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Rund einen Monat vor dem Jahreswechsel hat das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein das Fortbildungs- und Fachtagungsprogramm für das Jahr 2022 vorgestellt. Es sind sowohl Präsenz- als auch Onlineveranstaltungen geplant.

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Das Vorwort zum Jahresprogramm 2022 nutzt das Kompetenzzentrum Demenz für eine kleine Rückschau: „Ungeachtet aller coronabedingten Widrigkeiten schauen wir auf eine beachtliche Bilanz in 2021 zurück“, heißt es in der Broschüre. „So haben wir im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein wieder vieles zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen erreichen können.“ Dazu zählt das Projekt unter anderem die Weiterentwicklung des Demenz-Wegweisers, das gut genutzte mobile Beratungsangebot und die Neugestaltung der Musterwohnung für Menschen mit Demenz. Positiv hervorgehoben wird auch die gelungene „Umstellung in die digitale Welt“, weshalb auch im kommenden Jahr eine Reihe Online-Veranstaltungen geplant sind.

Das Programm startet am 01.02.2022 mit der Fortbildung „Umgang mit Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium“ in Elmshorn. Weitere Beispiele für Präsenzveranstaltungen sind „Leicht verständlich und erfolgreich kommunizieren bei Demenz“ im Juni in Ahrensburg oder „Begegnung der Generationen – für Alle eine Bereicherung!“ im Oktober in Bad Segeberg.

Zusätzlich zu den 28 bislang geplanten Fortbildungen und Fachtagungen werden auch 16 Veranstaltungen von vornherein in digitaler Form angeboten. Die Online-Fortbildungen finden über die Plattform "Zoom" statt und starten am 09.02.2022 mit „Weckworte I – Menschen für Poesie begeistern“. In der Broschüre zum Jahresprogramm finden Sie neben einer Übersicht der Termine zu den Veranstaltungen jeweils auch detailliertere Beschreibungen. Zum Anmeldeformular gelangen Sie über diesen Link.

Das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein ist zusätzlich zu den Terminen aus dem Jahresprogramm offen für Vorschläge und Wünsche, zur Abstimmung über Bedarfe und Zielgruppe (z.B. Leitungskräfte, Angehörige…) wenden Sie sich direkt an das Projekt. Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite des schleswig-holsteinischen Kompetenzzentrums.

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Insgesamt 13,2 Prozent der im Straßenverkehr verletzten oder getöteten Menschen über 65 Jahren sind als Fußgänger*in verunglückt. Die Studie SENIORWALK hat die Sicherheit älterer Fußgänger*innen untersucht und eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, die die Situation verbessern sollen.

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Lässt man die Verletzten aus den genannten 13,2 Prozent heraus und misst nur den Anteil der im Straßenverkehr als Fußgänger*innen tödlich verunglückten Seniorinnen und Senioren, liegt dieser sogar bei 24,7 Prozent. In Zukunft könnte das Thema durch das Älterwerden der Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. „Im Zuge der demografischen Entwicklung besteht das übergeordnete Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit, den Erhalt und die Verbesserung der Verkehrssicherheit von älteren Fußgängern und Fußgängerinnen zu gewährleisten und solche Maßnahmen abzuleiten, mit denen dieses Ziel erreicht werden kann“, heißt es einleitend in dem Bericht zum Forschungsprojekt SENIORWALK der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Grundlage des Projekts ist die SENIORLIFE-Studie (2018), die sich allgemein auf „Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr“ bezogen hat, der Fokus allerdings auf dem Autofahren lag.

53,6 Prozent der Befragten legen (fast) jeden Tag eine Strecke von mindestens 100 Metern zurück, darunter am häufigsten zum Einkaufen, zu Freund*innen und Bekannten und zur Bank. Jüngere und ältere Senior*innen unterscheiden sich dabei nur geringfügig voneinander. Allerdings: „Ältere Zufußgehende ab 75 Jahren sind aufgrund ihrer stärkeren Verletzbarkeit besonders stark im Straßenverkehr gefährdet“, heißt es im Bericht.

In der Studie wurde auch nach persönlichen Erfahrungen der älteren Fußgänger*innen im Straßenverkehr gefragt. Insgesamt wurden 45 verschiedene Erfahrungen geschildert, die häufigsten davon waren (wörtlich aus dem Bericht übernommen):

  • „Nicht Vorhandensein einer Verkehrsinsel“,
  • „Nicht ins Gespräch mit anderen Fußgängern kommen“,
  • „Autos, die nach meinem Empfinden zu schnell fahren“,
  • „zu viel Autoverkehr“,
  • „keine freundlichen Autofahrer, die mich eine Straße überqueren lassen“,
  • „zu wenige öffentliche Toiletten“,
  • „zu viele Abgase“,
  • „Unebenheiten oder Löcher auf den Gehwegen“,
  • "Verschmutzung auf dem Gehweg und rücksichtslose Radfahrer auf dem Gehweg"

Aus den Ergebnissen leiten die Studienautor*innen Handlungsempfehlungen ab, die zur Verbesserung der Situation von älteren Zufußgehenden beitragen könnten. Im über 100-seitigen Bericht genannt werden unter anderem verkehrstechnische Aspekte wie Möglichkeiten zum Ausruhen, öffentliche Toiletten oder die Verbesserung sicherer Querungsmöglichkeiten einer Straße. Als problematisch eingestuft werden darüber hinaus beispielsweise zu kurze Grünzeiten zum Überqueren der Straße, zu hohe Geschwindigkeiten des Kfz-Verkehrs, die Form der Gehwege wie zu hohe Bordsteinkanten oder zu schmale Wege oder fehlende Wegweisungen zur Orientierung.

Neben verkehrstechnischen Aspekten geht es in den Handlungsempfehlungen allerdings auch um die Verkehrssicherheitskommunikation. Damit sind Maßnahmen gemeint, „die auf eine Aufklärung älterer Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf mögliche Probleme und Gefahren des Zufußgehens sowie deren möglichen Lösungsvorschläge abzielen.“ Vermittelt werden könnten diese Inhalte sowohl durch personale Kommunikation wie Beratungen als auch durch Massenkommunikation, z.B. in Form von Kampagnen. Inhaltliches Ziel könne sein, über sichere Verkehrswege aufzuklären, (auch andere Verkehrsteilnehmer*innen) über die Gefahren für ältere Fußgänger*innen im Straßenverkehr zu informieren oder eine positive Einstellung zum Zufußgehen zu stärken – auch aus gesundheitlicher Perspektive.

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Erst wenige Tage vor Beginn ist entschieden worden, aufgrund der Infektionslage kurzfristig auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Der erste ausschließlich digitale Seniorentag mit 99 Online-veranstaltungen und mehreren Tausend Besucher*innen ist vergangenen Freitag zu Ende gegangen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) spricht als Veranstalterin beim Seniorentag von der „bundesweit wichtigste Veranstaltung zum Älterwerden“. In einer Pressemitteilung bilanzieren sie die Veranstaltung, die vergangene Woche vom 24. bis zum 26. November zu Themen wie digitaler Teilhabe, Einsamkeit im Alter, Bewegung und Fitness oder Altersarmut und Pflege stattgefunden hat. Zu den Highlights zählt die BAGSO die Festveranstaltung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ein Gespräch über Engagement im Alter mit Uschi Glas und BAGSO-Vorsitzendem und ehemaligem SPD-Politiker Franz Müntefering und den „TALK in Hannover“ mit dem Gerontologen Dr. Andreas Kruse und der niedersächsischen Sozialministerin Daniela Behrens (SPD).

An den drei Tagen hat es insgesamt 99 Online-Veranstaltungen gegeben. Ursprünglich war der Seniorentag im HCC in Hannover geplant, allerdings hat die Entwicklung der Pandemiesituation kurzfristig eine digitale Variante erforderlich gemacht. Die Workshops und Diskussionsveranstaltungen wurden nach BAGSO-Angaben von über 3.000 Teilnehmer*innen besucht. Trotz digitalem Format gab es interaktive Veranstaltungen und einen Austausch der Teilnehmenden.

„Die große Zahl der Veranstaltungen und die hohe Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß die digitale Kompetenz bei vielen Älteren bereits ist“, bilanziert Franz Müntefering in der Pressemitteilung. „Wir wissen aber auch, dass viele Ältere durch das Online-Format vom 13. Deutschen Seniorentag ausgeschlossen waren. Denn jeder Zweite über 70 Jahre ist nicht im Internet unterwegs“, so der BAGSO-Vorsitzende weiter. Ziel müsse sein, digitale Erfahrungsorte für ältere Menschen in allen Kommunen zu schaffen.

Unabhängig von der Frage nach Präsenz- oder Digitalveranstaltungen hält Müntefering am letzten Tag des 13. Deutschen Seniorentages fest: „Ältere Menschen haben viel Lebenserfahrung und es lohnt sich, ihnen zuzuhören.“ Das habe auch dieser Seniorentag gezeigt. „Sie mischen sich ein, diskutieren mit und haben etwas zu den aktuellen Themen wie Klimaschutz, Gerechtigkeit und Vielfalt in unserer Gesellschaft zu sagen. Und sie haben viele Ideen, wie sich im Miteinander der Generationen ein gutes Leben gestalten lässt.“

Weitere Informationen rund um den abgeschlossenen 13. Seniorentag finden Sie auf der Internetseite der Veranstaltung. Einige der Veranstaltungen wurden auf der Videoplattform YouTube live übertragen und stehen dort nun zum Abruf bereit. Zu den Mitschnitten gelangen Sie auf direktem Weg über diesen Link.

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Bei den Impfquoten gehört Schleswig-Holstein weiter zur Spitzengruppe der Bundesländer. Bei den Auffrischimpfungen (sog. Booster-Impfung), die bislang vor allem ältere Menschen schützen sollten, gab es Berichten zufolge allerdings auch hier Terminschwierigkeiten. Immerhin: Für Menschen ab 60 Jahren starten Impfstellen ab heute, dem 25. November, ergänzend zu den Hausärzt*innen.

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Mit 72,3 Prozent der Bevölkerung, die in Schleswig-Holstein doppelt geimpft sind, liegt das nördlichste Bundesland auf dem vierten Platz im Ländervergleich (Stand: 19.11.2021). Davor liegen mit Bremen (1.) und Hamburg (3.) zusätzlich zwei Stadtstaaten, in denen Menschen leichter zentral erreichbar sind als in Flächenländern.

Da mittlerweile klar ist, dass der Impfschutz trotz Zweitimpfung mit der Zeit stark nachlässt, sind bundesweit die Booster-Impfungen gestartet. Vor allem Ältere sollen zunächst davon profitieren, da sie einerseits ein vergleichsweise höheres Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes haben, ihre Zweitimpfungen andererseits auch am längsten zurückliegt. In Schleswig-Holstein haben bislang 7,6 Prozent der Bevölkerung eine Drittimpfung erhalten, auch hier gehört das Land zur Spitzengruppe.

Allerdings gab es Berichten zufolge auch hier für Senior*innen Probleme, an Termine zu kommen. So berichtet unter anderem der NDR am 16.11.2021 unter dem Titel „Corona: Langes Warten auf Booster-Impfung“ über einen Brief des Gesundheitsamtes, in dem ältere Menschen dazu aufgerufen würden, sich die Auffrischimpfung bei ihren Hausärzt*innen zu organisieren – und das, obwohl diese wieder überlastet seien. So wird in dem Artikel beispielsweise von Peter Schildwächter, Vorstand des Landesseniorenrats Schleswig-Holstein, berichtet, der vergeblich versucht hätte, an die Drittimpfung zu kommen. Im NDR-Bericht heißt es: „Bei den älteren Menschen sei die Booster-Impfung zur Auffrischung ein großes Thema, berichtet er uns. Doch bei seinem Hausarzt, so erzählt es Schildwächter, hätte er in diesem Jahr wohl keinen Termin mehr bekommen. Denn der sei voll ausgelastet.“

„Die Nachfrage nach der Corona-Schutzimpfung steigt – nicht nur bei der Boosterimpfung“, bestätigt auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP) in einer Pressemitteilung. Wohl auch aufgrund überlasteter Praxen und damit schleppend laufenden Booster-impfungen kündigt der Minister allerdings an: „Deswegen verstärken wir mobile Impfteams und bauen neben den Impfmöglichkeiten in den Arztpraxen zusätzlich ein im ganzen Land verteiltes Netz an Impfstellen mit Terminbuchung auf.“

In der Tat soll eine Buchungsmöglichkeit für Impftermine ab dem 25.11.2021 für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen starten, bis zum 02.12.2021 sollen ausschließlich an Menschen 60+ Termine vergeben werden. Die ersten Termine sollen schon am darauf folgenden Tag, dem 26.11., starten. Terminbuchungen sind dann auf dieser Internetseite des Landes verfügbar.

Die wieder-eröffnenden oder neuen Impfstellen sind für folgende Standorte geplant (aus der Pressemeldung des Gesundheitsministeriums vom 19.11.2021):

  • Alt Mölln
  • Bad Oldesloe
  • Bad Segeberg
  • Brunsbüttel
  • Büdelsdorf
  • Eckernförde
  • Elmshorn
  • Eutin
  • Flensburg
  • Geesthacht
  • Glinde
  • Großhansdorf
  • Heide
  • Heiligenhafen
  • Husum
  • Itzehoe
  • Kiel
  • Kropp
  • Lübeck
  • Neumünster
  • Neumünster
  • Niebüll
  • Norderbrarup
  • Norderstedt
  • Preetz
  • Prisdorf (nach Umzug aus Elmshorn)
  • Schönberg

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Wenige Tage vor der geplanten Eröffnung des Seniorentages durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Hannover steht fest: Die Veranstaltungen finden nun doch digital statt. Grund dafür sind die stark gestiegenen Infektionszahlen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat als Veranstalterin des 13. Deutschen Seniorentages am Freitag (19.11.2021) bekannt gegeben, dass das Programm nicht wie geplant im HCC in Hannover stattfinden wird, sondern vollständig digital. „Die Entscheidung, den Deutschen Seniorentag nicht in Präsenz durchzuführen, ist uns nicht leicht gefallen. Als Veranstalter stellen wir uns aber unserer Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmenden“, erklärt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, in der Pressemitteilung von Freitag. Damit reagiert die BAGSO auf die jüngsten Entwicklungen der Pandemie und der Empfehlungen aus Politik und Wissenschaft, aufgrund der hohen Infektionszahlen dringend Kontakte zu reduzieren. „Mit der Entscheidung für eine digitale Veranstaltung leisten wir unseren Beitrag dazu“, so Müntefering weiter.

Der Seniorentag startet bereits am Mittwoch (24.11.2021), für die Begrüßung wird Bundespräsident Steinmeier nun für seine Rede digital zugeschaltet. Das weitere Programm wird fortlaufend an die digitale Variante angepasst. Bereits erworbene Tickets für die Präsenzveranstaltung werden automatisch – Sie müssen nicht aktiv werden ­– erstattet. Die geplante Ausstellung von Organisationen und Verbänden kann nicht stattfinden. Aktuelle Informationen sowie Angaben oder Änderungen des Programms finden Sie weiterhin auf der Internetseite des Deutschen Seniorentages.

Es wird der erste Seniorentag sein, der nicht in Präsenz stattfinden kann. „Ich hoffe, dass viele Gäste, die zu uns nach Hannover kommen wollten, nun am digitalen 13. Deutschen Seniorentag teilnehmen“, so der BAGSO-Vorsitzende. „Unsere gemeinsame Arbeit für ein gutes Älterwerden geht weiter, auf diesem Deutschen Seniorentag und danach.“

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Kaum ein Rechtsgebiet ist in Deutschland so alltagsrelevant und dabei so komplex wie das Sozialrecht. Neben Rechtsberatungen und Informationen auf der Internetseite des Sozialverbands (SoVD) bietet der schleswig-holsteinische Landesverband auch regelmäßige Erklärvideos zu Renten, Krankengeld oder zur Pflegeversicherung auf YouTube.

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„Muss ich mit der Patientenverfügung zum Notar?“, „Rente mit Behinderung“ oder „Rente mit 63 – aber vorher arbeitslos“ – all das sind Titel von kurzen Videos, die der SoVD Schleswig-Holstein auf der Videoplattform YouTube zur Verfügung stellt. Dabei werden die praxisrelevanten Inhalte verständlich dargestellt und erklärt. Neue Videos erscheinen jeweils montags und freitags gegen 18:15 Uhr.

In den Videobeschreibungen findet sich jeweils ein Link zu einem passenden Beitrag auf der Internetseite des Sozialverbandes Schleswig-Holstein. Auch dort gibt es regelmäßige Tipps und Informationen zu sozialrechtlichen Fragen.

In einem Video von Anfang November geht es beispielsweise um die Frage, ob das Arbeitslosengeld als Wartezeit für die Rente zählt, wenn es nach Auslauf des Krankengeldes bezogen wurde. Zu dem Thema habe es immer wieder Fragen gegeben, sodass das dazu ein eigenständiges Video erstellt wurde. Erklärt wird in Bezug auf die Altersrente für langjährig Versicherte, dass Arbeitslosengeld I grundsätzlich als Wartezeit für die Rentenversicherung angerechnet wird, allerdings nicht in den letzten 24 Monaten vor dem Rentenbeginn. Ob vorher Krankengeld bezogen wurde oder nicht, spiele dabei keine Rolle.

Der SoVD bietet darüber hinaus auch individuelle Beratungen in sozialrechtlichen Fragen an, hierfür ist allerdings eine Mitgliedschaft im Verband Voraussetzung.

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Bevor ältere Menschen die Möglichkeit einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus hatten, wurde dazu geraten, physische Kontakte zu anderen Menschen möglichst gänzlich zu meiden. Wie eine Studie zeigt, ist die Zahl der Großeltern, die sich um Enkelkinder gekümmert haben, in der Pandemie jedoch kaum zurückgegangen.

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Eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) zeigt, dass es trotz Pandemie keinen statistisch signifikanten Rückgang der Betreuungsquote bei Großeltern gegeben hat, die sich um ihre Enkelkinder kümmern. Verglichen wurde das Jahr 2017 mit dem letzten Winter, also 2020/2021 und damit noch vor dem Start der Impfkampagne. Haben 2017 noch 39 Prozent der Großeltern regelmäßig ihre Enkelkinder betreut, waren es vergangenen Winter immerhin noch 34 Prozent. Einen statistisch bedeutsameren Rückgang habe es lediglich bei der Gruppe der 60- bis 69-jährigen gegeben.

Und das, obwohl ältere Menschen in der Regel ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe tragen als jüngere. Gleichzeitig ist der Betreuungsbedarf in den Familien vor dem Hintergrund von Schul- und Kitaschließungen gestiegen. „Viele Großeltern betreuen in der Pandemie weiterhin ihre Enkel. Ältere Menschen sind also nicht nur eine schutzbedürftige Risikogruppe, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur Krisenbewältigung“, betont Mareike Bünning, Erstautorin der Studie, in einer Pressemitteilung des DZA.

Dieser Beitrag kann sogar in Zahlen umgerechnet ausgedrückt werden: Der wirtschaftliche Wert belaufe sich auf 16 bis 18 Milliarden Euro. In die Berechnung einbezogen hat das DZA dafür den ebenfalls stabil gebliebenen Zeitumfang der Betreuung von rund 9 Stunden pro Woche, der auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet fast 2 Milliarden Stunden pro Jahr ausmache. Multipliziert mit dem aktuellen Mindestlohn von 9,35 Euro pro Arbeitsstunde entspreche das Ergebnis etwa 0,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes 2020.

Abschließend empfiehlt der Bericht, der hier als PDF-Datei zur Verfügung steht,  hinsichtlich schleppend angelaufener Booster-Impfungen bei über 70-jährigen, weitere Anstrengungen zu unternehmen, „das Tempo bei den Auffrischungsimpfungen zu erhöhen – auch um die Gesundheit von Großeltern, die sich in der Enkelbetreuung engagieren, zu schützen.“

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Derzeit verhandeln SPD, Grüne und FDP noch über Inhalte einer möglichen gemeinsamen Koalition. Klar scheint schon: Bei der Rente wird es mit einer Ampelkoalition auf eine Form der Aktienrente hinauslaufen. Was damit gemeint ist, klären wir in diesem Beitrag.

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In ihrem im Oktober veröffentlichten Sondierungspapier haben die drei Parteien zugesichert, die Rente nicht zu kürzen und das Renteneintrittsalter nicht weiter zu erhöhen. Ergänzend dazu heißt es dann: „Um diese Zusage generationengerecht abzusichern, werden wir zur langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz in eine teilweise Kapitaldeckung der Gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen.“ Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die gesetzliche Altersvorsorge – eigentlich ein umlagefinanziertes Rentensystem, bei dem Bezieher*innen Geld durch Beitragszahlende erhalten ­– um einen Kapitalmarkt-Anteil ergänzt würde. Als Kapitalstock planen die Ampelkoalitionär*innen laut Sondierungspapier zehn Milliarden Euro aus Bundesmitteln.

Unklar bleibt derzeit noch, wie groß der Anteil der Kapitaldeckung an den Beiträgen zur Gesetzlichen Rentenversicherung sein wird. Aufschluss darüber könnte ein im Februar veröffentlichtes Konzept der FDP-Bundestagsabgeordneten Johannes Vogel und Christian Dürr geben. Momentan betragen die Rentenbeiträge, die jeweils zur Hälfte durch Arbeitnehmer*in und Arbeitgeber*in vom Bruttolohn gezahlt werden, 18,6 Prozent. Dieser Betrag soll bleiben, allerdings sollen zwei Prozentpunkte davon in Kapitalanlagen wie Aktien angelegt werden. Das solle die Rente erhöhen, da die Zuwächse am Kapitalmarkt höher seien, während der Beitragssatz gleichzeitig nicht steigen soll. „Gerade Menschen mit geringen Einkommen würden so erstmals von den Chancen der globalen Aktienmärkte profitieren und zu Unternehmensteilhaberinnen und - teilhabern werden“, heißt es in dem FDP-Papier.

Die FDP orientiert sich dabei am schwedischen Modell. In Schweden wird die gesetzliche Rente bereits seit der Jahrtausendwende durch Anlagen in Fonds ergänzt. 2,5 Prozent des Bruttolohns müssen dort angelegt werden. Wer sich nicht aktiv für einen anderen Fonds entscheidet, zahlt automatisch in den risikoarmen „AP7“-Staatsfonds ein.

Während beispielsweise die Verbraucherzentrale das Vorhaben einer teilweise kapitalgedeckten Rente befürwortet, ist unter anderem Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal skeptisch. Aktienmärkte würden das Problem nicht lösen. „Ich glaube, dass wir die gesetzliche Rente stärken müssen. Das ist ja auch das Konzept, für das wir mit der SPD angetreten sind“, sagte die Juso-Vorsitzende im Oktober in der ARD. „Wenn wir uns da anschauen, was da wichtig ist, dann glaube ich, hilft es nicht, nur auf die Aktienmärkte zu schauen, sondern dass wir vor allem über Lohnniveau sprechen.“

Neben einem höheren Lohnniveau und damit auch höheren Beiträgen gäbe es auch weitere Alternativen, um die gesetzliche Altersvorsorge zu stärken. SPD und Grüne hatten im Wahlkampf noch eine Bürger*innen- bzw. Erwerbstätigenversicherung versprochen, in die alle einzahlen sollen. Also auch Selbstständige und Berufsgruppen, die derzeit nicht Teil der Gesetzlichen Rentenversicherung sind. Von diesem Vorschlag ist im Sondierungspapier allerdings nichts zu lesen. Denkbar wäre auch, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben, wodurch Gutverdienende höhere Beiträge zahlen müssten. In seinem Buch „Die Rente“, welches wir in einem gesonderten Beitrag vorgestellt haben, schlägt der Autor Klaus Müller auch vor, die Rente durch staatliche Zuschüsse – finanziert durch eine gerechtere Steuerpolitik – zu ergänzen und damit das umlagefinanzierte System zu stabilisieren.

Allerdings haben die möglichen Koalitionspartner*innen dem durch Nicht-Einführung einer Vermögenssteuer offenbar bereits eine Absage erteilt.

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Eine kürzlich veröffentlichte Studie zum Einsatz kommunaler Mittel für Beratungsangebote, Begegnungsstätten und weitere Angebote für ältere Menschen zeigt, dass sich die Teilhabemöglichkeiten der Altersgruppe 60+ in Deutschland je nach Wohnort stark unterscheiden.

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Bei den kommunalen Mitteln, die im Durchschnitt jährlich pro Person der Altersgruppe 60+ eingesetzt werden, gibt es regional deutliche Unterschiede. Zu dem Ergebnis kommt eine von „fastra“ (Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement) durchgeführte Untersuchung, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) in Auftrag gegeben und nun in Form eines Ergebnisberichts veröffentlicht wurde.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 33 Kommunen und drei Landkreise in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen befragt. „Das Ziel dieser Befragung bestand darin, vergleichbare Werte hinsichtlich des Einsatzes kommunaler Mittel für die Altenarbeit zu ermitteln“, heißt es in dem 44-seitigen Bericht. Dabei wurden Mittel von Verbänden oder Stiftungen nicht berücksichtigt, Gegenstand der Studie waren ausschließlich kommunale Mittel. Die Erhebung bezieht sich auf das Jahr 2019, damit eine Vermischung mit möglichen pandemiebedingten Mitteln die Ergebnisse nicht verfälscht.

Den Berechnungen zufolge beträgt der Mittelwert der kommunalen Mittel pro Person und Jahr 13,86 Euro (bezogen auf die Altersgruppe 60+). Einberechnet wurden dabei Leistungen, die älteren Menschen zugutekommen oder von ihnen in Anspruch genommen werden. Dazu zählen beispielsweise Koordinierungsstellen, Beratungsangebote, Senior*innenbüros, Beiräte und offene Treffs. Allerdings täuscht der Mittelwert, denn die Unterschiede sind groß: Fast drei Viertel der einbezogenen Kommunen liegen unterhalb dieses Wertes. Außerdem konnte festgestellt werden, „dass bei ca. 20 % der Kommunen der Mitteleinsatz gegen Null tendiert“.

Die Kommunen, bei denen die Mittel für die Altenarbeit über dem Mittelwert liegen, handelt es sich mehrheitlich um „Großstädte und Hochschulstandorte sowie um mittlere Städte, die sich in der Nähe von wirtschaftlich prosperierenden Großstädten befinden“. Interessant für die Senior*innenpolitik: Ein höherer Mitteleinsatz geht meist mit einer starken Gemeinwohlorientierung der Kommunen und einer Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen einher. Auch Landesgesetze in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zur Mitwirkung von Senior*innen zeigen positive Effekte. „Hierdurch sind an vielen Orten Seniorenbeiräte und -beauftragte berufen oder gewählt worden, die zum Teil auch als (ehrenamtliche) Anlaufstellen und Beraterinnen und Berater vor Ort wirken.“ Zusätzlich zeigt die Untersuchung, „dass ein höherer Mitteleinsatz in den überwiegenden Fällen mit einer zum Teil seit Jahren gewachsenen Struktur in Zusammenhang steht, auf deren Grundlage eine systematische Altenplanung sowie die Evaluierung der damit verknüpften Maßnahmen möglich ist.“

Die Untersuchung kommt allerdings auch zu dem zentralen Ergebnis, dass das Spektrum der Altenarbeit in kleineren Städten und Gemeinden begrenzt ist. „Seniorenpolitische Konzepte, eine Altenplanung im Sinne einer integrierten Sozialplanung sowie entsprechende Arbeitskreise oder Netzwerke sind eher auf Ebene der Landkreise und der kreisfreien Städte zu finden“, heißt es in der Publikation.

In dem Bericht werden abschließend vier Aspekte als Empfehlungen aus den gewonnenen Erkenntnissen beschrieben, die sich an die kommunal finanzierte Altenarbeit richten:

  1. Einrichtung von Altenberichterstattung und -planung sowie koordinierende Stellen auf den Ebenen der kreisfreien Städte und der Kreise, wie im Siebten Altersbericht gefordert werde. „Nur so kann eine systematische und sich dynamisch weiterentwickelnde (integrierte) Sozialplanung entstehen.“
  2. Zurverfügungstellung einer ortsnahen Grundausstattung wie passende Räumlichkeiten sowie ein angemessenes Budget für Angebote
  3. Sozialräumliche Ausrichtung der Angebote im Bereich der Altenarbeit; Voraussetzung ist, dass Bedarfe bekannt sind. „Nur so kann eine entsprechende individuelle Planung vorgenommen werden, die z.B. präventive Hausbesuche, den Aufbau sozialer Netzwerke sowie die Organisation von Treffen und/ oder deren Förderung umfassen kann.“
  4. Anstrengungen intensivieren, um bislang wenig berücksichtigte Aufgabenbereiche zu erschließen. „Dazu zählt die Entwicklung neuer Angebote, die auf unterschiedliche ältere Zielgruppen zugeschnitten sind. Diese können z.B. der Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements dienen oder es kann sich dabei um Bildungsangebote handeln, die dem Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit Medien/der Digitalisierung dienen.“

Neben dem digitalen Download als PDF-Datei kann die Publikation hier auch bestellt werden.

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Das Netzwerk „Digital für alle“ will mit dem Publikumspreis Initiativen auszeichnen, die das digitale Miteinander stärken. Eine Entscheidung soll im Dezember getroffen werden, bis zum 28. November haben Initiativen noch Zeit, sich zu bewerben.

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„Digital für alle“ ist der Name eines Bündnisses zahlreicher Organisationen, die gemeinsam digitales Engagement stärken, die digitale Spaltung überwinden und digitale Kompetenzen in den Fokus rücken wollen. In diesem Jahr fand beispielsweise der „Digitaltag“ zum zweiten Mal statt, der auch von dem Zusammenschluss ins Leben gerufen wird.

Initiativen und Projekte, die gemeinwohlorientiert im digitalen Raum agieren oder digitale Technologien einsetzen, können sich nun auch für den Publikumspreis von „Digital für alle“ bewerben. Die Rechtsform ist dabei nicht entscheidend, neben gemeinnützigen Organisationen können sich zum Beispiel auch Projekte von Städten, Gemeinden oder Schulen bewerben. Dotiert ist der erste Platz mit 5.000 Euro, der zweite Platz erhält je Kategorie 3.000 Euro und für den dritten Platz sind je 2.000 Euro ausgeschrieben.

Es gibt zwei Kategorien: Digitale Teilhabe und Digitaler Zusammenhalt. Für die erste Kategorie „können sich Initiativen und Projekte bewerben, die zu einem inklusiven digitalen Miteinander beitragen.“ Projekte und Initiativen, die vor allem das digitale Miteinander fördern, können sich in der zweiten Kategorie bewerben. Für die Bewerbung müssen Sie ihr Projekt in einem Video vorstellen. Dazu heißt es auf der "Digital für alle"-Internetseite, auf die Sie auch die Einzelheiten zum Preis nachlesen können: „Stellt in max. 60 Sekunden euer Projekt vor: Erzählt eure Erfolgsgeschichte. Stellt zum Beispiel dar, was euer Projekt so besonders macht und warum ihr es verdient habt, zu gewinnen. Das Video muss auf Youtube von euch hochgeladen werden – ihr übermittelt uns einfach den Link dazu.“ Ergänzend weisen die Preisausschreibenden darauf hin, dass die Aufnahme nicht hochprofessionell sein muss. Ein Handyvideo (am besten im Querformat gedreht) reiche schon aus.

Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 28. November. Vom 1. bis zum 19. Dezember ist dann die Publikumsabstimmung online geöffnet. Gewinner*innen sollen dann am 21. Dezember gekürt werden.

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