Das internationale Netzwerk WWOOF („World Wide Opportunities on Organic Farms“) ermöglicht es Menschen, auf ökologisch wirtschaftenden Höfen mitzuarbeiten und dort für einen begrenzten Zeitraum zu leben. Die sogenannten „WWOOFer*innen“ helfen ehrenamtlich bei anfallenden landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Tätigkeiten und erhalten im Gegenzug kostenfreie Unterkunft und Verpflegung.
Das Konzept existiert mittlerweile in mehr als 100 Ländern. Auch in Deutschland beteiligen sich zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe. Während das Angebot bislang vor allem von jüngeren Menschen genutzt wird, etwa nach dem Schulabschluss oder während einer Reise, richtet sich WWOOF Deutschland inzwischen verstärkt auch an ältere Interessierte.
Vor diesem Hintergrund plant der Verein in diesem Jahr mehrere Mitmach-Wochenenden, die sich ausdrücklich an verschiedene Generationen richten. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zusammenzubringen und ihnen Einblicke in ökologische Landwirtschaft zu ermöglichen. Gerade für ältere Menschen kann das Angebot eine Möglichkeit sein, sich aktiv zu engagieren, neue Kontakte zu knüpfen und praktische Erfahrungen im Bereich nachhaltiger Lebensweisen zu sammeln – allerdings stets im Rahmen der individuellen körperlichen Möglichkeiten. Damit berührt das Angebot auch Themen, die in der Seniorenpolitik zunehmend diskutiert werden, etwa gesellschaftliche Teilhabe im Alter, freiwilliges Engagement und generationenübergreifende Begegnungen.
Zur Information über das Programm veranstaltet WWOOF Deutschland am 19. März um 11 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung. Das sogenannte Webinar findet über die Online-Plattform Zoom statt, ein Programm für Videokonferenzen, über das Teilnehmende per Computer, Tablet oder Smartphone an einer Veranstaltung teilnehmen können. Dabei soll unter anderem erklärt werden, wie ein Aufenthalt auf einem WWOOF-Hof abläuft und welche Voraussetzungen für eine Teilnahme gelten.
Das Modell entstand 1971 im Vereinigten Königreich. Inzwischen umfasst das Netzwerk weltweit mehrere Tausend Höfe, darunter 458 in Deutschland. Neben praktischer Mitarbeit steht vor allem der Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen im Mittelpunkt. Gleichzeitig soll das Programm das Verständnis für ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Lebensweisen stärken.
Wer teilnehmen möchte, benötigt eine Mitgliedschaft im jeweiligen nationalen WWOOF-Verband. In Deutschland kostet eine einjährige Mitgliedschaft je nach Modell zwischen 35 und 55 Euro. Besondere Vorkenntnisse in der Landwirtschaft sind nach Angaben des Vereins nicht erforderlich.

