Die Bekämpfung von Einsamkeit ist seit Ende 2023 Teil einer bundesweiten Strategie, die von der damaligen Ampel-Koalition beschlossen wurde. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu stärken und die mentale Gesundheit der Bevölkerung langfristig zu fördern. Schleswig-Holstein hat früh mit eigenen Maßnahmen auf diese Strategie reagiert.
Kurz nach der Verabschiedung der Bundesstrategie wurde im Land eine Studie in Auftrag gegeben, die sich insbesondere mit Einsamkeit im höheren Lebensalter befasst. Parallel dazu verweist die Landesregierung auf eine Vielzahl bereits bestehender Angebote, die soziale Begegnung und Teilhabe fördern. Künftig soll stärker auf deren Nutzung aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig sollen die beteiligten Akteur*innen weiter unterstützt und für das Thema sensibilisiert werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der strukturellen Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen. So sollen Mehrgenerationenhäuser zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten, um ihre Angebote sowohl qualitativ als auch quantitativ auszubauen. Darüber hinaus plant das Land den Aufbau einer zentralen Datenbank, die Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zum Thema Einsamkeit bündelt und öffentlich zugänglich macht. Auch dieses Vorhaben soll finanziell gefördert werden.
Als weiteres Beispiel nennt die Landesregierung die sogenannten Dorfkümmerer*innen. Diese unterstützen ältere Menschen im Alltag und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur sozialen Einbindung. Das Projekt konnte sich durch umfassende Fördermaßnahmen etablieren und wird als wirksames Instrument gegen Vereinsamung bewertet.

