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Beim Verein Rubicon, der unter anderem lesbische, schwule und queere Menschen berät und unterstützt, ist ein Buch erschienen, in dem zahlreiche Gespräche mit älteren Lesben und Schwulen zu ihrer Situation in der Corona-Pandemie abgedruckt sind. Das Buch steht im Internet kostenlos zur Verfügung.

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Vera Ruhrus ist die Autorin des neuen Buches, das unter dem Titel „Das ist alles unsere Lebenszeit. Ältere Lesben und Schwule in der Corona-Krise“ erschienen ist. Auf knapp 100 Seiten sind darin Interviews mit neun älteren Lesben und Schwulen zu finden, die zwischen August und Dezember 2020 geführt worden sind. Der jüngste Interviewpartner ist zum Zeitpunkt des Gesprächs 55 Jahre alt, die älteste 82 Jahre.

„Ältere Lesben und Schwule, häufig alleinlebend, finden in ihren Freundeskreisen Geborgenheit. Durch die Kontaktbeschränkungen drohen vertraute Netzwerke wegzubrechen“, heißt es in der Einleitung der Publikation. „Mit der ‚zweiten Welle‘ verschärfte sich die Situation. Aus Furcht vor Covid-19 haben sich Ältere sehr zurückgezogen.“

Dabei zeige sich gerade jetzt, wie wichtig entsprechende Netzwerke und funktionierende Strukturen seien. „In den wenigen Städten, in denen es eine geförderte lesbisch-schwule Senior*innenarbeit gibt, stehen Ansprechpartner*innen bereit. Sie bieten digitale Treffen an, arrangieren 'talks & walks' im Freien, telefonieren regelmäßig mit denjenigen, die keine Mails, WhatsApps und Videotools nutzen können oder wollen“, heißt es weiter.

Das Buch steht Ihnen unter diesem Link kostenfrei zur Verfügung.

Ein Ziel des Vereins Rubicon, der seinen Sitz in Köln hat, ist es auch, entsprechende Vernetzungen zu schaffen und zu fördern. Weitere Informationen zu dem Verein finden Sie hier.

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Der BIVA-Pflegeschutzbund startet Mitte April eine neue Vortragsreihe unter dem Titel „Pflegebedürftig – was nun?“. Den Auftakt der Online-Reihe macht ein Vortrag zum selbstbestimmten Vorsorgen in Bezug auf Vollmachten und Verfügungen.

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„Vollmachten & Verfügungen – Wie kann ich selbstbestimmt vorsorgen?“ ist der Titel der Veranstaltung, zu der der Pflegeschutzbund für den 15. April 2021 einlädt. Der rund 45-minütige Vortrag, der um 17 Uhr beginnen soll, stellt den Beginn der neuen Veranstaltungsreihe dar. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie finden alle Veranstaltungen online über die Videoplattform „Zoom“ statt.

Über diesen Link können Sie sich für die erste Veranstaltung anmelden. Erhoben wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 5 Euro für BIVA-Mitglieder bzw. 10 Euro für Nicht-Mitglieder.

Weitere Vorträge der neuen Reihe sind „Wie plant man die Versorgung zu Hause?“ am 31. Mai oder „Meine Rechte als Pflegeheimbewohner“ am 5. Juli. Eine Übersicht über die jeweiligen Themen und Daten finden Sie hier.

Bei dem BIVA-Pflegeschutzbund handelt es sich um einen Verein, der sich bundesweit für die Rechte und Interessen von pflegebedürftigen Menschen einsetzt. Der Verein beschreibt sich auf seiner Internetseite selbst als „die einzige bundesweite Interessenvertretung für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und für von Pflege Betroffene“. Der Name BIVA steht als Abkürzung dabei für „Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen“.

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Von April bis Juni vergangenen Jahres galt das sogenannte „Mietenmoratorium“, welches Mieter*innen bundesweit vor Kündigungen wegen Corona-bedingter Zahlungsverzügen schützte. Der schleswig-holsteinische Landtag diskutiert seit Monaten, inwieweit sich die Landesregierung für ein weiteres Moratorium einsetzen solle.

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Bereits im November 2020 hatte die SPD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag einen Antrag unter dem Titel „Mietenmoratorium wieder in Kraft setzen! Mieter*innen in der Corona-Krise nicht im Stich lassen!“ eingereicht. Seitdem diskutiert der Landtag das Thema im Plenum und in verschiedenen Ausschüssen.

Zuletzt hatte der Innen- und Rechtsausschuss eine schriftliche Anhörung beschlossen – die Fraktionen konnten bis zum 31. März 2021 Anzuhörende benennen. Zu den Organisationen, von denen in den kommenden Wochen Stellungnahmen zu erwarten sind, gehören beispielsweise der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Mieterbund Schleswig-Holstein oder die schleswig-holsteinische Verbraucherzentrale.

„Kurzarbeit für Arbeitnehmer*innen, fehlende Einnahmen bei Selbstständigen, Freiberufler*innen und Kunstschaffenden oder Freistellung für die Betreuung von Familie – je nach ihrem sozialökonomischen Status sind die Menschen unterschiedlich stark von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen“, heißt es in der Begründung des Antrags der SPD-Fraktion. „Die möglichen Folgen für die Betroffenen sind Verschuldung, Überschuldung und im Extremfall auch der Verlust der eigenen Wohnung. Diese Gefahr wird umso größer, je länger die Krise andauert und je stärker sich diese auf die gesamtwirtschaftliche Situation auswirkt.“

Daher solle sich die Landesregierung auf Bundesebene für ein erneutes Inkrafttreten des im Sommer letzten Jahres ausgelaufenen Mietenmoratoriums einsetzen. In ihrer Rede im Plenum des Landtags erklärte die SPD-Abgeordnete Özlem Ünsal im Dezember ergänzend: „Niemand in Schleswig-Holstein darf Angst haben, aus unverschuldeten Gründen seine Wohnung oder den Gewerberaum zu verlieren. Ich glaube, dass dies kein Zustand ist, den wir hier haben wollen.“

Dem Antrag kritisch gegenüber standen die anderen Fraktionen. So wies beispielsweise der FDP-Abgeordnete Jan Marcus Rossa darauf hin, dass es im März 2020 eine andere Situation gegeben habe, die nicht vergleichbar sei: „Zum Zeitpunkt des ersten Mietenmoratoriums im März 2020 war völlig unklar, welche wirtschaftlichen und insbesondere finanziellen Auswirkungen die Coronapandemie für Mieter haben würde. Aus diesem Grund war es richtig, hier zunächst einmal einen gewissen Schonzeitraum einzuräumen“, argumentiert der Abgeordnete. Für dieses Instrument gebe es allerdings keinen neuen Anlass, da es kaum zu Verzügen gekommen sei. Zudem weist der FDP-Politiker darauf hin, dass es soziale Sicherungssysteme gebe, die geholfen hätten. Auch Erleichterungen beim Wohngeld-Bezug seien bereits beschlossen worden.

Wie der Bayrische Rundfunk (BR) im Februar 2021 in einem Artikel berichtete, habe das Bundesjustizministerium eine Verlängerung des Mietenmoratoriums in Angriff genommen, dafür innerhalb der Bundesregierung allerdings keine Mehrheit erlangen können. Selbst wenn der Landtag nach Durchführung der schriftlichen Anhörung (hier eine Übersicht) also zu dem Schluss kommen sollte, sich tatsächlich für ein weiteres Moratorium einzusetzen, scheint eine entsprechende Umsetzung daher fraglich. Die im Rahmen der Regelung gestundeten Mietzahlungen aus den Monaten April, Mai und Juni 2020 müssen spätestens bis Juli 2022 zurückgezahlt werden.

Hier finden Sie den Antrag der SPD-Fraktion aus November 2020. Das Plenarprotokoll der Landtagssitzung im Dezember mit den hier zitierten Beiträgen finden Sie unter diesem Link.

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Viele Senior*innen gelangen früher oder später an den Punkt, an dem die bisherigen Wohnverhältnisse den Bedarfen des Alters nicht mehr gerecht werden. In einem von BISS (Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e.V.) veröffentlichten Artikel werden verschiedene Wohnformen beschrieben, die im Alter eine Rolle spielen können.

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Die eigene Wohnung bietet Sicherheit und Orientierung. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung hängt zu einem nicht geringen Teil auch mit der Frage zusammen, wo und wie jemand wohnt. „Wie aber lässt sich Selbstbestimmung und Unabhängigkeit leben, wenn Körper und Geist im Alterungsprozess Einschränkungen unterworfen sind? Welche Wohnformen gibt es, beides im größtmöglichen Maße aufrechtzuerhalten?“.

Diesen und weiteren Fragen geht Andreas Kringe in einem für BISS verfassten Artikel nach.

Oft werden sich Gedanken über mögliche künftige Wohnformen, die den Bedarfen des Älterwerdens gerecht werden, erst gemacht, wenn die eigenen Wohnverhältnisse bereits zur Herausforderung werden. Der Artikel soll dazu beitragen, vorher über verschiedene Wohnformen im Alter aufzuklären.

Neben der Möglichkeit, in Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen oder in Formen Betreuten Wohnens zu leben, wird beispielsweise das Modell der „Senioren-Wohngemeinschaft“ beschrieben: „Die Motivation dafür, in eine Senioren-WG zu ziehen, ist meist der Wunsch, im Alter nicht allein leben zu wollen“, heißt es dazu in dem aktuellen Beitrag. „Die Bewohner teilen sich ein Haus oder eine Wohnung und nutzen einen Pflegedienst für den Fall, dass einer oder mehrere Mitbewohner pflegerische Unterstützung benötigt. Diese Wohnform entsteht oft schon vor dem Renteneintrittsalter, wenn es etwa darum geht, Freizeit mit gleichgesinnten zu verbringen.“

Eine weitere Variante sei das „Mehrgenerationenwohnen“, bei dem „verschiedene Generationen unter einem Dach wohnen, ohne miteinander verwandt sein zu müssen.“ Dabei gebe es sowohl einen „persönlichen Wohnbereich“ als auch einen „gemeinsam genutzten Bereich.“

Mehr Beispiele und Informationen zu verschiedenen Wohnformen im Alter finden Sie direkt in dem BISS-Artikel.

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Die Kompaktkurse Demenz der „Initiative Demenz Partner“ gibt es nun auch online als zeit- und ortsunabhängiges Webtraining.

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2016 wurde die Initiative Demenz Partner durch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) ins Leben gerufen. Ziel der Initiative war und ist unter anderem die Aufklärung über Krankheitsbilder von Demenz und Tipps für den Umgang mit Betroffenen durch kostenlose, 90-minütige „Kompaktkurse“. Nach der Teilnahme wird man als „Demenz Partner*in“ ausgezeichnet. „Demenz braucht dich“ lautet daher der Slogan der Initiative.

Die bundesweiten Kursangebote sind nun auch als Webtraining verfügbar. Damit können Interessierte jederzeit von Zuhause aus an einem Training teilnehmen. Zu den Inhalten gehören laut Beschreibung auf der Internetseite der Initiative Informationen darüber, „was Demenzerkrankungen sind, welche Einschränkungen mit der Erkrankung einhergehen und wie sich das Leben der Erkrankten und ihrer Familie verändert.“

Außerdem erhalte man „Tipps und Hinweise zum Umgang und zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz“ und lerne „Wege kennen, um Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen.“

Kostenlos anmelden oder registrieren können Sie sich über diesen Link. Weitere Informationen zum Thema Demenz und den Umgang damit finden Sie hier.

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Unter dem Motto „Wir versilbern das Netz“ setzt sich der Verein Wege aus der Einsamkeit seit Jahren dafür ein, älteren Menschen den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern – aufgrund der Pandemie derzeit nur noch digital. In einem aktuellen ZDF-Fernsehbeitrag veranschaulichen einige Senior*innen, welche Möglichkeiten digitale Video-Plattformen wie „Zoom“ auch für Ältere darstellen können.

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„Allein sein in einer Pandemie, in der jede menschliche Nähe plötzlich gefährlich wird, das ist hart. Und besonders ältere Menschen merken das gerade jeden Tag“, leitet der Fernsehmoderator Christian Sievers in der ZDF-Sendung „Wir und das Virus“ am 25. März 2021 in einen Beitrag ein, der eine Möglichkeit präsentiert, Einsamkeit in der Pandemie entgegenzuwirken: Digitale Treffen und Veranstaltungen mit Hilfe von Videoplattformen wie „Zoom“.

Zu Gast in der Sendung war Dagmar Hirche, die Vorsitzende des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“, der solche Treffen organisiert und älteren Menschen hilft, mit entsprechenden digitalen Mitteln umzugehen. „Wir haben Veranstaltungen von Sitz-Tanz über Sitz-Yoga, wir schulen digital den Umgang mit Smartphone und Tablets, das Thalia-Theater ist zu Besuch bei uns…“, zählt die Vereinsvorsitzende in der Sendung beispielhaft auf, was digital möglich ist.

Neben Dagmar Hirche waren jedoch auch eine ganze Reihe der teilnehmenden Senior*innen zwischen 65 und 87 Jahren in der Sendung dabei – und das auf besondere Art und Weise: Sie waren digital aus ihren Wohnzimmern zugeschaltet. Gemeinsam haben sie eine mit einem Tanzlehrer online einstudierte Tanz-Choreografie im Sitzen vorgeführt.

Die Treffen im Rahmen des Projekts „Wir versilbern das Netz“, die seit rund sieben Jahren stattfinden, mussten im Frühjahr vergangenen Jahres aufgrund der Corona-Pandemie in digitaler Form stattfinden. Seitdem habe es laut Hirche bereits 260 Zoom-Veranstaltungen mit insgesamt über 7.000 Gästen gegeben.

In dem Fernsehbeitrag wird allerdings auch kurz thematisiert, dass es immer noch Senior*inneneinrichtungen gebe, in denen keine Internetverbindung zur Verfügung gestellt werde oder dieses beispielsweise nur in Gemeinschaftsräumen verfügbar sei. Damit gibt es für eine Gruppe von Senior*innen mangels technischer Voraussetzungen schon eine große Hürde, entsprechende Angebote überhaupt wahrnehmen zu können.

Dagmar Hirche weist allerdings auch darauf hin, dass es zusätzlich zu den Problemen in den Einrichtungen auch arme Menschen gibt, die kein Internet hätten, weil sie es sich nicht leisten können. Grundsätzlich fordert die Vorsitzende von Wege aus der Einsamkeit daher: „In jeder Wohnung, wo Menschen leben, in jedem Raum, muss es eine Grundversorgung mit digitaler Teilhabe gebe.“

Den gesamten Beitrag können Sie direkt hier anschauen:

[embed]https://youtu.be/feC2XYF9NQ8[/embed]

Mehr zu dem Verein und seinen Aktivitäten finden Sie auf der Internetseite von Wege aus der Einsamkeit e.V.

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Im Vorfeld des diesjährigen Internationalen Frauentags am 8. März 2021 haben Forscherinnen der Hans-Böckler-Stiftung untersucht, inwieweit die Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter hat. Neben diversen Risiken gebe es jedoch auch Hoffnung.

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Die Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), welches bei der Hans-Böckler-Stiftung angesiedelt ist, trägt den Titel „Stand der Gleichstellung. Ein Jahr mit Corona“.

Erschienen ist das knapp 30-seitige Dokument Anfang März und damit im Vorfeld zum Internationalen Frauentag, an dem vor allem Frauen, Verbände und Organisationen in vielen Teilen der Welt auf die Situationen von Frauen aufmerksam machen und für ihre Rechte einstehen.

„In der Gesamtschau spricht vieles dafür, dass sich die bereits vor der Krise existierenden Ungleichheitsstrukturen in der Krise verschärfen und damit auch langfristig zu einer wachsenden Ungleichheit zwischen den Geschlechtern führen könnten, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird“, wird die wissenschaftliche Direktorin des WSI, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, in einer Pressemitteilung der Stiftung zitiert.

Vor allem die Sorgearbeit, die bislang bereits überwiegend durch Frauen geleistet wird, hat durch Kita- und Schulschließungen an Bedeutung hinzugewonnen. Laut der Studie haben 75 Prozent der Befragten mit Job und Kind angeben, an den Betreuungsverhältnissen im Laufe der Pandemie nichts verändert zu haben – wo Frauen vorher den Großteil der Sorgearbeit geleistet haben, haben sie es also auch in der Pandemie getan. Einen Wandel zu traditionellerer Rollenteilung gab es bei rund 7 Prozent. Hier haben Frauen aus Familien, wo das Betreuungsverhältnis vor der Krise ausgeglichen war, mehr Sorgearbeit übernommen.

Allerdings gebe es auch positive Aspekte im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter. So gaben beispielsweise etwa 12 Prozent der Befragten an, die Kinderbetreuung sei ausgeglichener geworden. Das sei allerdings oft durch Kurzarbeit oder Homeoffice bedingt und scheine laut den Forscherinnen dadurch „in erster Linie eine kurzfristige Anpassung an die Notsituation zu sein“.

Auch der Gender Pay Gap, also der Unterschied der durchschnittlichen Gehälter zwischen Männern und Frauen, sei gesunken. Das – so argumentieren die Autorinnen der Studie – liege jedoch vor allem daran, dass zunächst Männer stärker von Kurzarbeit und Gehaltseinbußen betroffen waren als Frauen, die häufiger in systemrelevanten Berufen tätig sind.

Die gesamte Studie können Sie hier einsehen. Zu der Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung gelangen Sie hier. Im unteren Teil finden Sie dort auch Vorschläge, welche Maßnahmen einer wachsenden Ungleichheit jetzt entgegenwirken könnten.

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Nach Erkenntnissen des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) sei das Einsamkeitsempfinden älterer Menschen während der Corona-Pandemie gestiegen. Das Thema Einsamkeit betreffe laut Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) zwar alle Menschen, bei Älteren werde das jedoch zu oft nicht ernst genommen.

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Im Rahmen der Langzeitstudie des Deutschen Alterssurveys (DEAS) hat das Deutsche Zentrum für Altersfragen vergangenen Sommer Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen auf Menschen zwischen 46 und 90 Jahren untersucht.

Über einzelne Erkenntnisse (Auswirkungen auf die sportliche Aktivität und psychische Belastungen von Menschen mit Pflegeaufgaben) haben wir bereits berichtet. Laut der Studie sei allerdings auch das Einsamkeitsempfinden älterer Menschen gestiegen. Im Sommer 2020 fühlten sich demnach knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal  so viele Menschen über 45 Jahren einsam wie in den Vorjahren. Das erhöhte Einsamkeitsempfinden sei unabhängig von Geschlecht, Bildungsgrad oder mittlerem und hohen Alter feststellbar.

In einer Stellungnahme greift die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, das Thema auf: „Einsamkeit ist gerade in Pandemie-Zeiten zu einem Thema geworden. Das gilt für alle. Aber gerade ältere Menschen, die unter Einsamkeit leiden, werden oft nicht gesehen“, mahnt die Ministerin.

Eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten im Rahmen der Pandemie hätten die Situation verschärft.  „Deshalb ist es so wichtig, dass jeder von uns aufmerksam bleibt und ältere Menschen zum Beispiel in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis nicht vergisst“, so die SPD-Politikerin weiter. Gleichzeitig weist Giffey auf Unterstützungsangebote hin: „Es gibt Telefonnummern, digitale Treffen sowie Hausbesuche in Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden. Daneben gibt es zahlreiche Programme, die sich an Seniorinnen und Senioren richten. Niemand soll alleine sein.“

Beispiele für entsprechende Angebote finden Sie im unteren Teil der hier zitierten Stellungnahme.

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Kommunale Gesundheitsförderung erreicht ältere Menschen mit besonderen Bedarfen oft nicht. Um dabei zu unterstützen, neue Zugangswege zu schaffen, hat das Projekt „Im Alter IN FORM“ eine Arbeitshilfe für die Senior*innenarbeit veröffentlicht.

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„Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen fördern“ heißt das Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), welches die neue Arbeitshilfe herausgegeben hat. Das Projekt ist Teil von „IN FORM“, einer bundesweiten Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Die Gesundheitsförderung in den Kommunen versucht stets, möglichst viele Menschen zu erreichen und für entsprechende Angebote zu gewinnen. Gerade bei den Älteren funktioniere das allerdings nicht immer gut: „Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass es in manchen Kommunen nicht immer einfach ist, die verschiedenen Zielgruppen älterer Menschen zu erreichen und sie zur Teilnahme an Angeboten zur Gesundheitsförderung zu motivieren“, heißt es auf der Seite von „Im Alter IN FORM“ zu der Publikation.

„Oftmals fühlen sich ältere Menschen durch schriftliche Einladungen, Flyer oder Veröffentlichungen, die über Angebote zur Gesundheitsförderung informieren, nicht angesprochen oder sie können die Angebote aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder individuellen Hemmschwellen nicht wahrnehmen.“ Daher wird in der zweiteiligen Arbeitshilfe auf wichtige Aspekte beim Zugang zu älteren Menschen hingewiesen.

Zu beachten seien dabei unter anderem die unterschiedlichen und vielfältigen Lebenssituationen älterer Menschen, verständliche und motivierende Ankündigung zu Angeboten oder die gemeinsame Gestaltung der Angebote zusammen mit der Zielgruppe. Hilfreich sei es auch, mögliche Hemmschwellen im Vorfeld zu erkennen und zu überwinden.

Konkretisiert werden diese Punkte im ersten Teil der Arbeitshilfe mit dem Titel „Brücken bauen und Türen öffnen“. „Angebote niedrigschwellig gestalten“ heißt der zweite Teil, hier geht es weniger um die Frage, wie Senior*innen erreicht werden können, im Mittelpunkt stehen Aspekte möglichst barrierefreier Angebote.

Beide Teile richten sich an die Gesundheitsförderung und Senior*innenarbeit und sind unter diesem Link abrufbar.

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In Reinbek, einer Stadt im südlichen Schleswig-Holstein, hat der örtliche Turn- und Sportverein ein Angebot entwickelt, welches aufgrund der Corona-Pandemie weggefallene Sportangeboten in Senior*innenheimen kompensieren könnte: Gymnastik am Fenster.

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Der TSV Reinbek kommt mittlerweile zweimal pro Woche zu einem nahegelegenen Senior*innenheim, um draußen Gymnastik-Übungen durchzuführen, die interessierte Bewohner*innen dann mit genügend Abstand an ihren Zimmerfenstern nachmachen können. Im Zuge der Corona-Pandemie sind viele Sportkurse eingestellt worden, andere finden nur noch im Internet statt, was für viele eine unüberwindbare Hürde darstellt.

Um auch Menschen, die das Internet nicht nutzen können oder wollen, entsprechende Sportangebote zu ermöglichen, hat der TSV Reinbek reagiert: „Das Angebot ist aus Corona erwachsen. Es ist für alle, die wir mit Livestreams und Videos nicht erreichen, wie zum Beispiel Menschen in einem Altersheim“, wird der Leiter des Vereins, Uwe Schneider, in einem NDR-Beitrag zu dem Projekt zitiert.

Das Angebot findet immer Dienstags und Donnerstags statt. Zu Beginn sei der Resonanz nicht so groß gewesen, da die Bewohner*innen noch nicht wussten, um was für ein Projekt es sich dabei handelt. Mittlerweile sei das Gymnastikprogramm allerdings zu einem wichtigen Termin geworden, berichtet die Übungsleiterin Babette Rackwitz-Hilke vom TSV Reinbek in dem NDR-Artikel. „Sport und Bewegung bewirkt ja auch etwas im Körper, Glückshormone werden freigesetzt. Und das ist unser Ziel: Spaß haben und sich wieder sehen“, so die Übungsleiterin weiter.

Mit der Frage, wie sich die körperliche Aktivität im Zuge der Pandemie verändert hat, hat sich auch das Deutsche Zentrum für Altersfragen beschäftigt. Zu dem entsprechenden Artikel gelangen Sie hier.

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