSO). In einer kurzen Befragung möchte die BAGSO einen Überblick über die Bedarfe der geflüchteten Menschen aus der Ukraine und die vorhandenen Angebote gewinnen.

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Aus der BAGSO heißt es dazu: "[...] der Krieg in der Ukraine erschüttert Europa und die Welt. Alle Menschen in der Ukraine sind dem Geschehen vor Ort ausgeliefert, viele Menschen haben das Land bereits verlassen. Als Seniorenorganisation gilt unsere Sorge vor allem den Menschen, die häufig besonders verletzlich sind: den Kindern, den Kranken wie auch den Alten.

Viele haben Ideen entwickelt, wie sie Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, unterstützen können. Diese kurze Befragung dient dazu, einen Überblick über die Bedarfe und vorhandenen Angebote zu gewinnen. Die gesammelten Informationen möchten wir Engagierten und auch der Politik zur Verfügung zu stellen."

Es wird darum gebeten, die Befragung bis zum 29.05.2022 zu beantworten.

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Im Rahmen des Nachbarschafts-Wettbewerbs „Klimaschutz nebenan“ können noch bis zum 15. Mai 2022 Beiträge eingereicht werden. Gesucht werden Ideen, wie Sie und andere in der Nachbarschaft zum Klimaschutz beitragen können. Ein Preisgeld soll die Umsetzung der besten Ideen ermöglichen.

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Bis zu 3.000 Euro gibt es für die Ideen, die nach einer Online-Abstimmung die meisten Stimmen bekommen. Die zehn besten Vorschläge erhalten dabei jeweils 1.000 Euro, eine Fachjury wählt aus diesen anschließend noch einmal fünf aus, die weitere 2.000 Euro erhalten sollen. Das Geld ist als Startkapital gedacht, um die Ideen bei der Umsetzung zu unterstützen. „Klimaschutz geht uns alle an. Und wie bei vielen anderen Herausforderungen sind es auch hier oft lokale Aktivitäten, die einen wichtigen Lösungsbeitrag leisten“, so Esra Kücük vom Vorstand der Allianz Umweltstiftung. Sie ist zudem Teil der Fachjury für die Ausschreibung. „Genau diese Aktivitäten oder Ideen wollen wir im Rahmen des Wettbewerbes finden und einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen. Wir freuen uns auf möglichst viele kreative Wettbewerbsbeiträge und Klimaschutz-Ideen.“

Denkbar sind beispielsweise Ideen wie gemeinsames Müllsammeln im Viertel, eine Fahrradwerkstatt oder andere „Repair-Cafés“ zur Stärkung der Nachhaltigkeit von Produkten. Weitere Anregungen und Informationen zur Teilnahme finden Sie auf der Internetseite zum Wettbewerb.

Veranstaltet wird der Wettbewerb auf Initiative der Stiftung nebenan.de.

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Am 5. Mai 2022 war europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Die Selbsthilfevereinigung Pro Retina hat dieses Datum zum Anlass genommen, darauf hinzuweisen, dass der Abbau einiger Barrieren für seheingeschränkte und blinde Menschen schon mit geringem Aufwand möglich wäre.

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Drei einfache Maßnahmen seien es, die die Teilhabe von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und Blinden verbessern würden:

  1. kontrastreiche Markierungen von Stufenvorderkanten,
  2. Ampeln mit Zusatzeinrichtung für seheingeschränkte und blinde Menschen,
  3. freier Zutritt für Assistenzhunde bei Behörden, in Supermärkten, Kliniken, bei Ärzt*innen und anderen Einrichtungen des täglichen Lebens.

Die Mobilität würde durch diese Maßnahmen verbessert werden und das Risiko zu verunfallen gesenkt. Das gebe auch ein Stück Lebensqualität.

Die Forderungen richtet der Verein an Städte und Gemeinden und politische Entscheidungsträger*innen, aber auch an Leitungen von Einrichtungen und Unternehmen. „Mit kleinen Veränderungen können Sie viel erreichen“, appelliert Dario Madani, Vorsitzender von PRO RETINA Deutschland e. V., in einer Pressemitteilung. „Zögern Sie nicht länger und setzen Sie ein Zeichen – für die Teilhabe aller Menschen, auch derjenigen mit unsichtbarer Behinderung“.

Von einer unsichtbaren Behinderung spricht die gemeinnützige Patientenvereinigung deshalb, da die Beeinträchtigung in der Regel nicht von außen zu erkennen ist. Somit würde die Umwelt häufig mit Unverständnis reagieren, wenn sehbeeinträchtigte und blinde Menschen zum Beispiel an Ampeln unsicher sind oder sich nicht zurechtfinden. Doch die Unsichtbarkeit habe im Sinne einer „doppelten Herausforderung“ noch eine weitere Komponente: Auch die Barrieren im Alltag seheingeschränkter Menschen seien für viele unsichtbar, da normal Sehende diese nicht als Barrieren erkennen würden.

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Vor rund einem Jahr haben wir über die Erscheinung des Buches „Das ist alles unsere Lebenszeit“ berichtet, in dem ältere Schwule und Lesben zu ihren Erfahrungen mit der Corona-Krise interviewt wurden. Die Autorin hat noch einmal mit einigen der Interviewpartner*innen gesprochen, auch die Folgepublikation ist nun verfügbar.

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Die im Frühjahr 2021 erschiene Gesprächsreihe wurde durch den Verein rubicon veröffentlicht, der selbst schwule, lesbische und queere Menschen berät. Der Verein hat nun auch eine Folgebroschüre herausgegeben. „‚Wir haben uns verändert, die Welt hat sich verändert‘. Ältere Lesben und Schwule nach zwei Jahren Corona-Krise“ heißt die aktuelle Publikation, in der die Autorin Vera Ruhrus mit vier der ursprünglichen zehn Gesprächspartner*innen erneut gesprochen hat.

Eine der Geprächspartner*innen von damals, die nun auch wieder interviewt wurde, ist die 71-Jährige Betty. „Die Nachricht von der Omikron-Welle im Herbst 21 hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, erklärt sie nun in dem zweiten Gespräch. Betty überlege nun zweimal, ob sie derzeit in Räume gehe, in denen sich viele Menschen aufhalten. So gehe sie nicht mehr ins Kino, obwohl sie das gerne wollte. Da sei sie einer Gefahr ausgesetzt. „An allen Ecken und Enden fühle ich mich ausgebremst“, empfindet die 71-Jährige die Situation. Sie ergänzt aber auch: „Ich kann aber nicht immer nur pessimistisch in die Gegend schauen. Daher gucke ich immer wieder: Was ist momentan möglich, was ist vertretbar? Und mache es dann.“ Die Alternative – unter der eigenen „Käseglocke“ zu bleiben – gehe schließlich auch nicht.

In den Gesprächen spielen vor allem die Entwicklungen seit dem letzten Aufeinandertreffen zwischen Autorin und Interviewpartner*innen eine Rolle. Das die Pandemie so lange anhalte, damit hätte man bei den Gesprächen der ersten Runde nicht gerechnet. Vera Ruhrus erklärt im Fazit selbst, mit der damaligen Ankündigung eines Impfstoffes von einem baldigen Ende der pandemischen Situation ausgegangen zu sein. „Je häufiger eine Welle der Pandemie mit Lockdown und Teillockdown der anderen folgte, umso mehr waren auch die Widerstandskräfte und biographisch erworbenen Ressourcen der älteren Lesben und Schwulen gefragt. Die Erzählungen spiegeln dies wider“, heißt es im Fazit.

Das Buch ist kostenfrei als PDF unter diesem verfügbar.

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Im sechsten Kurzbericht der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) geht es um digitale Teilhabe der Menschen ab 80 Jahren. Gut jede dritte Person dieser Altersgruppe nutzt demnach das Internet. Dabei sind es in der Gesamtbevölkerung 88 Prozent – Hochaltrige seien damit „digital abgehängt“.

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Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist die Internetnutzung der Menschen im hohen Alter mit 37 Prozent deutlich niedriger. Allerdings: Diejenigen, die im Alter ab 80 Jahren angeben, das Internet zu nutzen, sind mehrheitlich täglich online (57%). Das Mobiltelefon ist dabei das meistgenutzte digitale Gerät. Das Internet wird in der untersuchten Altersgruppe primär für Kommunikation und Informationssuche genutzt.

Die Internetnutzung in der Hochaltrigkeit ist sozial jedoch ungleich verteilt und hängt stark von Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Wohnsituation und kognitiver Bildung ab – „zu Ungunsten von älteren Gruppen, Frauen, Niedrigergebildeten, Einkommensschwächeren, kognitiv Beeinträchtigteren und Personen in Heimen“, wie es im 26-seitigen Bericht heißt. „Die Studie zeigt deutlich, dass die digitale Spaltung nicht nur zwischen Jung und Alt, sondern auch innerhalb der älteren Bevölkerung in unserem Land besteht. Diese Spaltung wollen wir überwinden“, so die damalige, inzwischen zurückgetretene Familien- und Senior*innenministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) in Reaktion auf den Bericht. Eine Maßnahme sei daher die Förderung von 50 neuen digitalen Erfahrungsorten im Rahmen des DigitalPakts Alter.

Die Hochaltrigkeitsstudie D80+ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über einen dreijährigen Zeitraum gefördert und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) durchgeführt. Ausgangspunkt der Studie ist unter anderem die Feststellung, dass es bislang kaum Erkenntnisse über das hohe Alter in Deutschland gegeben habe – und das vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. „Eine gute Datenlage ist jedoch notwendig“, heißt es auf der Internetseite von ceres. „Zum einen, um den besonderen Unterstützungsbedarfen im hohen Alter zukünftig besser gerecht werden zu können. Zum anderen, um Lösungsansätze für sozialpolitische Herausforderungen wie der sozialen Sicherung im Alter sowie im Hinblick auf eine Generationengerechtigkeit entwickeln zu können.“

Die Berichte können Sie hier herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Hintergrund der Studie D80+.

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„Unser Klima, unsere Umwelt, unsere Zukunft“ ist das Motto des 19. Schleswig-Holsteinischen Bürger- und Demokratiepreises, für den am 1. Mai die Bewerbungsphase startet. Der Preis gilt als größter Ehrenamtspreis im nördlichsten Bundesland.

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Der Bürger- und Engagementpreis würdigt den Einsatz von Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. In diesem Jahr richtet sich die Auszeichnung an diejenigen, „die ein grundsätzliches Bewusstsein für Klima-, Umwelt- und Naturschutz fördern und andere dafür sensibilisieren“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Gewinner*innen des Wettbewerbs des schleswig-holsteinischen Landtags und des Sparkassen- und Giroverbands werden mit Geldpreisen und einem Filmporträt ausgezeichnet. Insgesamt stehen Geld- und Sachpreise von 32.500 Euro zur Verfügung. Die Preisverleihung wird im November stattfinden. Die Bewerbungsphase startet am 1. Mai. Mehr Informationen zur Bewerbung bekommen Sie hier.

„Wir alle haben die Verantwortung, jetzt zu handeln“, unterstreicht die Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags, Kirsten Eickhoff-Weber, die Bedeutung des Themas in der Pressemitteilung. „Immer größere Teile unserer Gesellschaft sind sich dessen bewusst und viele Menschen auch bei uns im Land handeln danach und setzen sich für den Klimaschutz ein, für eine saubere und gesunde Umwelt, für den Erhalt der Artenvielfalt, für den Ressourcenschutz. Ihnen gebührt unser Dank und unsere Anerkennung und deswegen freue ich mich, dass sich der Bürgerpreis 2022 an genau diese Engagierten richtet.“

Medienpartner des Preises ist der NDR. „Das ist von großem Wert, denn neben einem großen Netzwerk bestehend aus den unterschiedlichsten Vereinen und Verbänden, die den Bürgerpreis ins Land tragen, bedarf es natürlich einer guten Medienpräsenz, um die vielen Ehrenamtlichen zu erreichen und zu einer Bewerbung zu motiviere“, freuen sich die Initiator*innen des Wettbewerbs über die langjährige Partnerschaft.

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Die meisten Hochaltrigen sind sozial gut eingebunden, doch die Corona-Pandemie hat die Situation verschlechtert. Das sind einige der zentralen Ergebnisse eines im März erschienenen Berichts zur sozialen Eingebundenheit, der im Rahmen der bundesweiten Studie D80+ veröffentlicht wurde.

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90,9 Prozent der Menschen ab 80 Jahren in Deutschland haben mindestens zwei Bezugspersonen, die ihnen wichtig sind. 37,4 Prozent verbringen manchmal, 40,5 Prozent sogar häufig Zeit mit Verwandten, Bekannten und Freund*innen. Damit seien die meisten Hochaltrigen „sozial gut eingebunden“. Das ist eines der Ergebnisse des fünften Kurzberichts der Hochaltrigkeitsstudie D80+. Diese Ausgabe trägt den Titel „Soziale Eingebundenheit“ und ist bereits im März erschienen. Der knapp 30-seitige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Gleichzeitig gibt es große Unterschiede innerhalb der Gruppe der Hochaltrigen. Vergleichsweise hoch sei der Anteil der Menschen ab 85 Jahren, der angibt, weniger als zwei Bezugspersonen zu haben. Gleiches gelte für Männer, Heimbewohner*innen und Personen mit niedriger formaler Bildung. Die Studie D80+ „Hohes Alter in Deutschland“ hat zwischen November 2020 und April 2021 schriftliche Befragungen von mehr als 10.000 Personen im Alter ab 80 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse werden thematisch ausgewertet und in regelmäßig erscheinenden Kurzberichten dargelegt.

Auch die Situation der Pandemie, die im Zeitraum der Befragung sehr präsent war, ist Teil der Auswertung. Sie hat die soziale Eingebundenheit der Menschen im hohen Alter verändert. Die Veränderungen privater Kontakte werden überwiegend als negativ bewertet. Von einer großen Veränderung sprechen diejenigen, die zuvor ein großes soziales Netzwerk und soziale Unterstützung hatten.

Einordnungen des Berichts gab es auch aus Berlin. „Die Ergebnisse der Studie sollten uns zu denken geben. Wir wissen, welche Folgen es haben kann, wenn Menschen in Heimen über längere Zeit sozial isoliert sind“, warnt die inzwischen zurückgetretene Familien- und Senior*innenministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen) im März als Reaktion auf den Bericht. „Im dritten Jahr der Pandemie sollten wir deshalb alles tun, damit Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen regelmäßig Besuch empfangen und am sozialen Leben teilhaben können.“

Die Hochaltrigkeitsstudie D80+ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) durchgeführt. Bislang gebe es kaum Erkenntnisse über das hohe Alter in Deutschland – und das vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft – was Ausgangspunkt für die Studie war.

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