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16. Januar 2016

Hörtipp: Zusammenführung von Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege

Heute ließ der Deutschlandfunk in einem Beitrag der Serie „Campus und Karriere“ Barbara Steffens und Michael Isfort zu Wort kommen. Es ging um die vom Bundeskabinett beschlossene Vereinheitlichung von Pflegeberufen. Es sollen Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege in einer einheitlichen Ausbildung (Pflegefachmann/Pflegefachfrau) zusammengeführt werden. Außerdem soll ein neuer Bachelorstudiengang Pflege initiiert werden.

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An der Diskussion nahmen Barbara Steffens, Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen und Prof. Michael Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln, teil. Es wurde über verschiedene Themen diskutiert. So wird die zur Zeit zum Teil vorhandene Spezialisierung einer generalistischen Ausbildung gegenübergestellt. Die angestrebte Akademisierung wird im europäischen Vergleich betrachtet.

Auch kommen andere Vorschläge zur Vereinheitlichung zu Wort: So könnten Kranken- und Altenpflege zusammengelegt werden, Kinderkrankenpflege (wegen des weniger vergleichbaren Inhaltes von Kinderkrankenpflege und der im Vergleich geringen Zahl von KinderkrankenpflegerInnen) weiterhin als eigener Ausbildungsgang erhalten bleiben. Ein anderer Vorschlag von Frau Steffens ist, die ersten beiden Jahre gemeinsam zu lehren und im dritten Jahr eine Spezialisierung zuzulassen.

Eine Chance wird in der Aufwertung der Pflege gegenüber anderen Berufen gesehen. Der angekündigte Wegfall von Schulgeld und die geplante angemessene Ausbildungsvergütung werden von beiden Diskutierenden als positiv bewertet. Auch wird betont, dass die Tätigkeiten in der Altenpflege bei einer gemeinsamen Ausbildung in Zukunft nicht mehr als weniger wert wahrgenommen werden würden.

Als Aufgaben bleiben die Ausformulierung eines Curriculums sowie die zukünftige Angleichung und Erhöhung von Löhnen, damit nicht ein erweitertes Berufsbild bei schlechterer Bezahlung der FachpflegerInnen geschaffen wird.

Im Beitrag kommen kurz Mitglieder einer Darmstädter Altenpflegeschule und BesucherInnen der Hamburger Berufsmesse „Let’s care“ zu Wort. Skeptisch wird die geringere Vertiefung einer generalistischen Ausbildung betrachtet und die Gefahr, dass noch weniger Ausgebildete in der Altenpflege tätig werden. Als Mehrwert wird die Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten genannt.

Der gesamte Beitrag kann online nachgehört werden.

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