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Termine & Veranstaltungen

Viele Expert*innen sind sich einig, dass Einsamkeit langfristig nur wirksam bekämpft werden kann, wenn politische Institutionen aktiv an entsprechenden Maßnahmen mitwirken. Auch dem Gesundheitssektor kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da Einsamkeit für die Gesundheit ungefähr so schädlich sein kann wie regelmäßiges Rauchen. Dennoch handelt es sich häufig um ein stilles und gesellschaftlich noch immer tabuisiertes Leiden.

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Um dem Thema mehr Sichtbarkeit zu verleihen und gemeinsam über Lösungsansätze zu beraten, organisiert das Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) in einigen Wochen zwei Fachkonferenzen in Berlin. Beide Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ und finden im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit statt. Ziel ist es, neue Strategien und Präventionsmaßnahmen gegen Einsamkeit zu entwickeln und den fachlichen Austausch zu stärken. Die Veranstaltungen entstehen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

KNE-Konferenz „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ (Montag, 22. Juni)

Die erste Fachkonferenz findet am 22. Juni von 13:00 Uhr bis 18:15 Uhr statt. Eröffnet wird sie von Karin Prien (CDU; BMFSFJ). Die Veranstaltung bietet der sogenannten Allianz gegen Einsamkeit die Möglichkeit, ihre Ziele und Vorhaben vorzustellen. Gleichzeitig soll sie die teilnehmenden Akteur*innen zur Vernetzung anregen. Geplant sind deshalb auch Gruppenarbeiten, in denen Einsamkeit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird. Thematisiert werden unter anderem die Bereiche Bildung, Arbeit und Gesundheit. Die Gruppen werden jeweils von Mitgliedern des KNE moderiert. Anschließend sollen die gesammelten Erkenntnisse und Impulse gemeinsam diskutiert werden.

Konferenz „Kommunen gegen Einsamkeit“ (Dienstag, 23. Juni)

Die zweite Fachkonferenz beginnt am Folgetag um 10:00 Uhr und endet voraussichtlich gegen 15:30 Uhr. Im Mittelpunkt stehen diesmal kommunale Institutionen und ihre Rolle bei der Bekämpfung von Einsamkeit. Zum Auftakt sind ein Fachinput sowie eine Podiumsdiskussion geplant, die kommunale Vertreter*innen für lokalen Handlungsbedarf sensibilisieren sollen. Nach einem weiteren Beitrag der Allianz gegen Einsamkeit folgt ein Worldcafé, in dem mehrere Kommunen bereits bestehende Maßnahmen und Konzepte gegen Einsamkeit vorstellen. Vertreten sind unter anderem Frankfurt am Main, Stuttgart, Dresden und Hannover. Ziel der Konferenz ist es, den Austausch zwischen Kommunen aus ganz Deutschland zu vertiefen und praxisnahe sowie lösungsorientierte Ansätze miteinander zu teilen. Auch diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht, Interessierte können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen.

Beide Veranstaltungen finden im Konferenzzentrum Mauerstraße (Mauerstraße 27, 10117 Berlin) statt und werden von Mirjam Diekes vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) moderiert. Eine reguläre Anmeldung ist nicht mehr möglich, Interessierte können sich jedoch auf eine Warteliste setzen lassen:

Zusätzlich wird die Veranstaltung live im Internet gestreamt. Der Livestream wird in Gebärdensprache übersetzt.

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Sowohl ältere als auch nicht-heterosexuelle Menschen gehören zu marginalisierten Gruppen. Menschen im höheren Alter, die sich als LSBTIQ* (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*, Inter*, und/oder Queer) identifizieren, erleben daher häufig mehrfache Diskriminierung und Benachteiligung durch politische Institutionen und in der Gesellschaft insgesamt. Dieses Zusammenwirken verschiedener Formen von Diskriminierung wird als Intersektionalität bezeichnet (in diesem Fall Ageismus sowie LSBTIQ*-Feindlichkeit).

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Senior*innen, die sich LSBTIQ* zugehörig fühlen, sind im Alltag oft unsichtbar. Um ihren Erfahrungen und Bedürfnissen mehr Gehör zu verschaffen und über politische Handlungsansätze zu diskutieren, findet am 4. Juni eine Fachtagung zu sexueller Vielfalt unter älteren Menschen in Dresden statt. Veranstalter ist das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Fachtag richtet sich an ein breites und diverses Teilnehmer*innenfeld. Angesprochen sind unter anderem Vertreter*innen aus Politik, Pflege und der Arbeit mit LSBTIQ*-Personen. Auch Betroffene selbst sind mit ihrer Alltagsexpertise ausdrücklich willkommen. Ziel ist der Austausch, auf dessen Grundlage gemeinsam Strategien und Konzepte entwickelt werden sollen, die die politische und gesellschaftliche Teilhabe älterer LSBTIQ*-Personen stärken.

Die Veranstaltung beginnt um 09:00 Uhr. In der ersten Hälfte gibt Prof. Dr. Ralf Lottmann einen Überblick über die aktuelle Situation der Betroffenen auf Grundlage des Neunten Altersberichts. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion mit Lottmann sowie Vertreter*innen mehrerer Interessenverbände (darunter Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland sowie die AWO). In der zweiten Hälfte sind Gruppenarbeiten geplant. Diese beschäftigen sich mit Themen wie Pflege, Wohnen im Alter und Diskriminierung – jeweils mit Blick auf LSBTIQ*-Personen im Alter. Die Fachtagung endet um 16:30 Uhr.

Auch die Vernetzung der beteiligten Akteur*innen und Institutionen spielt eine wichtige Rolle. Sie kann dazu beitragen, gemeinsame lokale, regionale und nationale Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die die Situation älterer LSBTIQ*-Personen verbessern. Neben Diskriminierung sind auch Einsamkeit, Scham und Angst vor einem Outing in dieser Gruppe weit verbreitet.

Die Anmeldung ist noch bis zum 4. Juni um 00:00 Uhr möglich. Alternativ kann auch nur jeweils eine Hälfte der Veranstaltung besucht werden. Im Anmeldeformular können Sie sich einer Arbeitsgruppe Ihrer Wahl zuordnen. Für ein Mittagessen, Barrierefreiheit sowie Dolmetscher*innen für Gebärdensprache ist gesorgt.

Die Fachtagung findet an folgendem Ort statt: Penck Hotel Dresden, Ostra-Allee 33, 01067 Dresden. 

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Kultur und Politik weisen zahlreiche Schnittmengen auf. Gesellschaftlich relevante Themen spiegeln sich häufig in künstlerischen Darstellungen wider und machen so ihre Dringlichkeit sichtbar. Gleichzeitig wird in Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte allen Menschen die uneingeschränkte Teilhabe am kulturellen Leben zugesichert. In der Praxis ist dieser Zugang jedoch nicht immer gegeben, insbesondere älteren Menschen fehlt es häufig an niedrigschwelligen Angeboten.

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Umso wichtiger sind kulturelle Formate, die Senior*innen aktiv einbeziehen und ein inklusives, demokratisches Forum schaffen, das das Miteinander stärkt. Ein Beispiel hierfür ist das Generationentheaterfestival „PlusMinus60“, das vom 25. bis zum 27. September 2026 im österreichischen Ludesch (Vorarlberg) stattfinden wird. Veranstaltet wird es vom Landesverband Vorarlberg Amateurtheater, der seit rund 70 Jahren besteht.

Theatergruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind eingeladen, sich bis zum 29. Mai für einen der etwa zehn Plätze des Festivals anzumelden. Gesucht werden Inszenierungen, die Senior*innen und/oder mehrere Generationen in den Mittelpunkt stellen. Auch Beiträge zur Erinnerungskultur sind willkommen. Darüber hinaus können musikalische Beiträge eingereicht werden, sofern sie thematisch zu den Theaterstücken passen und eine Spieldauer von 30 Minuten nicht überschreiten.

Das Festivalwochenende beginnt mit einem Auftritt in dem örtlichen Pflegeheim Benevit, um den Bewohner*innen ein kulturelles Angebot zu ermöglichen. Am darauffolgenden Tag präsentieren die teilnehmenden Theatergruppen ihre Stücke öffentlich. Neben der Aufführung steht auch der Austausch zwischen den Gruppen im Mittelpunkt, der sowohl der Vernetzung als auch der gegenseitigen Inspiration dienen soll. Am letzten Tag ist ein interner Workshop geplant, an den Diskussionsrunden zur Zukunft von Senior*innentheater anschließen. Weitere Informationen zum Programm finden sich in der Ausschreibung.

Sofern erforderlich, werden Übernachtungskosten sowie Verpflegung vom Veranstalter übernommen. Die Anreise finanzieren die teilnehmenden Ensembles selbst. Das Festival findet alle zwei Jahre in Vorarlberg statt und hat zum Ziel, die Vielfalt und Kreativität von Senior*innentheater sichtbar zu machen. Es soll nicht nur unterhalten, sondern auch zum Austausch über gesellschaftliche und seniorenpolitische Themen anregen.

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Ein gesunder Lebensstil steigert nicht nur die Lebenserwartung, sondern kann auch vor Demenz schützen oder deren Auftreten zumindest verzögern. Die Zahl der demenzerkrankten Personen in Deutschland liegt derzeit bei über 1,8 Millionen, ein weiterer Anstieg wird erwartet. Da die Erkrankung insbesondere in fortgeschrittenen Stadien das Leben von Betroffenen und Angehörigen stark einschränken kann, forschen Wissenschaftler*innen weiterhin intensiv zu präventiven Maßnahmen.

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Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) wird am Mittwoch, dem 22. April, zum mittlerweile achten Mal eine Bundeskonferenz ausrichten. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren“. Ziel ist es, dem Thema Demenz mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, sodass wichtige Informationen zur Vorbeugung der Erkrankung nicht nur in medizinisch-wissenschaftlichen Kreisen bekannt sind, sondern auch möglichst viele Menschen erreichen.

Die Konferenz soll Konzepte und Modelle vorstellen, die sich bislang als wirksam gegen die Entstehung von Demenz erwiesen haben, und deren Weiterentwicklung fördern. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik und Praxis gestärkt werden. Angesichts der erwarteten fachlichen Vielfalt der Teilnehmenden erhoffen sich die Veranstalter*innen einen intensiven Austausch über neue Ansätze in Prävention und Versorgung. Langfristig sollen daraus gezieltere Behandlungsstrategien für Demenzpatient*innen sowie ein Rückgang vermeidbarer Erkrankungen entstehen.

Offiziell beginnt die von der Journalistin und Fernsehmoderatorin Okka Gundel moderierte Konferenz um 9:15 Uhr. Nach einem Grußwort des BIÖG-Vorsitzenden Dr. Johannes Nießen folgen drei Impulsvorträge von Expert*innen aus dem klinischen und psychiatrischen Bereich. Anschließend treten die Vortragenden mit den Gästen in den Dialog, um zentrale Inhalte gemeinsam zu diskutieren und zu vertiefen.

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung wird das Programm in vier parallel stattfindende Foren aufgeteilt, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Demenzprävention behandeln:

  • Was gut fürs Herz ist, ist auch gut fürs Hirn – Aufklärung und Zugangswege
  • Öffentliche Gesundheit – welche Verhältnisse und Strategien braucht es, um Demenz und anderen nicht übertragbaren Erkrankungen vorzubeugen?
  • Diagnose Demenz: Anforderungen an Früherkennung und Prävention von Pflegebedürftigkeit
  • Voneinander lernen: Demenzstrategien und Good Practice in Europa

Die Konferenz endet mit einer abschließenden Diskussionsrunde, in der die Ergebnisse aus den Foren zusammengeführt werden. Gegen 16:15 Uhr wird die Veranstaltung von BIÖG-Mitglied Dr. Christoph Aluttis offiziell beendet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist barrierefrei und kostenlos. Bei der Anmeldung muss angegeben werden, an welchem der vier Foren eine Teilnahme erwünscht ist.

Die Konferenz findet am 22. April an folgender Adresse statt: Hotel Hilton Köln, Marzellenstr. 13–17, 50668 Köln.

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Am Freitag, 17.04.2026, wird von 16 bis 20 Uhr in Kiel zum Fachtag UBUNTU eingeladen. Es soll erarbeitet werden, warum Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte in Vereinen der Jugendverbands- sowie Seniorenarbeit noch nicht so stark vertreten sind.

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Es soll geklärt werden, ob es unbekannte Hürden bei der Beteiligung gibt und was zivilgesellschaftliche Gruppen tun können, damit die gesellschaftliche Vielfalt sich zukünftig stärker in der ehrenamtlichen Arbeit niederschlägt.

Teilnehmer*innen können mitdiskutieren, persönlichen Erfahrungen darstellen und Personen kennenlernen, die sich mit denselben Fragen beschäftigen.

Bei Interesse soll sich bis zum 15. April unter kurzlinks.de/Ubuntu angemeldet werden.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

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Gesundheitliche Vorsorge und Früherkennung spielen eine wichtige Rolle für ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben im Alter. Viele Erkrankungen entwickeln sich schleichend und werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Krankheiten frühzeitig zu entdecken und rechtzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten. Prävention gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung.

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In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren Anspruch auf regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen im Dreijahresrhythmus. Dabei werden unter anderem Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen überprüft. Auch weitere Angebote, etwa zur Krebsfrüherkennung, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. (BAGSO) werden diese Möglichkeiten jedoch häufig nicht in dem Umfang genutzt, wie es aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll wäre.

Mit dem Projekt „Vorsorge und Früherkennung – Chancen für die Gesundheit“ möchte die BAGSO Service Gesellschaft dazu beitragen, das Bewusstsein für Vorsorgeangebote zu stärken und ältere Menschen über bestehende Möglichkeiten zu informieren. Ziel ist es, die Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen zu fördern und bestehende Informationslücken zu schließen. Dazu werden Informationsmaterialien entwickelt und Veranstaltungen angeboten, die sich insbesondere an ältere Menschen richten.

Das Projekt soll außerdem dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang zu verständlichen Gesundheitsinformationen zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung für Prävention sowie auf der Unterstützung älterer Menschen bei der aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit.

In einer Online-Informationsveranstaltung am 31. März 2026 wird die BAGSO Service GmbH ihr Projekt vorstellen und Raum für Austausch bieten. Interessierte können sich noch bis zum 27. März 2026 anmelden. Ansprechpartnerin ist Nicola Röhricht, telefonisch unter 0228 / 55 52 55 59 oder per E-Mail an roehricht@bagso-service.de.

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In ganz Schleswig-Holstein wurden interaktive Angebote für Menschen ab 50 Jahren angeboten, welche an einer Förderung und Weiterentwicklung ihrer Medienkompetenzen interessiert waren. Die Bedienung digitaler Endgeräte sowie ein sicherer und zeitgleich sensibilisierter Umgang mit sozialen Medien stellen in einem durch Technologie geprägten Alltag essentielle Kompetenzen dar. Wissenslücken und Skepsis diesbezüglich finden sich in allen Generation wieder.

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Ausrichter der Reihe an Veranstaltungen war Eingeloggt! Schleswig-Holstein, eine aus der Körber Stiftung heraus entstandene Initiative, deren Ziel darin besteht, älteren Menschen partizipativ, gemeinschaftlich und möglichst barrierefrei den Zugang zu digitalen Angeboten zu erleichtern, damit diese sich in virtuellen Räumen sicher und angstfrei bewegen können. Den Vorsitz hatten Grünen-Politikerin Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Cornelia Schmachtenberg (CDU), Landesministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, inne.

Im Rahmen der Eingeloggt!-Woche in Schleswig-Holstein wurden bis einschließlich Sonntag, den 22. März, 131 Aktionen für Interessierte angeboten. Unter anderem wurden Themen wie Online-Banking, Fotografie, Online-Shopping, Künstliche Intelligenz sowie das Recycling elektronischer Geräte behandelt. Berücksichtigt wurde dabei auch der Gemeinschaftssinn, um nebenbei Einsamkeit entgegenzuwirken und Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen.

Parallel dazu fanden auch außerhalb Schleswig-Holsteins entsprechende Veranstaltungen statt, beispielsweise in Hamburg, Kassel, Bielefeld, Heidelberg und Oldenburg, da Eingeloggt! in einigen weiteren Bundesländern aktiv ist.

Nicht nur öffentliche Vereine und Kommunen konnten einen Beitrag zur Veranstaltungswoche leisten – Eingeloggt! Schleswig-Holstein betont ausdrücklich, dass auch Privatpersonen willkommen seien, eigene Ideen für Projekte und Aktionen zu entwickeln und diese im Rahmen der Eingeloggt!-Woche durchzuführen.

Viele der Angebote der Aktionswoche finden auch regelmäßig statt. Eine Übersicht über alle Angebote findet sich im Programm-Flyer. Eine Liste von Anbieter*innen ist hier einsehbar.

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Deutschland weist im internationalen Vergleich eine eher geringe Kriminalitätsrate auf und zählt nicht zuletzt aufgrund seines hochentwickelten Justizsystems zu den sichersten Ländern der Welt. Dennoch werden jedes Jahr mehrere Millionen Straftaten in der Bundesrepublik angezeigt, und immer mehr Menschen geben an, sich unsicher zu fühlen. Senior*innen stellen aufgrund ihres allgemeinen Erscheinungsbildes und möglicher Informationslücken für viele Täter*innen vermeintlich leichte Opfer dar.

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Der Landesseniorenrat Schleswig-Holstein e.V., der sich seit 40 Jahren auf politischer Ebene für die Belange älterer Menschen im nördlichsten Bundesland einsetzt, hat im Rahmen einer internen Versammlung eine Vortragsveranstaltung unter dem Titel „Sicherheit innerhalb und außerhalb der eigenen vier Wände“ organisiert. Die Veranstaltung soll aufklären und informiert Teilnehmende über Strategien und Vorgehensweisen von Betrüger*innen, Einbrecher*innen und Taschendieb*innen. Gleichzeitig werden verschiedene Präventionsmaßnahmen vorgestellt.

Gehalten wird der Vortrag von Harald Tibus, Vorsitzender Fachgruppe Kriminalprävention des Landesseniorenrats Schleswig-Holstein e.V. Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der langjährige Sicherheitsberater eine 90-seitige Ausarbeitung, in der zahlreiche Beispiele kleinkrimineller Fälle dargestellt und verbreitete Tricks von Täter*innen erklärt werden. So wird etwa erläutert, wie Taschendiebstähle verhindert, falsche Polizeibeamt*innen oder Handwerker*innen erkannt und Betrugsversuche im Internet vermieden werden können. Weitere von Tibus behandelte Themen sind Wohnungseinbrüche, Autodiebstähle sowie der sogenannte Enkeltrick.

Nicht immer zeigen Senior*innen, die Opfer einer entsprechenden Straftat geworden sind, diese aufgrund von Scham oder mangelnder Information an, obwohl hierzu ausdrücklich geraten wird. Die Ergreifung der Täter*innen verhindert nicht nur weitere Straftaten, sondern ist für die Betroffenen häufig auch mit Erleichterung verbunden. Darüber hinaus steigt durch eine Anzeige und die damit verbundenen Ermittlungen die Wahrscheinlichkeit, gestohlene Besitztümer zurückzuerhalten.

Der Vortrag zur Sicherheit für Senior*innen findet am Donnerstag, dem 9. April, um 15.00 Uhr im Rathaussaal, Knüll 4, in 24217 Schönberg (Kreis Plön) statt. Anmeldungen sind noch bis zum 28. März per E-Mail an landesseniorenrat-s-h@t-online.de möglich.

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Einsamkeit ist das subjektive Empfinden von qualitativ und/oder quantitativ unzureichender sozialer Interaktion und tritt auf, sobald Menschen ihre sozialen Bedürfnisse dauerhaft nicht oder nur eingeschränkt befriedigen können. Die Konsequenzen für das allgemeine Wohlbefinden reichen von Depressionen über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zu einer um mehrere Jahre verkürzten Lebenserwartung. Selbst vorübergehende Episoden von Einsamkeit schaden der menschlichen Gesundheit bereits spürbar. Neben individuellen Lebensumständen führen die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Zunahme kontaktloser Formen von Dienstleistungen zu einem Anstieg des gesellschaftlichen Einsamkeitsempfindens.

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Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration die Verbreitung von Einsamkeit in Baden-Württemberg untersucht. Unter dem Titel „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt Baden-Württemberg 2025“ wurden die Ergebnisse im Oktober vergangenen Jahres veröffentlicht.

Die Forscher*innen haben das Thema dabei auf mehreren Ebenen behandelt, um ein möglichst akkurates Bild von der gesellschaftlichen Lage bezüglich Einsamkeit zu erhalten. So wurde differenziert nach Zusammenhängen zwischen Einsamkeit und einzelnen soziodemografischen Gegebenheiten gesucht. Befragt zu ihren persönlichen Erfahrungen hiermit wurden insgesamt 1.842 Personen aus dem ganzen Bundesland, darunter waren knapp 600 von ihnen mindestens 65 Jahre alt.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich rund 30 Prozent aller Befragten zumindest gelegentlich einsam fühlen, wobei primär über emotionale Einsamkeit – dem Vermissen intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen – geklagt wurde. Die Gruppe der Befragten ab 65 Jahren gab im Schnitt zwar etwas seltener an, sich einsam zu fühlen, als jüngere Teilnehmer*innen. Jedoch stellte sich heraus, dass Faktoren wie Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Beschwerden und ein Migrationshintergrund das Risiko von Einsamkeit erhöhen können. Auch fiel auf, dass die Gruppe der einsamen Personen im Schnitt häufiger das hiesige demokratische System kritisch betrachtet.

Ausgehend von den Ergebnissen setzt die baden-württembergische Landesregierung auf die kreative und innovative Partizipation der Bevölkerung und hat einen Ideenwettbewerb gegen die vorherrschende Einsamkeit in der Gesellschaft initiiert. Projekte, Angebote und Initiativen, die sich für ein inklusives Miteinander einsetzen, können noch bis zum 31. Januar per E-Mail an einsamkeit@sm.bwl.de eingereicht werden. Aufgrund der Heterogenität einsamer Menschen ist es möglich, eigene Ideen an einzelne Personengruppen zu richten, es werden auch Angebote angenommen, welche spezifisch auf ältere Menschen ausgelegt sind.

Angenommen werden alle Vorschläge, die hauptsächlich in Baden-Württemberg wirken und eine der insgesamt fünf aufgeführten Zielgruppen dabei unterstützen können, Begegnungen, Austausch und (neue) Freund- bzw. Bekanntschaften zu knüpfen, um das Empfinden von Einsamkeit langfristig zu reduzieren, wobei eine Mitwirkung der Zielgruppen an der Konzeption allgemein empfohlen wird. Darüber hinaus sollte es sich bei der eingereichten Idee um einen klaren, realistischen, nachhaltigen, innovativen und messbaren Ansatz handeln. Eine Siegerehrung, auf der die fünf besten Ideen mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet werden, ist für das kommende Frühjahr vorgesehen.

Die Ergebnisse der Umfrage lassen darauf schließen, dass Einsamkeit nicht nur das Wohlbefinden des Individuums angreift, sondern auch den Gemeinschaftssinn und sogar die politische Partizipation hemmt. Wer von Einsamkeit betroffen ist, neigt tendenziell häufiger zu einer Ablehnung demokratischer Strukturen und einer Zuwendung zu politischen Extremen. Daher betont die Bertelsmann-Stiftung auch in ihrem Forschungsbericht, dass der Kampf gegen Einsamkeit von allen politischen Institutionen gefördert werden sollte. Der Ideenwettbewerb des Landes Baden-Württemberg kann daher nur einen verhältnismäßig kleinen Beitrag hierzu leisten, damit Einsamkeit auf der Mikro-, Meso- und Makroebene nicht nur als gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen, sondern auch durch entsprechende strukturelle Änderungen zurückgedrängt wird.

Möchten Sie einen eigenen Beitrag zum Ideenwettbewerb gegen Einsamkeit liefern, empfiehlt es sich, die Teilnahmebedingungen zu beachten.

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Am 6. November 2025 findet im Dortmunder U-Zentrum für Kunst und Kreativität eine Fachtagung im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zum Neunten Altersbericht der Bundesregierung statt – in Kooperation mit der Stadt Dortmund.

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Knapp ein Jahr nach Veröffentlichung des Berichts soll die Veranstaltung eine Zwischenbilanz ziehen: Wie wurde der Neunte Altersbericht aufgenommen? Welche Themen stießen auf besonderes Interesse? Welche Entwicklungen hat der Bericht angestoßen?

In einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Kruse werden diese Fragen aufgegriffen und zugleich in einen größeren Zusammenhang mit der gesamten Altersberichterstattung der Bundesregierung gestellt. Darüber hinaus werden die zukünftigen Herausforderungen der Seniorenpolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf der kommunalen Politik für ältere Menschen, da die Lebensqualität im Alter stark von der lokalen Infrastruktur abhängt.

Ein weiterer Programmpunkt richtet den Blick in die Zukunft: Die Arbeiten am Zehnten Altersbericht haben bereits begonnen. Die Vorsitzende der neuen Sachverständigenkommission wird das Thema des kommenden Berichts und erste Überlegungen vorstellen.

Die Tagung steht unter dem Motto „Zusammenhalt kennt kein Alter“ und bildet den Abschluss der BMBFSFJ-Veranstaltungsreihe zum Neunten Altersbericht. Sie ist Teil eines zweitägigen Veranstaltungspakets gemeinsam mit dem 2. Dortmunder Demografieforum – Interessierte können sich für beide oder nur für eine der Veranstaltungen anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltungsort:
Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität (Brauturm)
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

Mehr Informationen: https://www.neunter-altersbericht.de/zwischenbilanz

Direkt zur Anmeldung: https://doo.net/veranstaltung/199305/buchung

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www.seniorenpolitik-aktuell.de
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