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Die derzeitige Bundesregierung plädiert dafür, das Renteneintrittsalter an die gestiegene Lebenserwartung zu koppeln und den Zugang zur „Rente mit 63“ zu erschweren, sodass die Deutschen im Schnitt später in Rente gehen. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung spricht sich allerdings dagegen aus. Auch Expert*innen aus dem Gesundheitsbereich bewerten die Pläne der Regierung äußerst kritisch, so das Deutsche Ärzteblatt in einem Artikel vom 4. August.

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Ab dem Jahr 2032 soll das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben werden. Erste wissenschaftliche Studien und Forschungen zeigen jedoch bereits, dass eine Rente mit 70 oder noch später dazu führen könnte, dass zahlreiche Fachkräfte trotz altersbedingter Erkrankungen weiterarbeiten müssten. Beispielsweise befasste sich ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit der Frage, ob eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus gesundheitlicher Sicht zumutbar sei.

Hierfür wurde auf Grundlage von Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) untersucht, mit wie vielen gesunden Jahren eine durchschnittliche Person in Deutschland rechnen kann, wobei zwischen sozial privilegierten und sozial benachteiligten Gruppen unterschieden wurde. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere Menschen mit einer geringeren Qualifikation und einem eher niedrigen Einkommen häufig bereits vor Erreichen des Renteneintrittsalters keine gesunden Jahre mehr vor sich haben. Sie müssten also trotz erheblicher gesundheitlicher Beschwerden einer Beschäftigung nachgehen, um abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Dasselbe gilt für Beschäftigte aus Branchen mit einer besonders hohen körperlichen und/oder psychischen Belastung.

Zudem fanden die Forscher*innen heraus, dass unter jungen Menschen zwischen 18 und 44 Jahren die Zahl gesundheitlicher Beschwerden steigt. Zwei der Ursachen hierfür sind der Anstieg von Adipositasfällen und die zunehmende psychische Belastung. Auch Erkrankungen der Muskulatur und Knochen treten hierzulande in der jungen Generation immer häufiger auf.

Eine Anhebung des Renteneintrittsalters berücksichtigt somit nicht die ungleich verteilten Ressourcen und Arbeitsbelastungen der Deutschen. Personen, die unter ungünstigen Bedingungen leben und arbeiten, droht bereits weit vor Erreichen des Renteneintrittsalters eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Dies würde wiederum den Gesundheitssektor stärker belasten.

Unter den Ministerpräsident*innen der Länder herrscht Uneinigkeit über den Umgang mit der „Rente mit 63“. Die Regierungen der ostdeutschen Bundesländer sowie Stimmen aus der SPD sprechen sich tendenziell dafür aus, diese Regelung beizubehalten. Konservative und arbeitgebernahe Politiker*innen fordern hingegen die Abschaffung der Regelung, um die durchschnittliche Anzahl geleisteter Beitragsjahre zu erhöhen.

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Nicht nur pflegende Angehörige, sondern auch ausgebildete Pflegefachkräfte stoßen im Umgang mit Patient*innen manchmal auf Situationen, die Hilflosigkeit, Scham oder Überforderung auslösen können. Erschwerte Herausforderungen ergeben sich zum Teil auch aus den individuellen Bedürfnissen der Pflegebedürftigen. In solchen Momenten können verständlich aufbereitete Informationen und praktische Handlungsempfehlungen Orientierung geben und Sicherheit im Pflegealltag vermitteln.

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Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet kostenlose, online verfügbare Übersichten zu verschiedenen Themenfeldern der Pflege an. Die zwölf Ratgeber und neun Kurzratgeber Ratgeber im PDF-Format wurden auf Grundlage eines Methodenstandards entwickelt, in den die Expertise verschiedener Professionen eingeflossen ist. So soll sichergestellt werden, dass die Inhalte sowohl wissenschaftlich fundiert als auch leicht verständlich und praxisnah sind. Laut ZQP richten sie sich an alle Personen, die für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen verantwortlich sind, und können sowohl im privaten als auch im professionellen Pflegekontext genutzt werden.

Die Ratgeber befassen sich mit häufig auftretenden Fragen und Herausforderungen im Pflegealltag. Behandelt werden unter anderem Themen wie Körper- und Mundpflege, Ernährung und Scham. Darüber hinaus geben sie Hinweise zum Umgang mit Pflegehilfsmitteln sowie zur Medikamenteneinnahme. Ziel ist es, Pflegende zu sensibilisieren, Berührungsängste abzubauen und praxisnahe Informationen rund um die Pflege bereitzustellen.

Das ZQP wurde im Jahr 2009 vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gegründet. Es handelt sich um eine in Berlin ansässige, unabhängige, gemeinnützige und operativ tätige Fachstiftung. Die Mitarbeitenden des ZQP bringen Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen ein und verfolgen das Ziel, Pflegenden Hinweise und Empfehlungen für eine möglichst gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung zu stellen. Damit sollen sowohl das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen als auch die körperliche und psychische Entlastung der Pflegenden gestärkt werden.

Neben den Ratgebern veröffentlicht das ZQP auch Studien, Artikel und Videos zu pflegerelevanten Themen. Auf diese Weise wird insbesondere pflegenden Angehörigen ein niedrigschwelliger Zugang zu fundierten Informationen ermöglicht. Auf der Webseite des ZQP können Ratgeber, Magazine, Flyer und Poster zu verschiedenen Praxisthemen kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem lassen sich über die Beratungsdatenbank innerhalb weniger Sekunden wohnortnahe Beratungsstellen zum Thema Pflege finden.

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Bei Pflegestützpunkten handelt es sich um niedrigschwellige Beratungsstellen, die kostenfrei in Anspruch genommen werden können. Gemäß § 7c SGB XI sind die Länder verpflichtet, Pflegestützpunkte einzurichten. Finanziert werden diese durch die Kranken- und Pflegekassen sowie durch kommunale Träger. Für eine Beratung müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt sein.

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Pflegestützpunkte werden insbesondere von Menschen genutzt, die Fragen zum Thema Pflege haben, weil sie beispielsweise Angehörige versorgen oder selbst pflegebedürftig sind. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit können sie den individuellen Unterstützungsbedarf ermitteln und Angehörigen geeignete Vorgehensweisen aufzeigen. Auch wer sich mit der Bürokratie, die mit einer Pflegebedürftigkeit einhergeht, überfordert oder orientierungslos fühlt, kann sich von den Berater*innen – oftmals ausgebildeten Pflegefachkräften – vor Ort unterstützen lassen. Ebenso geben die Mitarbeitenden Auskunft bei der Suche nach einem Pflegeheim oder Pflegedienst sowie zur Beantragung eines Pflegegrades.

Die Berater*innen verfügen über umfassende Kenntnisse der lokalen Angebote und Institutionen und können Ratsuchende bei Bedarf an diese vermitteln. Auch Fragen zur Selbstfürsorge pflegender Angehöriger können Anlass für den Besuch eines Pflegestützpunktes sein.

Aktuell gibt es in Deutschland etwa 700 Pflegestützpunkte. Der Sozialverband VdK Deutschland bemängelt, dass mittlerweile zwar fast jedes Bundesland über Pflegestützpunkte verfügt, diese jedoch ungleich über das Bundesgebiet verteilt sind. Einer der Gründe hierfür ist, dass die Länder selbst entscheiden können, wo und wie viele Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Besonders deutlich zeigt sich dies in Bayern, wo es regional große Unterschiede gibt. Vor allem ländlich geprägte Regionen, in denen die Versorgungsstrukturen ohnehin Lücken aufweisen, verfügen häufig über zu wenige Pflegestützpunkte.

„Der VdK fordert, dass die Pflege zu einer Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge wird“, heißt es in einer Stellungnahme vom 06. Juli. Auf diese Weise soll der Zugang zu Pflegestützpunkten allen Menschen unabhängig vom Wohnort ermöglicht werden.

Den Ihrem Wohnort nächstgelegenen Pflegestützpunkt können Sie auf der Website des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) durch die Eingabe Ihrer Adresse oder Postleitzahl ermitteln. Anschließend erhalten Sie eine Übersicht über sämtliche Pflegestützpunkte in Ihrer Region, einschließlich ihrer Kontaktdaten und Leistungen.

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Im April hatte seniorenpolitik-aktuell.de auf den von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) initiierten Wettbewerb „Wer zuletzt lacht“ aufmerksam gemacht. Interessierte wurden aufgerufen, bis Ende Juni eine Karikatur einzureichen, die das Thema Ageismus humorvoll und gleichzeitig (gesellschafts-)kritisch aufgreift. Die BAGSO erhielt insgesamt 565 Karikaturen von knapp 200 Personen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

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Der Wettbewerb wurde im vergangenen Frühjahr ausgerufen, um die Diversität des Alterns zu betonen und ein Zeichen gegen Altersdiskriminierung zu setzen. Die Teilnehmer*innen konnten dabei ihre Kreativität und ihr künstlerisches Talent nutzen, um Stereotype über ältere Menschen überspitzt darzustellen und auf die Missstände hinzuweisen, mit denen viele Senior*innen leben müssen. Dadurch sollen wiederum neue Altersbilder geschaffen werden.

Alle eingereichten Karikaturen sind nun öffentlich auf der Website der BAGSO einsehbar. Sie sind alphabetisch nach den Namen der Zeichner*innen sortiert und können nach den vier Kategorien gefiltert werden:

  • Zwischen ewiger Jugend und Verletzlichkeit
  • Zwischen Kreuzfahrt und knapp bei Kasse
  • Zwischen Boomern und Generation Z
  • Zwischen Smartwatch und Wählscheibe

Bereits unmittelbar nach Einreichungsschluss wählte eine siebenköpfige Jury aus jeder Kategorie jeweils drei Sieger*innen aus. Die insgesamt zwölf Preisträger*innen werden allerdings erst bei der Preisverleihung am 8. Oktober in Berlin bekannt gegeben und erhalten dort persönlich ihr Preisgeld.

Der Karikaturenwettbewerb folgte dem Grundgedanken, dass sich viele politische und gesellschaftliche Problemlagen der Gegenwart durch Satire besser vermitteln lassen. Dennoch handelt es sich im Kern um ein ernstes Thema, da Ageismus als Form der Diskriminierung älteren Menschen erheblich zusetzen kann. Aufgrund des Alters ungerecht behandelt oder körperlich und/oder verbal angegriffen zu werden, widerspricht der Menschenwürde.

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Die insgesamt 33 Punkte umfassende Rentenreform 2026, welche von der Alterssicherungskommission der Bundesregierung erarbeitet wurde, soll Altersarmut präventiv entgegenwirken. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte wiederholt betont, diese schnellstmöglich umsetzen zu wollen, um die finanzielle Lage von Senior*innen langfristig zu stabilisieren. Insbesondere links stehende Politiker*innen warnen jedoch davor, dass die geplante Rentenreform die Altersarmut hierzulande nicht eindämmen, sondern vielmehr verstärken würde.

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Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, liegt die monatliche Rente zahlreicher Senior*innen unterhalb der Armutsgrenze von 1.446 Euro, was 60 Prozent des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung entspricht. Zwar verfügen Rentner*innen nicht selten über weitere finanzielle Mittel, beispielsweise durch Rücklagen, dennoch gelten knapp 20 Prozent aller Menschen im Rentenalter als armutsgefährdet.

Der Gender Pay Gap, welcher die Differenz zwischen dem Einkommen von Frauen und Männern trotz vergleichbarer Tätigkeit beschreibt, spiegelt sich auch in der Höhe der Rentenbezüge wider: Frauen erhalten demnach mehr als doppelt so häufig eine Rente unterhalb der Armutsgrenze wie Männer. Auch die tatsächliche Altersarmut ist unter Rentner*innen weiter verbreitet, wobei dieser Unterschied in den ostdeutschen Bundesländern geringer ausfällt als im Westen.

Neben dem Geschlecht besteht noch ein weiterer Risikofaktor für geringe Rentenansprüche: die häusliche Pflege von Angehörigen. Damit für pflegende Erwerbstätige Rentenpunkte gutgeschrieben werden, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen ein zeitlicher Mindestumfang der häuslichen Pflege von zehn Stunden pro Woche, eine Erwerbstätigkeit von weniger als 30 Stunden wöchentlich sowie mindestens Pflegegrad 2 der pflegebedürftigen Person.

Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, besteht kein Anspruch auf Rentenpunkte und damit ein erhöhtes Risiko für Altersarmut. Selbst wenn Pflegende Rentenpunkte erhalten, können diese die aufgrund der Pflegesituation häufig geringeren Rentenansprüche zumeist nicht ausgleichen. Expert*innen sehen hierin einen Widerspruch, da die Bundesregierung einerseits die häusliche Pflege stärken wolle, andererseits pflegende Angehörige, die durch Beruf und Pflege einer doppelten Belastung ausgesetzt sind, finanziell nur begrenzt unterstütze.

Beide Risikofaktoren werden von vielen Seiten als ungerecht empfunden, da die jahrzehntelange Erwerbsarbeit sowie die geleisteten Beiträge zur Rentenversicherung im Ruhestand nicht durch eine angemessene Rente gewürdigt würden. Eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren könnte etwa dazu führen, dass die Zahl armutsgefährdeter Senior*innen in Deutschland weiter ansteigt. Sozialhilfe wird bereits jetzt von zahlreichen Rentner*innen in Anspruch genommen, doch auch hier ist mit Kürzungen zu rechnen.

Die Linken-Politikerin Sarah Vollath bezeichnet die derzeitige Situation als „skandalös“ und fordert die Bundesregierung auf, eine gerechte und solidarische Rentenregelung zu schaffen, welche die jahrzehntelangen Leistungen von Rentner*innen entsprechend würdigt.

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Um Menschen mit Demenz sowie deren Angehörige bestmöglich zu unterstützen, sind nicht nur Pflegeeinrichtungen gefragt. Auch die Politik auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene kann auf die Versorgung, aber auch auf die Teilhabe von Menschen mit Demenz Einfluss nehmen. Von besonderem Wert ist daher ein reger Austausch zwischen politischen und nicht-politischen Akteur*innen.

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Die 1989 gegründete Deutsche Alzheimergesellschaft (DAlzG) fördert diesen Austausch kontinuierlich und hat aus diesem Anlass bereits wiederholt Veranstaltungen durchgeführt, um mit Pflegefachkräften, Berater*innen, Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, aber auch direkt von Demenz Betroffenen Verbesserungsvorschläge für den Umgang und die Arbeit mit erkrankten Personen zu erarbeiten, welche anschließend an die zuständigen Minister*innen herangetragen werden sollen.

Im kommenden Herbst wird die DAlzG zum 13. Mal ihren Demenz-Kongress ausrichten, der in diesem Jahr auf dem Gelände der Messe Magdeburg stattfinden wird. Am 15. und 16. Oktober werden unter dem Motto „Zusammen Zukunft gestalten“ zahlreiche, teils parallel stattfindende Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden angeboten, an denen alle Menschen mit persönlichem und/oder professionellem Bezug zum Thema Demenz teilnehmen können.

„Auf unserem Kongress möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen über innovative Ideen, wegweisende Konzepte, gute Erfahrungen aus der Praxis und erfolgreiche Strategien austauschen. Die Zukunft beginnt schon jetzt. Zusammen wollen wir uns daranmachen, sie so zu gestalten, dass ein gutes Miteinander für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und alle um sie herum gelingen kann“, sagt DAlzG-Vorsitzender Swen Staack in seinem Grußwort zum Demenz-Kongress.

Das vorläufige Programm bietet Raum für die Auseinandersetzung mit Demenz im Zusammenhang mit mehreren Themen wie beispielsweise Prävention, therapeutischen Ansätzen, Digitalisierung, Wohnformen und Trauer. Übergeordnetes Ziel ist der Gewinn neuer Impulse für die langfristige Gestaltung eines Lebens mit Demenz – die DAlzG erhofft sich deren Umsetzung durch die Regierung. Während des Programms werden Speisen und Getränke angeboten.

Bei der Anmeldung kann zwischen einer Tages- und einer Dauerkarte gewählt werden; DAlzG-Mitglieder sowie Studierende, Auszubildende und Menschen mit Demenz erhalten eine Ermäßigung. Zudem gilt bis einschließlich 20. August der Frühbucher-Rabatt. Nahegelegene Unterkünfte und weitere Informationen zur Anreise hat die DAlzG zusammengestellt.

Der Demenz-Kongress der DAlzG findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

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Hitze ist eine Form extremen Wetters und wird sich aufgrund des Klimawandels immer häufiger zu einer ernsthaften Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung entwickeln. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt, dass bereits in diesem Jahr insgesamt über 5.000 Menschen aufgrund extremer Hitze ihr Leben verloren haben. Über 90 % der Hitzetoten sind älter als 65 Jahre.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) befasst sich derzeit mit der Entwicklung eines neuen Projekts, das ältere, (chronisch) kranke und pflegebedürftige Menschen nachhaltig und zukunftsorientiert besser auf kommende Hitzewellen vorbereiten soll. Es trägt den Titel „Gemeinsam für Pflege & Planetare Gesundheit“ und wird durch die BARMER gefördert. Kooperationspartner sind die Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) sowie der Bundesverband Volkssolidarität. Letzterer führt das Projekt bereits in sechs ausgewählten Pflegeeinrichtungen in Ostdeutschland durch.

Das Pilotprojekt verfolgt das Ziel, den Schutz der Gesundheit von Senior*innen mit umweltschützenden Maßnahmen zu verbinden. Gemäß dem Prinzip der Planetaren Gesundheit, das sich bereits im Projektnamen wiederfindet, wird davon ausgegangen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen einem gesundheitsfördernden Lebensstil und einer nachhaltigen, umweltschonenden Lebensweise besteht. Beispielsweise profitieren sowohl Menschen als auch die Umwelt von sauberer Luft und einer lärmarmen Umgebung.

Vor einer möglichen bundesweiten Umsetzung soll das Projekt ab September zunächst punktuell getestet werden. Hierfür wurden folgende Kommunen ausgewählt:

  • Kreis Berchtesgadener Land (Bayern)
  • Kreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz)
  • Stadt Wolfenbüttel (Niedersachsen)
  • Stadt Neu-Isenburg (Hessen)
  • Gemeinde Horgenzell (Baden-Württemberg)

Im ersten Schritt werden gemeinsam mit Politiker*innen sowie Fachkräften aus den Bereichen Pflege, Gesundheit und Senior*innenarbeit bestehende Defizite im Bereich der Planetaren Gesundheit vor Ort ermittelt. Auf dieser Grundlage sollen lokale Akteur*innen in den nächsten zwei Jahren an entsprechenden Weiterbildungsangeboten der BAGSO teilnehmen. Diese Schulungen sollen den Kommunen neue Ansätze für eine präventive und langfristig nachhaltige Gestaltung der Infrastruktur vermitteln.

Dabei geht es nicht nur um Hitzeschutz, sondern auch um Themen wie Ernährung, psychische Gesundheit und Mobilität. Senior*innen, aber auch andere gegenüber extremer Hitze vulnerable Gruppen, sollen durch ökologisch sensible Maßnahmen auch bei hohen Temperaturen mehr Sicherheit und Lebensqualität erfahren, sodass trotz zunehmender Hitzewellen künftig weniger Menschen infolge extremer Hitze sterben.

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Die klare Mehrheit der Pflegebedürftigen in Deutschland wird zu Hause durch Angehörige versorgt. Diese Entscheidung wird durch die Familien nicht immer freiwillig getroffen, da die Unterbringung in einem Pflegeheim immer teurer wird und damit die finanziellen Möglichkeiten von immer mehr Menschen übersteigt.

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Der Mitte Juli veröffentlichte Report Pflegebedürftigkeit des Medizinischen Dienst Bund führt zahlreiche quantitative Daten zur gegenwärtigen Situation pflegebedürftiger Menschen in Deutschland auf. Auffallend ist dabei, dass sich die Anzahl der Personen mit Anspruch auf Pflegeleistungen innerhalb von weniger als zehn Jahren verdoppelt hat und nun bei rund 6 Millionen liegt. Schätzungen des Statistischen Bundesamts gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 30 Jahre mehr als 1,5 Millionen weitere Personen pflegebedürftig werden.

Besonders die Zunahme der Pflegebedürftigkeit unter jüngeren Personen sticht hervor. Diese liegt in der Gruppe der unter 70-Jährigen bei über 150 Prozent. Der Anstieg lässt sich unter anderem durch die Pflegereform 2017 erklären, durch die die Beantragung eines Pflegegrades insbesondere im Falle psychischer und kognitiver Beeinträchtigungen niedrigschwelliger geworden ist. Noch deutlicher zeigt sich dieser Trend bei pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen: Waren es im Jahr 2015 kaum mehr als 50.000, gelten aktuell rund 190.000 Minderjährige als pflegebedürftig.

Pflegegrad 2 ist mit rund einem Drittel der nach häuslichen Begutachtungen durch den Medizinischen Dienst vergebenen Pflegegrade der am häufigsten vergebene Pflegegrad. Zudem konnte ermittelt werden, dass die meisten Menschen mit etwa 85 Jahren erstmals pflegebedürftig werden. Dies gilt sowohl für Frauen als auch für Männer, wobei gut 60 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland weiblich sind.

Nur etwas mehr als ein Zehntel aller Pflegebedürftigen lebt in einer stationären Pflegeeinrichtung, während etwa 85 Prozent in den eigenen vier Wänden wohnen. Besonders Frauen leben häufig allein, was sich darauf zurückführen lässt, dass ihre (männlichen) Ehepartner im Durchschnitt älter sind und eine geringere Lebenserwartung haben. Die häusliche Versorgung alleinlebender Personen nimmt Angehörige aufgrund des intensiven Abhängigkeitsverhältnisses besonders stark in die Verantwortung.

Obwohl die gegenwärtigen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen insbesondere durch die Union befürwortet werden, setzt sich die CSU verstärkt für eine Entlastung pflegender Angehöriger ein. Anlässlich dessen fanden bereits Gespräche zwischen Alexander Hoffmann, Vorsitzendem der CSU-Landesgruppe, und der Deutschen Presse-Agentur statt. Hoffmann sprach dabei von dem Ziel, die Entlastung der Pflegekassen mit der Unterstützung pflegender Angehöriger miteinander zu vereinbaren. Konkrete Angaben zu möglichen Maßnahmen sind bislang jedoch nicht bekannt.

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Der Eintritt in den Ruhestand fällt nicht allen Senior*innen leicht, da es sich um eine umfassende Veränderung der Lebensumstände handelt. Wer zum ersten Mal Rente bezieht, muss sich zunächst mit der damit einhergehenden Bürokratie zurechtfinden und leidet möglicherweise auch an psychischen Belastungen, beispielsweise aufgrund von Einsamkeit oder Schwierigkeiten bei der Strukturierung des neuen Alltags.

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Damit Rentner*innen zu Beginn ihres Ruhestands mehr Sicherheit und Orientierung erleben können, sollen die rund 300, überwiegend in Nordrhein-Westfalen aktiven ZWAR-Netzwerke Menschen, die an der Schwelle zum Renteneintritt stehen, zusammenführen. Ende der 1970er Jahre in Dortmund gegründet, sind mittlerweile über 15.000 Menschen in einem solchen Netzwerk tätig. Die Abkürzung ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“. Das Konzept ist auf Selbstorganisation ausgelegt und soll bewusst möglichst niedrigschwellig gehalten werden.

Die ZWAR-Netzwerke sollen ältere Menschen vor Ort unterstützen und stehen diesbezüglich im Austausch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft. Dabei bieten sie Projekte zu Themen wie Digitalisierung und Gesundheitsprävention an und beraten sowie coachen Interessierte und Bedürftige, aber auch Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige, zur eigenständigen Partizipation sowie zur Quartiersentwicklung. Langfristiges Ziel ist die Wahrung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die die individuellen Ressourcen berücksichtigt.

ZWAR e. V. richtet regelmäßig abwechslungsreiche und interaktive Veranstaltungen für Senior*innen aus. Die Workshops, Kurse, Diskussionsrunden und Feierlichkeiten sollen primär dem Erleben von Gemeinschaft in einer unterhaltsamen Atmosphäre sowie der Aneignung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten dienen. Für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit wurde erst kürzlich eines der ZWAR-Netzwerke mit einem lokalen Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Auch Seminare zur Netzwerkarbeit werden seitens ZWAR e. V. angeboten, die sich sowohl an die Mitglieder selbst als auch an anderweitig Tätige in der Arbeit mit älteren Menschen richten. Der nächste Termin für ein solches Seminar ist der 01. Oktober und findet in Dortmund statt.

Seminarleiterin Ute Schünemann-Flake ist Diplom-Pädagogin, Psychologische Beraterin und Mastercoach und wird von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr den Teilnehmenden zentrale Elemente des ZWAR-Konzepts näherbringen. Dies schließt die Organisation wie auch die Umsetzung von Netzwerktreffen auf kommunaler Ebene ein. Der aus theoretischen und praxisnahen Aspekten bestehende Seminarblock soll die Teilnehmer*innen für die Komplexität der Rolle einer Gruppenleitung entsprechender Netzwerke sensibilisieren.

Noch bis zum 25. September ist eine Anmeldung für 150 Euro Teilnahmegebühr per E-Mail an ut.schuenemann@zwar.org möglich.

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Ab dem 01.01.2027 soll das neue Altersvorsorgedepot in Kraft treten. Es bildet einen wichtigen Baustein der aktuellen Altersvorsorgepolitik und soll die private Altersvorsorge transparenter und kostengünstiger gestalten. Bürger*innen soll die Möglichkeit gegeben werden, langfristig Vermögen aufzubauen, um neben der gesetzlichen Rentenversicherung einen weiteren, ebenfalls staatlich geförderten Stützpfeiler der Altersvorsorge zu schaffen. Es ist als Weiterentwicklung der Riester-Rente mit besseren Renditemöglichkeiten und einer einfacheren Förderung vorgesehen.

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Wie das neue Altersvorsorgedepot im Detail ausgestaltet sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Dies wird sich mit der Einführung entsprechender Angebote auf dem Markt zeigen. Voraussichtlich wird eine Anlage in verschiedene Fonds, Anleihen oder vergleichbare Anlageformen möglich sein. Der Staat wird die ersten 360 Euro im Jahr mit 50 % fördern, darüber hinaus Einzahlungen bis zu 1.800 Euro mit 25 %. Maximal sind somit Förderungen von 540 Euro pro Jahr möglich. Für Eltern wird es zusätzliche Zuschüsse geben, für unter 25-Jährige zudem einen einmaligen Bonus.

Der Mindestbetrag der Einzahlung soll bei 10 Euro im Monat liegen. Vorgesehen ist außerdem ein Standarddepot, das insbesondere für Einsteiger*innen geeignet ist. Dieses soll so ausgestaltet werden, dass es auch digital und ohne Beratung abgeschlossen werden kann. Der Staat möchte neben privaten Anbietern wie Banken oder Lebensversicherungen ebenfalls ein eigenes Angebot schaffen. Während der Ansparphase sollen laut Gesetzentwurf keine Steuern auf Vorabpauschalen anfallen. Außerdem sollen Fondswechsel steuerfrei möglich sein.

Mit dem Altersvorsorgedepot erhalten erstmals auch Selbstständige Zugang zu einer staatlich geförderten Altersvorsorge, die nicht an die gesetzliche Rentenversicherung gekoppelt ist.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Depot, das frei gestaltet werden kann und bei dem Depotinhaber*innen jederzeit Geld entnehmen können, wird das Altersvorsorgedepot ab Renteneintritt in Raten ausgezahlt, sodass das verbleibende Vermögen weiterhin angelegt bleibt. Zu Beginn soll es möglich sein, 30 % des angesparten Vermögens zu entnehmen.

Trotz der Vorteile gibt es Aspekte, die kritisch betrachtet werden können. So unterliegen Fondsanlagen Kursschwankungen und sind daher anfällig für kurzfristige Verluste. Zudem setzt die Nutzung des Altersvorsorgedepots ein gewisses Verständnis für Geldanlagen und Fonds voraus, das nicht jede*r mitbringt. Unterstützung dabei, Chancen und Risiken besser einschätzen zu können, könnte daher sinnvoll sein. Darüber hinaus ließe sich argumentieren, dass Menschen mit geringem Einkommen benachteiligt werden, da sie weniger einzahlen können und somit auch weniger Förderung erhalten. Eine gezieltere Ausgestaltung der Fördermechanismen wäre hier denkbar.

Genauere Informationen zum Altersvorsorgedepot finden sich auf Finanztip.de. Auf Finanzen.net steht zudem ein Rechner zur Verfügung, mit dem sich die mögliche Förderung berechnen lässt.

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